KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 9605
Genetisch veränderte Organismen
Brüssel/Berlin, 21.12.2005: Die EU-Kommission geht wegen unzureichend umgesetzter Rechtsvorschriften in der Biotechnologie gegen Deutschland und Frankreich vor. Beide Länder erhielten heute eine letzte schriftliche Mahnung, da sie Urteilen des Europäischen Gerichtshofes von 2004 nicht nachgekommen sind. Es geht um die Umsetzung der Richtlinie über die absichtliche Freisetzung genetisch veränderter Organismen (GVO), die bis Oktober 2002 erfolgen sollte. Die Richtlinie ist der Eckpfeiler des neuen Rechtsrahmens der EU für GVO. Sie gilt sowohl für die experimentelle als auch die gewerbliche Freisetzung von GVO, die für den Anbau, die Einfuhr und die Verarbeitung zu Industrieprodukten bestimmt sind. Sie enthält Zumeist förmliches Verwaltungsverfahren, in dem die Zulässigkeit von Projekten geprüft sowie Bedingungen und Auflagen festgelegt werden. Genehmigungsverfahren für die Freisetzung von GVO und ihre Vermarktung. Zum Beispiel verlangt sie eine wissenschaftliche Sicherheitsprüfung, eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die Unterrichtung der Öffentlichkeit und eine strenge Überwachung, nachdem das betreffende Produkt auf den Markt gebracht wurde. Die korrekte und vollständige Umsetzung der Richtlinie ist für das Funktionieren der vorgesehenen Sicherungen unverzichtbar.
Im Februar 2005 übermittelte Deutschland der Kommission sein neues Gentechnik-Gesetz. Gleichzeitig teilte Deutschland der Kommission mit, dass ein zweites Gesetz, im Wesentlichen über Verfahrensvorschriften, zur vollen Umsetzung der Richtlinie notwendig sein werde. Nach mehreren Mahnungen der Kommission bestätigte die deutsche Regierung nun kürzlich, dass die fehlende Rechtsvorschrift noch nicht verabschiedet ist.
Frankreich hat die Richtlinie bisher nur teilweise in nationales Recht umgesetzt und nicht angegeben, wann der Rest folgen soll - trotz mehrerer Mahnungen der Kommission.
Kommen die Länder der nun an sie ergangenen Mahnung der Kommission nicht nach, kann nach Ablauf der Frist ein Zwangsgeld verhängt werden.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
1843 Aufrufe
Stand: 17. Februar 2006
Erstellt: 21. Dezember 2005
Stand: 17. Februar 2006
Erstellt: 21. Dezember 2005
Weiterführende Informationen:
Weitere Meldungen zum Thema "Organismen":
| www.lebensmittelwarnung.de geht online: Alle Lebensmittelwarnungen auf einen Blick Berlin, 21.10.2011: Erstmals können sich Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet zentral über Lebensmittelwarnungen in Deutschland informieren. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Auftrag der 16 Bundesländer dafür das Internetportal www.lebensmittelwarnung.de eingerichtet. |
| Miesmuscheln im schleswig-holsteinischen Wattenmeer bedroht Hamburg / Husum - Miesmuscheln sind im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer bedroht - dies ist die Schlussfolgerung, die WWF und Schutzstation Wattenmeer aus einem aktuellen Bericht der Landesregierung in Kiel ziehen. |
| Tropische Meere ohne Korallenriffe Bremen, 11.07.2011: Wie könnte ein tropisches Küstenökosystem dort aussehen, wo Korallenriffe nicht überlebt haben? Bei zwei Schiffsexpeditionen an die nordafrikanische Westküste in 2006/7 mit dem Forschungsschiff Poseidon und in 2011 mit FS Maria S. Merian - bekamen Hildegard Westphal, Direktorin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie und ihr Team einen Einblick in dieses Szenario. |
| Die Segara Anakan Lagune: Ölverschmutzung in Mangroven Bremen, 22.06.2011: Die Segara Anakan Lagune auf Java beherbergt das größte Mangrovengebiet Indonesiens und eine große Vielfalt an Tierarten. Für die lokale Bevölkerung sind sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. |
| EHEC-Seuche durch industrielle Tierproduktion ausgebrochen Gerlingen, 26.05.2011: Die aktuelle Infektionswelle mit dem gefährlichen Zoonose-Keim EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien) ist laut der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. allein eine Folge der industriellen Haltung sogenannter Nutztiere. |
| Keine Panik vor EHEC-Ansteckung: Gute Hygienepraxis schützt Bonn, 26.05.2011: Bundesweit infizieren sich derzeit immer mehr Menschen mit dem gefährlichen Darmkeim EHEC. Die Ursache dafür ist noch ungewiss. Vor allem erwachsene Frauen scheinen von einer Erkrankung betroffen zu sein. Im Verdacht steht bislang unzureichend gewaschene Rohkost. |
| Richtiges Essen: Appetit machen auf intensiveren Umweltschutz Osnabrück, 02.05.2011: Jedes fünfte deutsche Kind ist zu dick. Schon im Kindesalter drohen mit Asthma, Diabetes und Bluthochdruck gesundheitliche Probleme. Eltern tragen dafür einen Teil der Verantwortung genau wie Erzieher in Kindertagesstätten. |
| Vielfalt erleben – ForestFinance unterstützt als Partner die Initiative „Vielfalt erleben“ Bonn, 06.04.2011: Der Bonner Waldinvestmentanbieter ForestFinance unterstützt als Initiativenpartner die Initiative Vielfalt erleben, die sich für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik auf dem Acker und in unserem Essen einsetzt. |
| Molekulare Biotechnologie: Konzepte, Methoden und Anwendungen: Konzepte und Methoden Köln, 21.02.2011: Die Molekulare Biotechnologie ist ein sehr junger Zweig der Naturwissenschaften und verknüpft die Fachgebiete Molekulare Genetik, Bioinformatik, Mikrobiologie, Zellbiologie und Biochemie mit der Bioverfahrenstechnik. Ein weiterer Aspekt ist die Molekulare Medizin, die heute unverzichtbarer Bestandteil diagnostischer und therapeutischer Verfahren ist. |
| Das Boden-Metagenom – der Rohstoff für das 21. Jahrhundert: Neue Techniken bringen ungeahnte Einblicke in die genetische Vielfalt der Böden Braunschweig, 20.12.2010: Belebte Erde: In jedem Gramm Ackerboden sind so viele Bakterienzellen, wie es Menschen auf unserem Planeten gibt. Diese Bakterien verteilen sich auf mehr als 10.000 verschiedene Arten. Hinzu kommt ein ganzes Heer anderer Mikroorganismen wie Pilze und Protozoen. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










