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Katalonien verbietet Stierkampf


Gerlingen, 28.07.2010: Das katalonische Parlament hat heute Morgen für ein Stierkampf-Verbot in der gesamten Region Katalonien gestimmt. Mit 68 Stimmen gab es eine klare Mehrheit für das Verbot, 55 stimmten dagegen, bei 9 Enthaltungen.

Das Gesetz tritt ab 2012 in Kraft. Örtliche Tierschützer hatten im Vorfeld über 180.000 Unterschriften für ein Stierkampfverbot gesammelt und diese im April 2009 dem Parlament vorgelegt. Weltweit haben sich vor kurzem Städte aus ganz Spanien, Frankreich, Kolumbien, Venezuela und Ecuador gegen die tierquälerische „Tradition“ ausgesprochen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) fordert schon seit Jahren ein Stierkampf-Verbot in ganz Spanien und spricht anlässlich der heutigen Entscheidung von einem „historischen Sieg für die Tiere“.

„Das Stierkampf-Verbot in Katalonien ist ein wichtiger Impuls für ganz Spanien und ein toller Erfolg für die Tiere! Wir freuen uns riesig über das Abstimmungsergebnis und hoffen, dass die anderen Regionen jetzt schnell gleichziehen!“, so Kampagnenleiterin Tanja Wiemann von PETA. Katalonien ist bereits die zweite spanische Region, die Stierkampf aus ihren Arenen verbannt hat. Auf den kanarischen Inseln ist diese Form der Tierquälerei schon seit 1991 verboten. Mehr als 40.000 Stiere kommen jährlich bei den inszenierten Kämpfen ums Leben. Doch in der spanischen Bevölkerung sinkt die Unterstützung: Über 70 Prozent der Spanier lehnen das grausame Spektakel heute ab – eine Steigerung von über 50 Prozent seit den 1980er Jahren. In der französischen Bevölkerung beziehen sogar 80 Prozent der Befragten Stellung gegen die Stierkämpfe. „Tiere für Unterhaltungszwecke zu quälen ist eine Praktik aus dem finsteren Mittelalter”, sagt Wiemann. „Wenn sich Spanien zum modernen Europa zählen will, muss es die beschämenden Stierkämpfe ein für alle Mal beenden.“ Weitere Informationen finden Sie auf: www.peta.de/stierkampf
Autor: PETA Deutschland e.V.
1086 Aufrufe
Stand: 29. Juli 2010
Erstellt: 29. Juli 2010

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