KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 11688
Wie grün wird das iPhone?
Hamburg, 17.01.2007: Seit letzter Woche ist die Welt informiert: Der Elektronikproduzent mit dem Apfellogo wird nach Computer (iMac) und MP3-Player (iPod) nun auch das Handy iPhone auf den Markt bringen. Für Greenpeace ein Grund ganz genau hinzuschauen. Denn im jüngsten Greenpeace-Ranking für grüne, also umweltfreundliche Elektronik rangiert Apple auf dem letzten Platz. Wird sich das beim Handy mit angebissenem Apfel ändern?
Der Greenpeace-Chemieexperte Martin Hojsik war auf der weltgrößten Mac-Messe in San Fransisco. Dort erlebte er die Vorstellung des iPhones durch den Apple-Mitgründer und -Geschäftsführer Steve Jobs mit. Leider konnte man das Gerät anschließend nicht in die Hand nehmen, sagt Hojsik. Es waren lediglich Geräte in Vitrinen ausgestellt zum Anschauen.
Auch in Punkto Umweltverträglichkeit des iPhones hält sich Apple sehr bedeckt. Zwar erwähnte Jobs bei der Präsentation kurz, dass das siehe Stichwort "Mobilfunk" Handy recycablebar sein solle und es wohl auch Geräte mit S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln können (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik). Solarzellen geben werde. Doch in einschlägigen Fachzeitschriften wird spekuliert, ob der Akku beim neuen Apple-Handy genauso wie beim iPod nicht auswechselbar, sondern eingeschweißt sein wird.
Aus unserer Sicht wäre das kein Pluspunkt beim Ranking, sagt Hojsik. Dann müsste jedesmal das ganze Handy auf dem Müll landen, wenn was mit der Batterie nicht stimmt. Und das Handy wird es in sich haben, wenn man einen Blick auf iMac, iPod und Co. wirft.
Es geht auch anders
Einer der Gründe, weswegen Apple beim Einstufen durch Greenpeace nur das Schlusslicht darstellt, ist die Verwendung von P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet. PVC und bromierten Flammenschutzmitteln in den Geräten. Ebenfalls negativ schlug zu Buche, dass Apple nur dort, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist, Rückgabemöglichkeiten für ausrangierte Altgeräte anbietet. Ansonsten hält sich die als besonders innovativ und fortschrittlich geltende Firma beim Thema Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R. Recycling merklich zurück. Dass das Greenpeace-Ranking bei anderen Firmen ganz andere Reaktionen ausgelöst hat, zeigen die Konkurrenten.
Firmeninhaber Michael Dell kündigte jetzt ein weltweites Rücknahmesystem für Dell-Produkte an. Außerdem haben sie zugesagt, bei allen Geräten bis 2009 auf PVC und bromierte Flammenschutzmittel zu verzichten, erklärt Hojsik. Zudem hat Dell erkannt, dass grünere Geräte einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Auf diesem Weg befindet sich auch der chinesische Computerhersteller Lenovo. Der wird demnächst sogar in China ein Rücknahmesystem für Altgeräte organisieren, lobt Hojsik.
www.greenmyapple.org - Machen Sie mit!
Deshalb spricht eigentlich nichts dagegen, dass auch Apple diesen Weg einschlägt. Seit September 2006 wendet sich Greenpeace darum gezielt an Apple-Liebhaber. Auf den Internetseiten von www.greenmyapple.org werden die Mac-User über die gefährlichen Inhaltsstoffe und fehlende Umweltverträglichkeit aufgeklärt. Zugleich können sie sich an Apple wenden und mit eigenen kreativen Ideen ein Umdenken bei dem Elektronikhersteller fordern.
Inzwischen hat sich die Site zu einem der erfolgreichsten Internetauftritte von Greenpeace entwickelt, erklärt Hojsik. Seit dem Start der Seiten haben dort über eine halbe Million Besucher vorbeigeschaut.
Der Greenpeace-Chemieexperte Martin Hojsik war auf der weltgrößten Mac-Messe in San Fransisco. Dort erlebte er die Vorstellung des iPhones durch den Apple-Mitgründer und -Geschäftsführer Steve Jobs mit. Leider konnte man das Gerät anschließend nicht in die Hand nehmen, sagt Hojsik. Es waren lediglich Geräte in Vitrinen ausgestellt zum Anschauen.
Auch in Punkto Umweltverträglichkeit des iPhones hält sich Apple sehr bedeckt. Zwar erwähnte Jobs bei der Präsentation kurz, dass das siehe Stichwort "Mobilfunk" Handy recycablebar sein solle und es wohl auch Geräte mit S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln können (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik). Solarzellen geben werde. Doch in einschlägigen Fachzeitschriften wird spekuliert, ob der Akku beim neuen Apple-Handy genauso wie beim iPod nicht auswechselbar, sondern eingeschweißt sein wird.
Aus unserer Sicht wäre das kein Pluspunkt beim Ranking, sagt Hojsik. Dann müsste jedesmal das ganze Handy auf dem Müll landen, wenn was mit der Batterie nicht stimmt. Und das Handy wird es in sich haben, wenn man einen Blick auf iMac, iPod und Co. wirft.
Es geht auch anders
Einer der Gründe, weswegen Apple beim Einstufen durch Greenpeace nur das Schlusslicht darstellt, ist die Verwendung von P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet. PVC und bromierten Flammenschutzmitteln in den Geräten. Ebenfalls negativ schlug zu Buche, dass Apple nur dort, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist, Rückgabemöglichkeiten für ausrangierte Altgeräte anbietet. Ansonsten hält sich die als besonders innovativ und fortschrittlich geltende Firma beim Thema Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R. Recycling merklich zurück. Dass das Greenpeace-Ranking bei anderen Firmen ganz andere Reaktionen ausgelöst hat, zeigen die Konkurrenten.
Firmeninhaber Michael Dell kündigte jetzt ein weltweites Rücknahmesystem für Dell-Produkte an. Außerdem haben sie zugesagt, bei allen Geräten bis 2009 auf PVC und bromierte Flammenschutzmittel zu verzichten, erklärt Hojsik. Zudem hat Dell erkannt, dass grünere Geräte einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Auf diesem Weg befindet sich auch der chinesische Computerhersteller Lenovo. Der wird demnächst sogar in China ein Rücknahmesystem für Altgeräte organisieren, lobt Hojsik.
www.greenmyapple.org - Machen Sie mit!
Deshalb spricht eigentlich nichts dagegen, dass auch Apple diesen Weg einschlägt. Seit September 2006 wendet sich Greenpeace darum gezielt an Apple-Liebhaber. Auf den Internetseiten von www.greenmyapple.org werden die Mac-User über die gefährlichen Inhaltsstoffe und fehlende Umweltverträglichkeit aufgeklärt. Zugleich können sie sich an Apple wenden und mit eigenen kreativen Ideen ein Umdenken bei dem Elektronikhersteller fordern.
Inzwischen hat sich die Site zu einem der erfolgreichsten Internetauftritte von Greenpeace entwickelt, erklärt Hojsik. Seit dem Start der Seiten haben dort über eine halbe Million Besucher vorbeigeschaut.
Autor: Greenpeace e.V.
2779 Aufrufe
Stand: 8. August 2007
Erstellt: 17. Januar 2007
Stand: 8. August 2007
Erstellt: 17. Januar 2007
Weiterführende Informationen:
Weitere Meldungen zum Thema "Handy":
| Konsum kann tödlich sein! Köln, 11.11.2011: Wir können uns unseren Lebensstil nur auf Kosten anderer leisten. Das ist bekannt. Unbekannt ist hingegen, inwieweit sich schon die Produktion von Alltagsgegenständen wie Handys oder Kugelschreiber unmittelbar auf Kinderarbeit, umkippende Gewässer und Versteppung ganzer Landstriche auswirkt. |
| Studie von eBay und der Verbraucher Initiative e.V. zeigt: Mobile Information vor dem Kauf liegt im Trend Dreilinden / Berlin, 11.10.2011: Fast Dreiviertel aller Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs (74,1%) haben sich schon einmal mobil über einen Kaufgegenstand informiert. |
| Diagnose-Funk: Kinder besser vor Handystrahlung schützen Stuttgart, 28.09.2011: Strahlende Geschenke: Gut für das Weihnachtsgeschäft schlecht für die Gesundheit. Das Europäische Parlament und der Europarat fordern einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Strahlung durch Handys, sowie Informationskampagnen über potenzielle Gesundheitsgefahren. |
| BGH untersagt Handy-Sperre aus geringfügigem Anlass Berlin, 12.07.2011: Ein Mobilfunkanbieter darf den Handy-Anschluss nicht wegen eines kleinen Zahlungsrückstands oder aus einem anderen geringfügigen Anlass sperren. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen das Unternehmen E-Plus entschieden. Das Urteil hat Bedeutung für die gesamte Branche. |
| Russische Wissenschaftler schlagen Alarm: Erste Erkenntnisse über Handyschädigungen bei Kindern liegen vor! Zürich, 01.06.2011: Mit alarmierenden Daten gehen jetzt führende russische Strahlenschützer an die Öffentlichkeit. In einer Resolution weisen sie darauf hin, dass ihre Auswertung russischer und UNICEF Statistiken über die Zeit von 2000 bis 2010 und neue Forschungsergebnisse ergab, dass unter Kinder und Jugendlichen Krankheiten ansteigen, die auf die Handynutzung zurückführen sind. |
| EU verhindert Schockrechnungen beim Daten-Roaming Brüssel, 29.06.2010: Pünktlich zur Ferienzeit schützt die EU Reisende vor Schockrechnungen beim mobilen Internet-Surfen im europäischen Ausland. Vom 1. Juli an können Touristen und Geschäftsleute mit ihrem Handy in anderen EU-Ländern im Web surfen, Filme abrufen oder Fotos verschicken, ohne überteuerte Roaming-Rechnungen fürchten zu müssen. |
| Was das Handy nicht kann, kann der Fisch schon lange! Gerlingen, 18.05.2010: Während die Gefährlichkeit des Handys für das menschliche Gehirn nun aufgrund der Auswertungen der seit langem erwarteten Interphone-Studie in Frage gestellt ist, bestätigt sich die Gefährlichkeit von Fischkonsum zunehmend. |
| test.de: Jetzt einfach per Handy bezahlen Berlin, 16.02.2010: Das Handy wird zur virtuellen Geldbörse: Als eines der ersten Online-Portale in Deutschland führt die Stiftung Warentest heute auf test.de ein neues Bezahlverfahren per Handy ein. In rund 30 Sekunden ist ein kostenpflichtiger Artikel freigeschaltet, komplett ohne Registrierung, sagt Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen der Stiftung Warentest. |
| Verbraucherinteressen im Internet geschützt Berlin, 23.11.2009: Im Rahmen einer europaweiten Kampagne hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Gesetze zum Schutz der Verbraucherinteressen bei Mobilfunkanwendungen im Internet durchgesetzt. Alle in einer Untersuchung beanstandeten Internetseiten wurden korrigiert. |
| Gratisspiele im Internet: Perfide Abzocke mit kindlichem Spieltrieb Düsseldorf, 12.10.2009: Perfide Abzocke von Kindern und Jugendlichen bei zahlreichen "Gratis-Online-Spielen" prangert die Verbraucherzentrale NRW an. Zuweilen sogar mit Promi-Unterstützung nutzen die Betreiber den kindlichen Spieltrieb aus. Auf oftmals heimlichen Wegen produzieren Kids so Rechnungen von bis zu 2000 Euro - per Handy oder Kreditkarte der Eltern. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










