Bremen, 16.04.2011: Hochschulen sind als Bildungs- und Forschungseinrichtungen für eine nachhaltigere Gesellschaft unverzichtbar. Aber wir brauchen neue Lehr- und Lernformen, um Nachhaltigkeit in alle Fachbereiche und Studienrichtungen zu integrieren, erklärte heute Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich einer neu bewilligten Projektförderung an der Universität Bremen: Rund 400.000 Euro stellt die DBU bereit, damit die Hochschule über ein interaktives Medienportal eine bundesweite Virtuelle Akademie aufbauen kann.
Dem Lernverhalten der Studierenden gerecht werden
Zunächst werden Bildungsmodule für die Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwesen, Lehramt und Sozialwissenschaften entwickelt und erprobt.
Diese Module werden Lernvideos, Experteninterviews, Übungsaufgaben für das Selbststudium sowie Foliensätze zum Download umfassen, erläuterte Müller-Christ das auf drei Jahre angelegte
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert.
Projekt
. Das interaktive Medienportal baue auf die so genannten Web 2.0-Technologien auf und vermittele anschaulich die Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In enger Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
,
Das Klima-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.
Klima
und
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.
Energie
würden zudem besonders anwendungsnahe Forschungsergebnisse unmittelbar in die Hochschulbildung eingebracht. Dieser neue Ansatz wird dem heutigen Lernv erhalten der Studierenden besonders gerecht, lobte Brickwedde.
Leistungsnachweise sollen an allen Universitäten anerkannt werden
Die erste Ausbaustufe der Virtuellen Akademie solle zunächst im Raum Nordwestdeutschland umgesetzt werden, sagte Müller-Christ. Insgesamt würden in der Gründungsphase etwa 15 bis 20 Lehrveranstaltungen für alle beteiligten Hochschulen produziert. Diese könnten die videogestützten Veranstaltungen dann selbst durch ergänzende Präsenzveranstaltungen als so genannte Blended-Learning-Module also integratives Lernen mit Medieneinsatz anbieten. Die erlangten Leistungsnachweise sollen an den jeweiligen Heimatuniversitäten dann möglichst als vollwertige Studienleistungen anerkannt werden, so Müller-Christ.
Kooperationspartner und Studierende helfen bei Weiterentwicklung des Angebotes.
Für die stete Weiterentwicklung des Angebotes sei eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für E-Learning der Universität Frankfurt, dem Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement der Universität Duisburg sowie dem Institut für Wissensmedien in Tübingen geplant. Nach und nach werde das Modulangebot mit Lehrenden deutscher und internationaler Hochschulen erweitert. Dafür werde auch ein Akademievorstand und ein Expertenrat gegründet, ebenso würden Studierende frühzeitig in die Planung eingebunden. Auch eine umfassende wissenschaftliche Auswertung der Bildungseinheiten sei geplant, so Müller-Christ.








