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Alarmzeichen: Auftauendes Methan bringt Weltklima endgültig zum Kippen


Wien, 13.09.2008: Nachdem seit Kurzem zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit der Nordpol umfahren werden kann, gibt es nun eine neue Alarm-Meldung aus dem Nordpolarmeer: Wissenschafter haben festgestellt, dass der bisher gefrorene Meeresboden auftaut, wodurch das dort gespeicherte Treibhausgas Methan in die Atmosphäre entweichen wird.


"Dieses auftauende Methangas kann das Weltklima nun endgültig ins Wanken oder gar zum Kippen bringen", warnt Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof.

Ein Forschungsteam der „International Siberian Shelf Study Expedition“ hat festgestellt, dass im Polarmeer Methan aus dem bisher gefrorenen Ozeanboden an die Oberfläche entweicht. Der Grund dafür sind die steigenden Temperaturen, wodurch der gefrorene Meeresboden auftaut, und das dort gespeicherte Methan entweichen kann. Damit sind Befürchtungen bestätigt worden, die Klimaexperten bereits seit längerem haben.

Da Methan als Treibhausgas rund fünfundzwanzig Mal so wirksam ist wie CO2, wird es den globalen Temperaturanstieg weiter verstärken. Dadurch schreitet das Auftauen der Meeresböden noch schneller voran, es wird mehr Methan freigesetzt, und auf diese Weise kommt es zu einer so genannten positiven Rückkopplung: Der Prozess beschleunigt sich selbst. Und dabei wurde dieser Effekt bei den bisherigen Berechnungen des UNO-Klimagremiums IPPC noch nicht einmal berücksichtigt.

Das Auftauen der Permafrost-Böden ist eine tickende Zeitbombe. Das dabei freigesetzte Methan kann das Weltklima endgültig zum Kippen bringen und dazu führen, dass die Temperatur auf der Erde innerhalb weniger Jahrzehnte stark ansteigt. Und damit hätten wir dann den endgültigen Klima -Albtraum vor Augen.


Bild: © Daniel Beltra | Greenpeace.at
Autor: Greenpeace Österreich
3174 Aufrufe
Stand: 13. September 2008
Erstellt: 13. September 2008

Weiterführende Informationen:

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