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Klappe, die Erste! Umwelt im Kameralicht junger Filmemacher


Bad Iburg, 23.04.2010: Kamera läuft – und Action: rund 100 Jugendliche aus ganz Europa tauchen derzeit in die Welt des Films ab. Mit dabei sind 26 Schüler des Gymnasiums Bad Iburg. Mit lustigen wie nachdenklichen Werbespots machen sie im Projekt „jugend denkt um.welt“ auf den Klimawandel aufmerksam und möchten andere zum Handeln anstiften.

Die Ergebnisse der internationalen Kampagne sollen jetzt mit einem Medienpaket verbreitet werden. Finanzielle Unterstützung kommt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie fördert die Dokumentation mit 70.000 Euro. „Wir hoffen auf viele Nachahmer der kreativen Initiative im In- und Ausland, damit der Nachhaltigkeitsgedanke weiter verbreitet wird“, erklärte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde bei der heutigen Bewilligungsübergabe an Bad Iburgs Bürgermeister Drago Jurak.

"Mit Medium Film zum aktiven und nachhaltigen Handeln auffordern"

Seit 2008 läuft das von der Stadt Iburg und dem Gymnasiallehrer Helmut Spiering angestoßene Projekt „jugend denkt um.welt“ unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering. „Jugendliche aus Deutschland, Polen, Frankreich, Kroatien und Island verwirklichen gemeinsam die Idee, mit dem Medium Film zum aktiven und nachhaltigen Handeln aufzufordern“, so Jurak. In Drehbuch-Arbeitskreisen haben sie zunächst den Stoff für ihre Geschichten entwickelt. Denkanstöße lieferte vor allem der „Europäische Jugendklimagipfel“ 2009. Teilnehmer aus ganz Europa diskutierten hier Strategien zum Schutz der Umwelt mit Politikern und Wissenschaftlern wie den Trägern des Deutschen Umweltpreises Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des UN-Umweltprogramms, und Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

Detlev Buck und Didi Hallervorden für junge Filmemacher vor Kamera

Mittlerweile läuf t die Produktion der Werbespots auf Hochtouren. Prominente wie Detlev Buck oder Didi Hallervorden stehen dabei für die jungen Filmemacher vor der Kamera. „Neben Musik eignet sich insbesondere das Medium Film sehr gut, um Jugendliche zu erreichen und zum Mitmachen zu bewegen“, erklärt Initiator Spiering.

Jugendliche für Fragen des Klimaschutzes interessieren

Die Ergebnisse sollen jetzt in einem Medienpaket zusammengefasst und veröffentlicht werden. Geplant sind ein 45-minütiger Dokumentarfilm, eine DVD mit den besten Umwelt-Werbespots sowie ein zweisprachiges Handbuch in Deutsch und Englisch. „Unser Ziel ist, Pädagogen im In- und Ausland für ähnliche Initiativen zu gewinnen“, so Spiering. „Gleichzeitig sollen Jugendliche in weiteren Ländern motiviert werden, sich für Fragen des Klimas zu interessieren und ihre eigenen Ideen zum Schutz der Umwelt zum Ausdruck zu bringen“, betont Brickwedde. Anhand von zahlreichen Beispielen, wie Auszügen aus Drehbüchern und Produktionsabläufen, soll das Material praxisnah erläutern, wie ein Vorhaben wie „jugend denkt um.welt“ auf die Beine gestellt werden kann. Es soll sowohl von freien Bildungsträgern als a uch von Schulen im Unterricht eingesetzt werden können.

Initiative „Courage zeigen – Fremdsein überwinden“ als Motor

Die Idee für das Projekt „jugend denkt um.welt“ ging hervor aus der Initiative „Courage zeigen – Fremdsein überwinden“, ebenfalls angestoßen von Spiering und in Projektträgerschaft der Stadt Bad Iburg. Mit immer wieder neuen Ideen und Konzepten setzt sich der Aktionskreis seit über drei Jahrzehnten für eine offene und tolerante Gesellschaft ein.
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
1406 Aufrufe
Stand: 23. April 2010
Erstellt: 23. April 2010

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