KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16985
Buschleute dürfen Angehörigen kein Wasser in die Kalahari-Wüste bringen
Berlin / London, 19.07.2010: Behörden in Botswana hindern die Kalahari Buschleute daran, ihren Angehörigen Wasser in das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) zu bringen, in eines der trockensten Gebiete der Erde.Der Schritt deutet darauf hin, dass Botswanas Regierung ihre langjährigen Bemühungen verschärft, die Buschleute von ihrem angestammten Land zu vertreiben und in Lagern neu anzusiedeln.
Wildhüter erklärten Buschleuten, sie dürften für den Transport von Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser keine Esel nutzen, da diese nicht länger erlaubt seien. Die betroffen Buschleute hatten versucht, ihren bedrängten Angehörigen im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) Wasser zu bringen.
Ohne den Zugang zu Fahrzeugen sind die Buschleute für den Transport des Wassers dringend auf die Esel angewiesen, um Freunden und Familien in dem Reservat Hilfe leisten zu können.
Trotz eines Urteils von Botswanas Oberstem Gerichtshof, das besagt, dass die Buschleute das Recht haben auf dem Land ihrer Vorfahren im Reservat zu leben, hat die Regierung den Bewohnern den Zugang zu einem Wasserbohrloch auf ihrem Land untersagt. In der Trockenzeit sind sie daher abhängig von Wasser von außerhalb des Schutzgebietes. Dieses ist ohne Esel äußerst schwierig zu transportieren.
Im vergangenen Monat zogen die Buschleute vor Gericht, um den Zugang zu ihrem Wasserbohrloch juristisch zu erstreiten. Das Urteil des Richters steht noch aus, wurde jedoch für Mittwoch, den 21. Juli, angekündigt.
Die neue Politik von Botswanas Regierung erscheint als eindeutige Verletzung von Vorschrift 25(1) der N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand. Nationalpark - und Wildpark-Regeln. Diese besagt, dass jeder in das Schutzgebiet eintreten kann, auf einem Pferd, Kamel, Esel oder einem anderen Tier reitend, das der Parkleiter genehmigt hat.
Vermutlich auf dieser Grundlage hat das Ministerium für Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen. Naturschutz und Nationalparks erklärt, dass Safaris auf dem Rücken eines Tieres (Kamel, Pferd etc.) genehmigt und gefördert werden müssen, wenn es sich um Zonen mit niedriger touristischer Dichte handele. Hierzu zählen auch Gebiete der Central Kalahari Game Reserve. Was für Buschleute inakzeptabel ist, scheint also für Touristen akzeptabel zu sein. Der Unterschied ist nur, dass letztere Geld bezahlen.
Botswanas Regierung hat außerdem die Eröffnung eines luxuriösen Safari-Camps genehmigt, inklusive Bar und Swimming Pool für Gäste. Neue Wasserlöcher wurden gebohrt, um - ausschließlich - wilde Tiere mit Wasser zu versorgen. In naher Zukunft wird die Regierung wahrscheinlich eine Lizenz für eine Diamantenmine ausstellen, die sich auf dem Land der Buschleute befindet. Auch für die Mine würden neue Wasserlöcher gebohrt, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Buschleute nicht mit Wasser versorgt werden.
Survival International ist eine weltweit aktive Nicht-Regierungsorganisation, die 1969 in London als Antwort auf den Genozid an indigenen Völkern im Amazonasgebiet gegründet wurde. Survival International -Direktor Stephen Corry erklärte heute: Wenn Touristen mit ethischer Gesinnung erkennen, was dort passiert, werden sie nicht in Gegenden reisen wollen, in denen sie Rechte genießen, die den indigenen Völkern ausdrücklich verweigert werden. Botswana sagt zwar, dass es mehr Touristen will, aber sein Handeln könnte kaum besser geeignet sein, um Touristen abzuschrecken. Die unablässige Unterdrückung der ersten Bürger Botswanas stellt einen weiteren Sargnagel für den Ruf des Landes dar.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.survivalinternational.de
Autor: Survival Deutschland
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Stand: 19. Juli 2010
Erstellt: 19. Juli 2010
Stand: 19. Juli 2010
Erstellt: 19. Juli 2010
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