KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 14006
Drei neue FCKWs in der Atmosphäre nachgewiesen
Frankfurt, 13.04.2008: Forscher der Goethe-Universität fanden kurzlebige toxische Verbindungen im Taunus und am Jungfraujoch. Ob die neu entdeckten FCKWs bis in die Stratosphäre gelangen und dort das Ozonloch vergrößern, ist noch unklar. Die erstmalig in der Atmosphäre identifizierten Substanzen sind wahrscheinlich kurzlebiger als die sieben bisher nachgewiesenen Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe.Ihre Konzentrationen in der Hintergrundatmosphäre sind relativ niedrig, so dass die Forscher vom Institut für Atmosphäre und Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt der Universität Frankfurt keinen massiven Einfluss auf die siehe Ozonabbau Ozonschicht erwarten. Allerdings sind die Substanzen giftig. Johannes Laube und Privatdozent Dr. Andreas Engel prognostizieren in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Atmospheric Chemistry and Physics Discussions", dass die neu entdeckten FCKWs in dem Maße an Bedeutung gewinnen, wie die atmosphärische Konzentration der bisher bekannten, langlebigen FCKWs aufgrund der Beschränkungen durch das Montreal-Protokoll zurückgehen.
Erste Spuren hinterließen die kurzlebigen FCKWs bei Luftmessungen am Taunusobservatorium der Goethe-Universität. Aufgrund der Lage auf dem kleinen Feldberg im Vordertaunus werden dort je nach Windanströmung entweder sehr saubere oder durch menschliche Emissionen stark beeinflusste Luftmassen beobachtet.

Regelmäßig treten hier schwache Signale auf, die auf bisher nicht identifizierte Substanzen hindeuten. In einer Luftprobe vom 2. Oktober 2007 waren die Konzentrationen einiger Substanzen erstmalig so hoch, dass sie zur Aufnahme eines kompletten Massenspektrums ausreichten.
Drei Substanzen konnten eindeutig als Trifluorchlorethen, 3- Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol Cl, Ordnungszahl 17, Schmelzpunkt -100,98 Grad C, Siedepunkt -34,06 Grad C, giftiges, stechend riechendes, gelbgrünes Gas (Cl2), MAK-Wert 0,5 ppm (ml/m3). Chlor -pentafluorpropen und 4,4-Dichlor-hexafluor-1-buten identifiziert werden. Vermutlich handelte es sich bei der Probe um eine Abluftfahne. Die Konzentrationen in dieser Probe wurden auf einige Moleküle der neuen FCKWs pro Milliarde Luftmoleküle geschätzt. In weiteren Messungen konnten Laube und Engel die Substanzen auch in der Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft vom hochalpinen Jungfraujoch-Observatorium in über 3500 m Höhe nachweisen.
Es steht zu erwarten, dass der größte Teil der in die Atmosphäre emittierten Mengen dieser Substanzen in der Troposphäre (Luftschicht bis etwa 10 km Höhe) abgebaut wird, und somit die Stratosphäre nicht erreichen kann. In diesem Fall bestünde keine Gefahr, dass das siehe Ozonabbau
Ozonloch weiter vergrößert wird.
Um dies zu überprüfen, plant die Arbeitsgruppe des Instituts für Atmosphäre und
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
eine Messkampagne in den Tropen (Brasilien), denn hauptsächlich dort wird die
Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
in die Höhe der
siehe Ozonabbau
Ozonschicht
gebracht. Mithilfe von großen Forschungsballonen sollen Luftproben aus Höhen von bis zu 35 Kilometern gesammelt werden. Anschließend sollen sie im Frankfurter Laboratorium mit von den Forschern entwickelten, analytischen Methoden untersucht werden.
Autor: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)
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Stand: 13. April 2008
Erstellt: 13. April 2008
Stand: 13. April 2008
Erstellt: 13. April 2008
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