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vzbv fordert Stopp der Gen-Kartoffel "Amflora"


Berlin, 29.06.2007: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert Bundesumweltminster Sigmar Gabriel auf, sich bei der heutigen Sitzung des EU-Umweltrates vehement für ein Anbauverbot der Kartoffelsorte Amflora einzusetzen. Die mit einem antibiotikaresistenten Gen versehende Kartoffel könnte die zunehmende Gefahr der Ausprägung von Antibiotikarestistenzen weiter verschärfen. "Die Zulassung einer antibiotikaresistenten Kartoffel ist inkonsequent und absolut gegen den Willen der Verbraucher gerichtet", sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit Jahren wiederholt vor den Folgen der Antibiotikaresistenz und fordert die Regierungen auf, die Problematik der zunehmenden Resistenzbildung Ernst zu nehmen. Bemerkenswert: Die europäische Richtlinie zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (2001/18/EG) enthält den Hinweis, dass sogenannte antibiotikaresistente Markergene in gentechnisch veränderten Organismen schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt haben können. Mit dieser Richtlinie aus dem Jahr 2001 wurde bereits das schrittweise Einstellen der Verwendung von Antibiotikaresistenz-Markern in GVO beschlossen: Bis Ende 2008 soll die Verwendung von Antibiotikaresistenzen in der gentechnischen Anwendung EU-weit eingestellt werden.

Politische Entscheidungen an den Bürgern ausrichten
"Vor dem Hintergrund der Warnungen der WHO und einer gültigen EU-Richtlinie, die den Ausstieg festlegt, wäre es aberwitzig und zynisch, wenn jetzt eine antibiotikaresistente Kartoffel angebaut werden dürfte", sagte Edda Müller. Die Mehrzahl der Verbraucher lehne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen für die Lebensmittelerzeugung ab. "Die Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffel, die Antibiotikaresistenzen trägt, würde der Ablehnung weiter Auftrieb geben."
Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Stand: 29. Juni 2007
Erstellt: 29. Juni 2007

Weiterführende Informationen:

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