KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 17067
Gewerbegebiet Ostsee?
Hamburg, 27.08.2010: Es wird eng auf der Ostsee: Mit dem Wachstum verschiedener Wirtschaftszweige wie Schifffahrt, Windenergie, Fischerei und Tourismus in allen Anrainerstaaten wächst auch die Konkurrenz um Meeresflächen und Ressourcen. Der Druck auf das Ökosystem der Ostsee erhöht sich durch mangelhafte Planung der Meeresnutzung.Es droht eine hoffungslose Übernutzung. In einem heute veröffentlichen Report Zukunftstrends in der Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee beleuchtet der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF fünfzehn Wirtschaftbereiche und Nutzungsansprüche an den Ostseemeeresraum für die nächsten zwanzig Jahre. Der WWF warnt vor kollidierenden Ansprüchen einzelner Wirtschaftssektoren auch untereinander und fordert daher eine integrierte und umweltschonende Raumplanung für die Ostsee.
Zu den untersuchten Wachstumsbranchen zählen Schifffahrt und Hafenausbau. Die Anzahl der Schiffe auf der Ostsee wird sich laut WWF bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Dabei zählt die Ostsee zählt bereits jetzt zu den weltweit am stärksten befahrenen Meeresregionen und verkraftet bis zu 15 Prozent der Weltschifffahrt. Der Transport von Öl in Tankern hat sich allein in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Ein weiterer Anstieg bis auf 400 Millionen Tonnen Öl im Jahr 2030 wird prognostiziert. Mit dem zunehmenden Der S. ist v.a. bedeutsam für den Gütertransport. Der Personenverkehr mit Schiffen spielt mengenmäßig kaum eine Rolle. Schiffsverkehr steigt auch das Unfallrisiko. Der Sektor Offshore- Die in Wind enthaltene mechanische Energie kann in Windkraftanlagen mit einem Wirkungsgrad von ca. 40% zur Stromerzeugung und zum Antrieb von Maschinen (Wasserpumpen, Getreidemühlen) genutzt werden. Windenergie könnte seine Kapazitäten nach WWF-Angaben bis 2030 um 6000 Prozent erhöhen, wenn alle bestehenden Pläne für Windfarmen umgesetzt würden. Ostseeweit würden dann 67 Windparks insgesamt ca. 25.000 Megawatt Physikalisch: Bewegte elektrische Ladungen (Elektrizität) werden als elektrischer S. bezeichnet. Strom erzeugen.
Die ca. 150 Meter hohen Turbinen würden eine Fläche von 2.500 Quadratkilometern einnehmen. Der wachsende Platzbedarf der Windparks wird zunehmend in Lebewesen stehen in einem K.-Verhältnis zueinander, wenn sie die gleichen für sie wesentlichen Umweltfaktoren eines Biotops nutzen, diese aber nicht für alle sie beanspruchenden Lebewesen ausreichen. Konkurrenz zu Ansprüchen anderer Sektoren wie Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l Fischerei , Schifffahrt, siehe Sanfter Tourismus, Nachhaltiger Tourismus, Blaue Flagge, Freizeit und Umwelt, Alpen, Schutzwald. Tourismus , Kabeltrassen oder Pipelinebau stehen. Alle Aktivitäten haben Auswirkungen auf die Meeresumwelt.
In diesem Dickicht aus konkurrierenden Nutzungsinteressen droht die Ostsee zu ersticken, es bleibt kein Raum für die Gesundung des Meeres warnt Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros. Die Politik muss sich vom Planungsprinzip Flickenteppich verabschieden und Meeresraumplanung zur Chefsache machen. Die Regierungen der Ostseestaaten müssten ein verträgliches Meeresmanagement einführen und gegenüber ihren Sektorinteressen durchsetzen. Der WWF fordert die Regierungen zudem auf, realistische Kapazitätsgrenzen für die Ostsee zu setzen. Grundlage hierfür böte der HELCOM Aktionsplan und die Definition der EU für einen guten Umweltzustand der Ostsee.
Nicht nur die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt würde von besserer Planung profitieren. Die EU Kommission hat in einem Report 2009 festgestellt, dass Meeresraumplanung im EU-Raum zwischen 170 Millionen und 1,3 Milliarden Euro bis 2020 einsparen könnte, bis 2030 zwischen 418 Millionen und 1,8 Milliarden Euro.
Autor: WWF Deutschland
927 Aufrufe
Stand: 27. August 2010
Erstellt: 27. August 2010
Stand: 27. August 2010
Erstellt: 27. August 2010
Weitere Meldungen zum Thema "Ostsee":
| Erfolgreiche Kampagne des Umweltinstitut München: 36.000 Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm München, 04.01.2012: Heute wurden vom Umweltinstitut München e.V. die letzten Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm bei den zuständigen polnischen Behörden eingereicht. |
| Lachs und Scholle - nicht so dolle Hamburg, 23.10.2011: Die Fischereiminister der EU haben gestern in Luxemburg festgelegt, wie viel Fisch 2012 in der Ostsee gefangen werden darf. Der WWF lobt die generelle Annäherung an wissenschaftliche Empfehlungen, kritisiert aber die Entscheidungen zu Lachs und Scholle, die trotz Kürzungen stark hinter den Kommissionsvorschlägen zurückbleiben. |
| Ölpest in Neuseeland: Die Lage spitzt sich zu! Herne, 17.10.2011: Das Auseinanderbrechen des Havaristen scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Bislang ist erst ein Teil des an Bord befindlichen Betriebsöls ins Meer gelangt. Mehr als 1000 weitere Tonnen Öl könnten sich in den nächsten Tagen noch ins Meer ergießen. |
| Einsatz für Wald und Wiese: Freiwillige engagieren sich für Naturerbe auf Usedom Peenemünde / Osnabrück, 26.09.2011: So lässt sich der Urlaub sinnvoll verbringen: An der frischen Luft arbeiten und dabei eine Menge über sich und verschiedene ökologische Lebensräume lernen. Vom 26. September bis 1. Oktober ist das für 25 freiwillige Teilnehmer aus ganz Deutschland auf der Ostseeinsel Usedom möglich: |
| Reformstau auf dem Seeweg Hamburg, 25.09.2011: Anlässlich des Weltschifffahrtstages am 24. September fordert der WWF die schnellere Umsetzung und wirksamere Kontrolle von Umweltauflagen in der Schifffahrt. Die Internationale Meeresbürokratie ist langsam und ineffizient. |
| Reisen ohne schlechtes Gewissen: Nachhaltige Angebote schonen Menschen und Umwelt Berlin, 20.09.2011: Für viele Menschen ist der Urlaub die schönste Zeit im Jahr. Dass der weltweite Tourismus auch negative Auswirkungen auf die Reiseländer, für die Umwelt und das Klima hat, ahnen manche beim Anblick der zubetonierten Küsten. |
| Schlechte Noten für Ostseeschutz: WWF veröffentlicht aktuelle Rangliste für Meeresschutz der Ostseestaaten Hamburg / Stockholm, 31.08.2011: Wirksamer Umweltschutz lässt im gesamten Ostseeraum weiter auf sich warten. Zu diesem Ergebnis kommt der heute vom WWF veröffentlichte Ländervergleich: Sieben von neun Anrainerstaaten fallen in puncto Ostseeschutz glatt durch, bilanziert Jochen Lamp, Ostsee-Experte des WWF Deutschland. |
| BUND fordert entlang früherer innerdeutscher Grenze Nationales Naturmonument Berlin, 10.08.2011: Anlässlich des 50. Jahrestages der Befestigung der innerdeutschen Grenze und des Mauerbaus in Berlin hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Erinnerungslandschaft Grünes Band" gefordert. |
| Ausstellung: Fischerei in der Vitrine Hamburg, 07.07.2011: Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch das Meer, weltweit ernähren sich Millionen Menschen durch Fischerei doch das Gleichgewicht zwischen Mensch und Ozean droht zu kippen. 85 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen genutzt. |
| Ohne Naturschutz wirtschaftliche Nutzung der Meere gefährdet Hamburg, 08.06.2011: Siebzig Prozent unseres Planeten sind von Wasser bedeckt. Die Meere beeinflussen unser Klima und liefern die Ernährungsgrundlage für Millionen Menschen. Die Faszination, die vom Meer ausgeht, ist ungebrochen. Der morgige Internationale Tag der Ozeane ist dem Schutz der Meere und seiner Bewohner gewidmet. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










