KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 17036
Boom für Grüne Energie zerstört indigene Völker
Berlin / London, 10.08.2010: Anlässlich des UN-Tages der indigenen Völker hat Survival International einen neuen Bericht veröffentlicht, welcher die verheerenden Auswirkungen großer Staudammprojekte auf indigene Völker hervorhebt. Auch deutsche und österreichische Unternehmen sind an dem Bau einiger dieser Dämme beteiligt.Anhand von Beispielen aus Asien, Afrika und dem amerikanischen Kontinent enthüllt Survivals Bericht Serious Damage die weitesgehend unbekannten Kosten der Erzeugung grünen Stroms durch riesige Staudämme.
Weltweit nimmt derzeit der Bau von Staudämmen rasant zu. Allein die Auch: Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. 1944 gegründete Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington (Mitgliederzahl 1986: 151 Mitglieder). Weltbank investiert 11 Mrd. US-Dollar in 211 Wasserkraft gehört zu den regenerativen Energiequellen. Genutzt wird die kinetische und potentielle Energie des Wassers an Flüssen, Schleusen, Gezeitenkraftwerken und Staudämmen (Talsperren). Wasserkraft -Projekte weltweit.
Von den neuen Großprojekten profitieren auch das deutsche Unternehmen Voith Hydro und der österreichische Konzern Andritz AG. Beide sind am Bau des Jirau Dammes in Brasilien beteiligt und haben sich, nach Berichten von Medien und anderen Organisationen, auch um Aufträge für den umstrittenen Belo Monte siehe Wasserkraft, Talsperre. Staudamm beworben.
Die Auswirkungen auf indigene Völker sind tiefgreifend. Das Volk der Enawene Nawe im Amazonas musste erfahren, dass die brasilianischen Behörden den Bau von 29 Dämmen an den Flüssen auf ihrem Land planen. Quer durch das Amazonasbecken sind die Gebiete fünf unkontaktierter indigener Völker betroffen.
Die Penan der Insel Borneo im malaysischen Bundesstaat Sarawak sollen vertrieben werden, um Platz für einen Staudamm zu machen. In Äthiopien droht einigen Völkern die Abhängigkeit von staatlicher Lebensmittelhilfe, sollte der Bau eines Staudamms auf dem berühmten Omo Fluss nicht gestoppt werden. Ein Angehöriger der Kwegu aus dem Tal des Omo sagte: Unser Land ist schlecht geworden. Sie haben uns das Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser komplett abgedreht und wir hungern nun. Öffnet den Damm und lasst das Wasser wieder fließen.
Hunderte brasilianischer Indigener werden sich in dieser Woche versammeln, um sich gegen den umstrittenen Belo Monte Staudamm auszusprechen. Dieser bedroht das Land und die lebenswichtige Nahrungsversorgung mehrerer indigener Völker.
Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6324
Autor: Survival Deutschland
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Stand: 9. August 2010
Erstellt: 10. August 2010
Stand: 9. August 2010
Erstellt: 10. August 2010
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