KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16941
Mississippi-Alligator bricht aus Zirkus aus
Groß-Rohrheim (Kreis Darmstadt) / Gerlingen, 03.07.2010: Im südhessischen Groß-Rohrheim brach gestern Nacht ein ca. ein Meter langer Alligator aus dem Wanderzirkus Hein aus und sorgte für Aufregung. Polizisten fingen das Tier ein, nachdem Anwohner es nachts vor einem Geschäft auf dem Gehweg fanden.Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) warnt jetzt vor einer Verharmlosung des Ausbruchs. Freilaufende exotische Tiere können zu einer großen Gefahr für Menschen und ihre Haustiere werden, so PETA. Allein in diesem Jahr gab es in Deutschland zahlreiche Unfälle und Ausbrüche aus verschiedenen Zirkussen darunter ein Flusspferd, ein Känguru, ein Nashorn, zwei Elefanten und ein Tiger. Die Tierrechtsorganisation erneuert ihre Forderung nach einem Wildtierverbot im Zirkus.
Bei dem ausgebrochenen Tier handelt es sich laut Polizeibildern um einen Mississippi Alligator. Dieses Reptil kann bis zu 4,5 m lang werden und sogar Menschen töten. Das aus dem Zirkus ausgebrochene Tier war noch jung, jedoch mit einem Meter schon groß genug, um einem Kind den Finger abzubeißen oder Haustiere zu verletzen!, warnt Carola Schmitt, Sprecherin der PETA-Kampagne Wildtiere raus aus dem Zirkus. Laut PETA haben Alligatoren in keinem Zirkus etwas zu suchen. Die Reptilien reagieren sehr empfindlich auf Erschütterungen und Temperaturschwankungen. Schon allein aufgrund des ständigen Transportes wie im Zirkus üblich sind sie für die Zirkushaltung laut PETA völlig ungeeignet. Uns stellt sich die Frage, woher der Zirkus das Tier bekommen hat, so Schmitt. Denn der Handel mit Alligatoren ist in Deutschland stark eingeschränkt und die Abgabe an ein reisendes Unternehmen höchst verwerflich. PETA fordert von den Behörden Aufklärung und die Beschlagnahmung des Alligators.
Die Bundestierärztekammer spricht sich ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließung bis heute nicht umgesetzt im Gegensatz zu 13 europäischen Ländern, die bereits entweder Verbote oder starke Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Comedian Hella von Sinnen und Schauspielerin Tina Ruland.
Autor: PETA Deutschland e.V.
1047 Aufrufe
Stand: 3. Juli 2010
Erstellt: 3. Juli 2010
Stand: 3. Juli 2010
Erstellt: 3. Juli 2010
Weitere Meldungen zum Thema "Zootiere":
| Erneut totes Delfinbaby des Nürnberger Tiergartens – Tierschützer legen 100-Tage-Negativbilanz der Delfin-Lagune vor Nürnberg / Hagen / Radolfzell, 06.11.2011: Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal berichten von einer erneuten Delfin-Totgeburt der Nürnberger Delfinmutter Anke. |
| Schimpanse Bosko: Opfer des libyschen Bürgerkriegs Tripolis (Libyen), 30.09.2011: Das Noteinsatz-Team der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN war auf das Schlimmste gefasst, als es vorgestern zum zweiten Mal im Zoo von Tripolis eintraf. Während der 48-stündigen Anreise passierte das Team über 30 Checkpoints. |
| VIER PFOTEN Noteinsatz-Team versorgt Tiere im Bürgerkriegsgebiet in Libyen Hamburg, 11.09.2011: Das Noteinsatz-Team der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist als erste Hilfsgruppe in Tripolis angekommen. Sie folgen dem Hilferuf nach internationaler Unterstützung, um den mehr als 700 Tieren im Zoo von Tripolis zu helfen, die sich zu Zeiten des Bürgerkriegs in akuter Not befinden: |
| Schimpansen vegetieren im Beton-Bunker im Zoo Wuppertal Wuppertal / Gerlingen, 18.07.2011: Im Zoo Wuppertal müssen die beiden Schimpansen Epulu und Kitoto in einem ca. 40 m2 engen, grauen Bunker aus Beton und Glas leben. Dabei unterschreitet der Zoo die offiziellen sowie die verbandseigenen Haltungsrichtlinien gleich mehrfach. |
| Eisbären auf der Spur: „Klimahöhlen" bringen die Arktis nach Osnabrück Osnabrück, 16.06.2011: Das Eis wird dünn schneller als erwartet. Die Pole sind massiv vom Klimawandel bedroht. Die Gletscher schmelzen, das Wasser steigt. Den Eisbären geht ihr Lebensraum verloren. |
| Kasia und Basia in Sicherheit – VIER PFOTEN hat die beiden Bärinnen aus Polen in den BÄRENWALD Müritz überführt Hamburg / Stuer, 14.06.2011: Kasia und Basia sind am Wochenende wohlbehalten im BÄRENWALD Müritz in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Weil es in ihrer Heimat keine alternative Unterbringung gab, hätten die beiden gequälten Braunbärinnen aus einem polnischen Zoo vielleicht sterben müssen. |
| Hype um Heidi – Erst Kassenmagnet, dann Wegwerfware Leipzig / Gerlingen, 09.06.2011: Opossum Heidi im Zoo Leipzig in ein neues Gehege umgezogen. Das Ereignis wird medienwirksam inszeniert, denn die Beutelratte soll als neue Attraktion die rückläufigen Besucherzahlen des letzten Jahres anheben. |
| Raus aus der Hölle - VIER PFOTEN befreit zwei Bärinnen aus einem polnischen Zoo Hamburg/ Stuer, 02.06.2011: Weil es in ihrer Heimat keine alternative Unterbringung gibt, hätten die beiden gequälten Braunbärinnen Kasia und Basia aus einem polnischen Zoo vielleicht sterben müssen. Am 10. Juni 2011 wird VIER PFOTEN die Tiere retten und in ihr neues Zuhause nach Deutschland in den BÄRENWALD Müritz überführen. |
| Eisbärenbaby in Rotterdam: Knut wird kein Einzelfall bleiben Hamburg, 11.04.2011 In Rotterdam kam kürzlich ein Eisbärenbaby im Zoo zur Welt. Der kleine Vicks soll von der Firma WICK, die unter anderem Hustenbonbons herstellt, als Testimonial herangezogen werden. Für VIER PFOTEN ist klar: Eisbären gehören weder in den Zoo noch vor eine Kamera. |
| Knut starb an Hirnerkrankung: VIER PFOTEN kritisiert Eisbärenzucht Hamburg, 22.03.2011: Angesichts der Obduktion von Knuts Leiche, die eine Hirnerkrankung ergab, fordert die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN erneut ein Ende der Eisbärenhaltung in Zoos. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










