KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16123
IAA 2009: Größte Ökoshow der Autoindustrie aller Zeiten zu Ende
Frankfurt a. M./Berlin, 30.09.2009: Jetzt Subventionen für große und schwere Autos abschaffen! Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zog zum Ende der Frankfurter Automesse ein düsteres Fazit der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung IAA. Die deutsche Autoindustrie habe "die größte Öko-Illusionsshow aller Zeiten" veranstaltet, sagte Werner Reh, der Verkehrsexperte des BUND. Noch nie hätten die Autohersteller ein derart verlogenes Spektakel in Szene gesetzt.Der Öffentlichkeit habe man reihenweise angeblich umweltfreundliche Elektromobile präsentiert, die den Messebesuchern gezeigten Serienmodelle hingegen seien alles andere als umweltfreundlich und sparsam gewesen.
Nach BUND-Recherchen wiesen die auf der Messe präsentierten Serienfahrzeuge der wichtigsten deutschen Hersteller einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von über 200 Gramm pro Kilometer auf. Mit durchschnittlich 232 Gramm pro Kilometer (9,8 Liter B. ist ein Kraftstoff für Ottomotoren, auch Vergaserkraftstoff oder Ottokraftstoff genannt. Benzin bzw. 8,8 Liter D. ist ein Kraftstoff für Dieselmotoren, auch D.-Kraftstoff, D.-Öl, Gasöl genannt, der aus Kohlenwasserstoffen mit einem Siedebereich zwischen 170 und 370 Grad C (wie leichtes Heizöl) und aus Kraftstoffzusätzen besteht. Diesel auf 100 km) belegte Audi den Spitzenplatz, gefolgt von Mercedes-Benz, deren Fahrzeuge sogar unter Einrechnung der Smart-Flotte noch durchschnittlich 205 Gramm pro Kilometer (8,7 Liter Benzin bzw. 7,7 Liter Diesel auf 100 km) ausstießen. Selbst BMW lag mit einem Durchschnitt von 190 Gramm pro Kilometer (8,0 Liter Benzin bzw. 7,1 Liter Diesel auf 100 km) deutlich über dem Durchschnitt der im letzten Jahr in Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa verkauften Neuwagen. Unter Einbeziehung der ausgestellten MINIs lag die BMW-Group bei 177 Gramm und damit immer noch 24 Gramm über dem europäischen Durchschnitt von 153 Gramm pro Kilometer im Jahr 2008. Deutlich weniger Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen. Kohlendioxid stießen nur die auf der IAA gezeigten Neuwagen von Ford und Volkswagen aus. Pro Kilometer emittierten sie 149 Gramm. Allerdings verzichtete VW auf die Kennzeichnung einiger Fahrzeuge, so dass dieser Wert nicht exakt ermittelt werden konnte. Völlig unverständlich sei auch das Auftreten von Opel gewesen. Das Unternehmen habe seine Kleinwagen nicht ausgestellt und kam so auf einen Durchschnitt von 201 Gramm CO2 pro Kilometer.
Reh: "Der hohe Durchschnittsverbrauch der in Frankfurt gezeigten Pkw belegt, dass Sparsamkeit und Zukunftsorientierung bei den meisten deutschen Autoherstellern auch auf dieser IAA wieder nur Lippenbekenntnisse waren. Da werden dem Publikum Fahrzeuge präsentiert, die auf hundert Kilometer durchschnittlich mehr als acht Liter Sprit verbrauchen und zugleich wird nach Staatshilfen für die Entwicklung von sparsamen Elektroautos gerufen. Das passt einfach nicht zusammen." Für Reh zeige sich hier, dass die deutschen Hersteller den langfristigen EU-Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer ab 2020 nicht erfüllen wollten sondern darauf bauten, ihn gemeinsam mit der "Autokanzlerin" torpedieren zu können.
Wer als Pkw-Hersteller die EU- Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte von 130 Gramm pro Kilometer im Jahr 2015 und 95 Gramm bis 2020 erreichen wolle, müsse ab sofort die bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung nutzen sowie leichtere und kleine Wagen bauen. Ansonsten drohten Strafzahlungen. Vor allem die deutschen Autohersteller müssten sich endlich von ihrer PS-Protzerei verabschieden und Spritspartechniken in alle Fahrzeuge einbauen.
Reh: "Die neue Bundesregierung muss die Besteuerung der Dienst- und Firmenwagen nach dem CO2-Ausstoß staffeln und dafür sorgen, dass diese Spritschlucker nicht mehr hoch subventioniert, sondern endlich abgewrackt werden."
Autor: BUND Freunde der Erde
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Stand: 30. September 2009
Erstellt: 30. September 2009
Stand: 30. September 2009
Erstellt: 30. September 2009
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