KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16873
Raubbau am Meer stoppen
Hamburg, 08.06.2010: Zum Welttag der Ozeane warnt der WWF vor der fortschreitenden Industrialisierung und Plünderung der Weltmeere. Die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verdeutliche welche Risiken mit der zunehmenden Förderung von Rohstoffen auf dem Meer verbunden sind.Verschmutzungen durch Industrieabwässer und Schifffahrt, Düngemitteleintrag aus der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft , sowie Überfischung durch industrielle, weltweit operierende Fangflotten bedrohen die Weltmeere zusätzlich. Der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF fordert ein Netz aus Meeresschutzgebieten, um besonders sensible marine Ökosysteme zu schützen. Die Ozeane bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche, bislang steht weniger als ein Prozent der Meere unter Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen. Naturschutz .
Wir können die Schatztruhe der Meere nicht weiter rücksichtslos plündern, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. Insbesondere für Offshore-Förderanlagen und Schifffahrt muss es Nutzungseinschränkungen und strengere Sicherheitsvorgaben geben, um Umweltkatastrophen vorzubeugen. Die Rohstoffgewinnung aus dem Meer spielt angesichts zunehmend erschöpfter Quellen an Land eine wachsende Rolle in der Weltwirtschaft. Rund 30 Prozent des Rohöls stammt schon heute von Förderanlagen im Meer. Rund 400 Bohrplattformen gibt es allein in der Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen Nordsee . Im Normalbetrieb gelangen hier jährlich 14.000 Tonnen Öl ins Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser . Hinzu kommen giftige Bohrschlämme und Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen. Chemikalien . Westlich der britischen Inseln, vor den Färöer Inseln und in der Barentssee sind zudem neue Förderanlagen geplant, die Öl aus bis zu 1000 Metern Tiefe gewinnen sollen. In diesen Tiefen wäre man im Notfall genau wie am Golf von Mexiko auf den Einsatz von Robotern bei den Reparaturarbeiten beschränkt.
Bislang wird auf Meeresschutzgebiete und besonders empfindliche Lebensräume auch hierzulande wenig Rücksicht genommen. Die Plattform Mittelplate fördert mithilfe einer Ausnahmegenehmigung seit 1985 Öl im N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand. Nationalpark Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt. Wattenmeer . Mitten in den NATURA 2000 Schutzgebieten Sylter Außenriff und Östliche Deutsche Bucht wurde der Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau. Abbau riesiger Mengen Sand und Kies genehmigt, die Zerstörung artenreicher Lebensräume wird dabei in Kauf genommen. Das vom WWF eingereichte Beschwerdeverfahren ist seit zwei Jahren anhängig.
Zu den größten Bedrohungen für die Meeresumwelt gehören die Überfischung und zerstörerische Fangmethoden wie der Einsatz von Bodenschleppnetzen. Obwohl zehn Flächen in Nord- und Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands als Meeresschutzgebiet ausgewiesen sind, ist die Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l Fischerei in allen diesen Gebieten zugelassen.
Zum Schutz der Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt in unseren Meeren sind auch fischereifreie Zonen und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände nötig sagt Stephan Lutter, WWF Experte für Meeresschutz. Die Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen. Ressourcen der Meere sind endlich und das müssen wir bei ihrer Nutzung berücksichtigen.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 8. Juni 2010
Erstellt: 8. Juni 2010
Stand: 8. Juni 2010
Erstellt: 8. Juni 2010
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