KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 11194
Buchrezension: Wasserkraftnutzung versus Fischfauna?
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Köln, 13.10.2006: Der Energiegipfel zeigt, dass der Stromhunger langfristig nur mit erneuerbaren Energien zu befriedigen ist. Die Atomenergie ist, ähnlich wie die Verwendung fossiler Brennstoffe, eine völlig veraltete Energiegewinnungsform. Atomenergie zählt durch begrenzte Uranvorkommen zu den endlichen Energien und wird in der Bevölkerung auf Grund der Angst vor den Risiken nicht akzeptiert.
Anders die Wasserkraft gehört zu den regenerativen Energiequellen. Genutzt wird die kinetische und potentielle Energie des Wassers an Flüssen, Schleusen, Gezeitenkraftwerken und Staudämmen (Talsperren). Wasserkraft , die 2005 3,5 Prozent (21,5 Mrd. KWh) des Deutschen Stromverbrauchs deckte und damit nach der Windkraft an zweiter Stelle bei den erneuerbaren Energien rangiert. Wasserkraft ist eine erneuerbare Energieform die zur Verminderung des CO2-Austoßes und damit zum Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Klimaschutz beiträgt. So weit, so gut. Jedoch auch die Wasserkraftnutzung stellt ein Eingriff mit Folgen für die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt dar. Es kann zu Beeinträchtigungen der Gewässerökologie und zur Schädigung der Fischfauna kommen, so Rüdiger Breuer in seinem Buch.
Die von Rüdiger Breuer verfasste Untersuchung nimmt ausgehend von der rechtstatsächlichen Lage eine typologische Unterscheidung spezifischer Konfliktsituationen zwischen Wasserkraftnutzung und Fischfauna vor. Den Schwerpunkt des Buches bilden der verwaltungsrechtliche Rahmen für die Neuzulassung einer Wasserkraftanlage sowie der wasserrechtliche Rahmen für die Erweiterung oder Wiederinbetriebnahme einer Wasserkraftanlage und für nachträgliche Beschränkungen des laufenden Betriebs einer bestehenden Wasserkraftanlage. Die materiellen Fragen des deutschen und des europäischen Rechts im Zusammenhang mit den Möglichkeiten des Rechtsschutzes werden dabei erörtert.
Nach Untersuchungen des Autors ist das Potential der Wasserkraft, zumindest in Deutschland, aus natur- und reliefgegebenen Gründen nahezu ausgeschöpft. 90 Prozent der 6.000 bis 7.000 Anlagen liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Die öffentlich propagierte und subventionierte Förderung der Wasserkraftnutzung, stößt auf ihre Grenzen. Viele hieraus resultierende bisher unbehandelten Rechtsfragen werden in diesem Buch behandelt.
Rüdiger Breuer
Rechtsfragen des Konflikts zwischen Wasserkraftnutzung und Fischfauna
Erich Schmidt Verlag, Berlin 2006, Reihe Umwelt- und Technikrecht, Bd. 88, 358 Seiten, gebunden, EUR 84,00
ISBN 3-503-09370-2
Buchrezension von: Dr. Thomas Wardenbach Beratung und Pressebüro für Geowissenschaften & Agrarwirtschaft, Köln
Autor: Dr. Thomas Wardenbach
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Stand: 7. November 2007
Erstellt: 12. Oktober 2006
Stand: 7. November 2007
Erstellt: 12. Oktober 2006
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