KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 13313
Öko-Bluff mit Bioplastik - Trinkgefäße aus nachwachsenden Rohstoffen sollen die Umwelt schonen
Hamburg/Berlin, 19.11.2007: Im nächsten Jahr soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel Bioplastik die ganz große Bühne bekommen: bei der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Die Veranstalter werben damit, "Umwelt-Europameister" zu werden: Die Fans sollen ihren Durst aus Bechern löschen, die aus Mais gefertigt und nach Gebrauch kompostiert werden. "Was den Fußballfunktionären ein sauberes Image verspricht, deckt sich trefflich mit den Interessen von Getränkemultis wie Coca-Cola. Auch die Konzerne sind für Einwegsysteme und gegen das lästige Pfand auf Gläser oder Becher. Jetzt entlarvt eine Studie von drei renommierten Umweltinstituten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die angebliche Innovation als Öko-Schmu. Danach haben die Biobecher eindeutige Nachteile gegenüber sogenannten Mehrwegszenarien, also Pfandsystemen. Berücksichtige man die gesamte Umweltbelastung bei der Produktion, dem Gebrauch und der siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung schneide das Der Mais ist eine einhäusige, getrenntgeschlechtlich (monözisch) Pflanze, die bis zu 2,5 Meter hohe Stängel hat, die in einen männlichen Blütenstand enden. Die weiblichen Blütenstände entspringen der mittleren Stängelhälfte. Die Fremdbestäubung erfolgt durch den Wind.
Mais -Geschirr nicht einmal besser ab als gewöhnliche Plastikware, schreibt Der Spiegel.
Vielmehr sei der Bioplastikbecher ein Musterbeispiel dafür, wie die Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie versucht, das wachsende Bewusstsein der Bevölkerung für die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt wirtschaftlich auszunutzen: Was als zukunftsweisendes Naturprodukt gepriesen wird, entpuppt sich häufig als umweltschädlicher Bluff: Ökologische Vorzeige-Events erweisen sich als Umweltflops, so Der Spiegel. Beim Weltjugendtag vor zwei Jahren flossen zwar zur Förderung des Bioplastiks Subventionen, in Wahrheit landete das Biogeschirr aber mit normalem Müll in den Sammelbehältern. Die beabsichtigte Vergärung konnte nicht stattfinden.
Die tatsächliche Öko-Bilanz hätten die Hersteller stets verschwiegen. Summiere man etwa den Energieaufwand beim Mais-Anbau des oder den Transport von Amerika nach Europa, dann komme man auf eine weitaus höhere Umweltbelastung als bei Mehrweg-Behältern.
Wissenschaftlich unseriös ist nach Meinung von Umweltexperten die Behauptung, dass durch die Verwendung von biologisch-abbaubaren Man unterscheidet Mehrweg(MW)-V. (z.B. Pfandflaschen) und Einweg(EW)-V. (z.B. Plastiktüten, Aludosen, Konservendosen oder Getränkekartons). Verpackungen (BAW) kein Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben. Treibhauseffekt entstehe, da Der Begriff Nachwachsende Rohstoffe stammt aus der Zeit der Ölkrise in den siebziger Jahren, in der sich erstmals die Verknappung der fossilen Rohstoffe (Erdöl, Kohle, Erdgas usw.) abzeichnete und eine Diskussion in Gang setzte, die sich für alternative Energie- und Rohstoffquellen aus erneuerbaren Quellen aussprach. nachwachsende Rohstoffe durch Sonnenlicht aus Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser und Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen. Kohlendioxid ständig neu gebildet werden: Das gilt vielleicht für reines Pflanzenmaterial, aber nicht für Verkaufsverpackungen. Die industrielle Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft , die Verpackungsherstellung und die angestrebte Die K. (Verrottung) ist eine uralte Methode zur Umwandlung von organischen Reststoffen zu pflanzenverträglichen Bodenverbesserungsmitteln. Kompostierung belasten die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt . In der gesamten Produktionskette entstehen Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen. Kohlendioxid -Emissionen, so der Einwand eines Vertreters der Entsorgungswirtschaft.
Es gebe also keinen Grund, den Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen einen ökologischen Heiligenschein zu verpassen und staatlich zu fördern. So will die Bundesregierung über eine Novelle der Verpackungsverordnung BAW-Verpackungen von Recyclingpflichten freistellen. Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert in einem Antrag (Drucksache 16/3140) sogar, für Biokunststoffe den Verwertungsweg insgesamt freizugeben und neben der stofflichen Verwertung auch die energetische Verwertung als gleichwertig anzuerkennen. Warum sollte man dann BAW-Verpackungen noch separat erfassen, wenn sie am Ende doch im Müllofen landen, fragt sich der Bonner Abfallexperte Dr. Manfred Wirl. Das habe mit Kreislaufwirtschaft nichts zu tun, sondern sei nur ökologische Eulenspiegelei.
Auch die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) ist vom Bioplastik-Hype wenig begeistert und rät davon ab, BAW-Verpackungen in die Gefäß zur getrennten Sammlung von kompostierbaren Bestandteilen aus dem Hausmüll.
Holsystem, Kompostierung
Biotonne zu werfen. Sie reagierte damit auf die Ankündigung einer Drogeriemarktkette, deutschlandweit verschiedene Getränke in voll kompostierbaren Flaschen anzubieten. Mit rund zehn Wochen liege die Behandlungszeit von BAW-Flaschen deutlich über dem normalen Biomüll. Teile der Flaschen tauchen deshalb im Kompost als Der Begriff F. wird im Lebensmittelbereich häufig verwendet und bezeichnet in Lebensmitteln enthaltene Stoffe ohne Ernährungswert, die absichtlich oder unbeabsichtigt in diese gelangt sind. Fremdstoffe auf, verschlechtern die Qualität und erschweren die Vermarktung. Blieben als Entsorgungsmöglichkeit noch die Restmülltonne und die Sammelsysteme des Grünen Punktes übrig, die allerdings technisch und logistisch überhaupt nicht auf Kompostierung ausgerichtet sind.
Massiver Widerstand kommt von der Die Papier- und Zellstoffindustrie ist durch großen Abwasseranfall und hohe Schwefeldioxidemissionen gekennzeichnet (Abwasser, Schwefeldioxid). Papierindustrie : Die Novellierung der Die Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen, kurz V. (VerpackV), verabschiedet im Juni 1991, zielt darauf ab, die Verwendung umweltverträglicherer Stoffe bei der Herstellung von Verpackungen festzuschreiben und das Verpackungsaufkommen (Verpackungsmüll) zu minimieren durch Verpflichtung zur: Verpackungsverordnung wirke wie ein Katalysator zur Markteinführung von unlizenzierten Verpackungen. Das sei weder sachlich noch ökologisch gerechtfertigt und stelle eine massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten von Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (PPK) dar, kritisiert der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) in Frankfurt am Main. Beim Basisrohstoff Holz handele es sich ebenfalls um einen nachwachsenden Rohstoff. Daraus hergestellte Verpackungen, sei es auf Primärfaserbasis oder auf Recyclingbasis, sind nach Gebrauch für die Kompostierung geeignet und biologisch abbaubar, betont der HPV. Über die flächendeckende Sammellogistik gehe Altpapier mehrfach in Recyclingkreisläufe und erfülle so den Leitgedanken der Kreislaufwirtschaft. Es gebe daher für den Verordnungsgeber keine Rechtfertigung, BAW-Verpackungen von Entsorgungspflichten zu befreien.
Von Gunnar Sohn
Autor: neue nachricht
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Stand: 19. November 2007
Erstellt: 19. November 2007
Stand: 19. November 2007
Erstellt: 19. November 2007
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