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Markteinführung von Wasserstoffautos


Brüssel/Berlin, 12.10.2007: Die EU-Kommission will die Entwicklung und Vermarktung sauberer und sicherer Wasserstofffahrzeuge vorantreiben. Dafür schlägt sie zum einen ein integriertes Programm für Forschung, Entwicklung und Demonstration unter Federführung der Industrie vor, das in den kommenden sechs Jahren mit einer EU-Finanzhilfe von 470 Millionen Euro ausgestattet ist.


Mit dieser Technologieinitiative dürfte die Entwicklung von Wasserstofftechnologien so beschleunigt werden, dass ihre Marktreife zwischen 2010 und 2020 erreicht werden kann. Zum anderen soll die Genehmigung von Wasserstoffautos für den europäischen Markt vereinfacht werden.

EU-Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen, zuständig für Unternehmen und Industrie , dazu: „Die Einführung von Kraftfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb kann die Luftqualität Europas verbessern und seine Abhängigkeit vom Erdöl verringern. Durch gemeinsame Anforderungen wird die Einführung dieser Fahrzeuge unterstützt und den Bürgern ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet. Außerdem wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller angekurbelt.“ EU-Forschungskommissar Janez Potocnik ergänzte: „ Europa steht vor großen Herausforderungen: zum einen ist die Energieversorgung sicherzustellen, zum anderen müssen der Klimawandel bekämpft, die Umwelt geschützt und die Wirtschaft wettbewerbsfähig gehalten werden. Technologien wie Brennstoffzellen und Wasserstoff können uns dabei helfen, all diese Ziele zu erreichen.“

Derzeit werden Kraftfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb nicht vom so genannten EG-Typgenehmigungssystem erfasst. Dies führt zu komplizierten und teuren Genehmigungsverfahren und behindert die gemeinschaftsweite Markteinführung auf einer einheitlichen Basis. Der aktuelle Vorschlag zielt darauf ab, diese Fahrzeuge in das Typgenehmigungssystem aufzunehmen. Darüber hinaus soll eine öffentlich-private Partnerschaft für Forschung die Entwicklung von Wasserstoff und Brennstoffzellen voranbringen. Für diese Technologieinitiative stellt die EU 470 Millionen Euro aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm bereit . Die Partner aus der Industrie müssen einen gleichwertigen Beitrag leisten.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
2503 Aufrufe
Stand: 12. Oktober 2007
Erstellt: 12. Oktober 2007

Weiterführende Informationen:

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