KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 17017
Atomkonsens einhalten: Atomlobbyisten in die Schranken weisen!
Berlin, 02.08.2010: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Atomindustrie vorgeworfen, die enormen Probleme bei der Entsorgung des Atommülls und die Risiken des Weiterbetriebs von Atomkraftwerken vollständig auszublenden. Es sei entlarvend, dass RWE-Chef Jürgen Großmann in seinem heute in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Plädoyer für längere AKW-Laufzeiten beide Themen überhaupt nicht erwähnt habe. Wer die Risiken der Umgangssprachliche Bezeichnung für die Energie, die aus der Spaltung von Atomkernen hervorgeht. Atomenergie verschweige oder verharmlose, ignoriere nicht nur das Recht kommender Generationen auf eine unversehrte Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt . Bei einem Reaktorunfall stelle sich auch die Frage der persönlichen Mitschuld. Wie gefährlich der Betrieb der Atommeiler sei, habe erneut am letzten Freitag ein Störfall in einem der ältesten Atommeiler in Deutschland, im hessischen Abkürzung für Atomkraftwerk. AKW Biblis B, gezeigt. Der Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth. BUND -Vorsitzende Hubert Weiger forderte Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, das rein profitorientierte Interesse der Stromkonzerne an verlängerten AKW-Laufzeiten nicht zur Grundlage der deutschen Energiepolitik zu machen. Ein einziges zusätzliches Betriebsjahr bei nur einem Umgangssprachliche Bezeichnung für Kernkraftwerk, die physikalisch nicht korrekt ist, denn nicht das Atom, sondern der Atomkern wird gespalten. Atomkraftwerk vergrößere den zu entsorgenden Atommüllberg um weitere 400 Tonnen.
"Heute wollen die Chefs der vier großen Energieunternehmen nicht mehr an deren Unterschriften unter den Atomausstiegsvertrag vor zehn Jahren erinnert werden", sagte Weiger. "Es wäre ein in der deutschen Geschichte beispielloser Vorgang, wenn es einigen wenigen Energiebossen gelänge, den mit der Regierung abgeschlossenen Atomausstiegsvertrag zu kippen. Das Primat der Politik wäre erledigt, der Schwanz Atomindustrie würde mit dem Hund Bundesregierung wedeln", sagte Weiger.
Die Branche der erneuerbaren Energien könne ihr Ziel, 2020 die Hälfte des Stroms in Deutschland zu liefern, nur erreichen, wenn die Atomenergie und die Kohleverstromung zu Auslaufmodellen würden. Diese Tatsache sowie die Skandale um die Atommülllager Asse und Gorleben müssten Umweltminister Röttgen und Kanzlerin Merkel dazu bewegen, Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke abzulehnen und stattdessen kürzere Laufzeiten durchzusetzen. Der BUND kündigte für den Herbst neue Anti-Atom-Demonstrationen an. Bereits am 18. September werde eine Kette von Atomkraftgegnern das Berliner Regierungsviertel umzingeln.
Autor: BUND Freunde der Erde
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Stand: 2. August 2010
Erstellt: 2. August 2010
Stand: 2. August 2010
Erstellt: 2. August 2010
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