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Umweltlexikon

Zum Welttag der Ozeane warnt der WWF vor der fortschreitenden Industrialisierung und Plünderung der Weltmeere.



Die Europäische Kommission hat heute eine neue Studie vorgelegt, die der Frage nachgeht, wie die Länder in Europa mit geschlechterspezifischen Ungleichgewichten im Bildungsbereich umgehen.


Werbung mit Klimaschutzargumenten darf die Verbraucher nicht mit Selbstverständlichkeiten in die Irre führen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sieben Verbraucherzentralen haben deshalb 38 Unternehmen bundesweit abgemahnt, die für ihre Produkte mit dem Hinweis warben sie seien FCKW-frei, obwohl FCKW seit langem verboten ist.


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich des Oder-Hochwassers die Reformierung der Wasserstraßenverwaltung gefordert.


Mit insgesamt 5.000 Euro ist der Hochwasserpreis der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V. dotiert, der sich vorallem an Kunstschaffende auch über den Mitgliedsbereich der HWNG Rhein hinaus richtet.


Angesichts der unabsehbaren Umweltschäden durch die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert der WWF ein Aussetzen weitere neuer Bohrvorhaben auf See.




Hohe CO2-Einsparung und gute Vermittlungsquoten






große Chance auch für Entwicklungsländer.


Raubbau am Meer stoppen


Hamburg, 08.06.2010: Zum Welttag der Ozeane warnt der WWF vor der fortschreitenden Industrialisierung und Plünderung der Weltmeere. Die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verdeutliche welche Risiken mit der zunehmenden Förderung von Rohstoffen auf dem Meer verbunden sind.

Verschmutzungen durch Industrieabwässer und Schifffahrt, Düngemitteleintrag aus der Landwirtschaft, sowie Überfischung durch industrielle, weltweit operierende Fangflotten bedrohen die Weltmeere zusätzlich. Der WWF fordert ein Netz aus Meeresschutzgebieten, um besonders sensible marine Ökosysteme zu schützen. Die Ozeane bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche, bislang steht weniger als ein Prozent der Meere unter Naturschutz.
„Wir können die Schatztruhe der Meere nicht weiter rücksichtslos plündern“, sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. „Insbesondere für Offshore-Förderanlagen und Schifffahrt muss es Nutzungseinschränkungen und strengere Sicherheitsvorgaben geben, um Umweltkatastrophen vorzubeugen.“ Die Rohstoffgewinnung aus dem Meer spielt angesichts zunehmend erschöpfter Quellen an Land eine wachsende Rolle in der Weltwirtschaft. Rund 30 Prozent des Rohöls stammt schon heute von Förderanlagen im Meer. Rund 400 Bohrplattformen gibt es allein in der Nordsee. Im Normalbetrieb gelangen hier jährlich 14.000 Tonnen Öl ins Wasser. Hinzu kommen giftige Bohrschlämme und Chemikalien. Westlich der britischen Inseln, vor den Färöer Inseln und in der Barentssee sind zudem neue Förderanlagen geplant, die Öl aus bis zu 1000 Metern Tiefe gewinnen sollen. In diesen Tiefen wäre man im Notfall genau wie am Golf von Mexiko auf den Einsatz von Robotern bei den Reparaturarbeiten beschränkt.

Bislang wird auf Meeresschutzgebiete und besonders empfindliche Lebensräume auch hierzulande wenig Rücksicht genommen. Die Plattform Mittelplate fördert mithilfe einer Ausnahmegenehmigung seit 1985 Öl im Nationalpark Wattenmeer. Mitten in den NATURA 2000 Schutzgebieten Sylter Außenriff und Östliche Deutsche Bucht wurde der Abbau riesiger Mengen Sand und Kies genehmigt, die Zerstörung artenreicher Lebensräume wird dabei in Kauf genommen. Das vom WWF eingereichte Beschwerdeverfahren ist seit zwei Jahren anhängig.
Zu den größten Bedrohungen für die Meeresumwelt gehören die Überfischung und zerstörerische Fangmethoden wie der Einsatz von Bodenschleppnetzen. Obwohl zehn Flächen in Nord- und Ostsee in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands als Meeresschutzgebiet ausgewiesen sind, ist die Fischerei in allen diesen Gebieten zugelassen.

„Zum Schutz der Artenvielfalt in unseren Meeren sind auch fischereifreie Zonen und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände nötig “ sagt Stephan Lutter, WWF Experte für Meeresschutz. „Die Ressourcen der Meere sind endlich und das müssen wir bei ihrer Nutzung berücksichtigen.“
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Weltmeere":
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Berlin, 30.01.2010: Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar!
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Südfrankreich, Kiel, 11.09.2009: Erstklassige Bohrkerne geben Kieler Geologen Aufschluss über das Timing und die Ursachen eines sauerstofffreien Ereignisses im Kreideozean. Vor 119 Millionen waren die Weltmeere kurz vor dem Ersticken. Der Grund: akuter Sauerstoffmangel. Das belegen weltweit geologische Funde, zum Beispiel in ...
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Rom, 04.12.2008: Die Weltmeere werden lauter. Ursachen dafür sind der Anstieg des Schiffsverkehrs und seismischer Aktivitäten sowie die Entwicklung neuartiger Sonarsysteme der Militärs. Intensiver Schall und Lärmteppiche stellen eine Bedrohung für die bei ihrer Kommunikation und Orientierung auf Schall angewiesenen Meeressäugetiere dar. Zu diesem Schluss gelangt eine Allianz von Artenschutzorganisationen im Rahmen ...
Windräder mit Walflossen Windräder mit Walflossen
München, 31.03.2008: Buckelwale sind nicht nur die besten Sänger der Tiefsee, sie sind auch Meister der Strömungsmechanik. Wendig, wie man es den bis zu 15 Meter langen und 30 Tonnen schweren Kolossen kaum zutraut, durchpflügen sie die Weltmeere. Das Geheimnis dieser Gewandtheit liegt in den Tuberkeln an den Vorderkanten der Brustflossen.
Piratenfischer zerstören unsere Meere Piratenfischer zerstören unsere Meere
Hamburg, 03.03.2007: Piraten sind charmant, haben Kajal umrandete Augen, sehen aus wie Johnny Depp - und heißen Captain Sparrow. So sieht es ein Drehbuch vor. Doch die Weltmeere erzählen eine andere, weitaus weniger schöne Piratengeschichte. Diese ist tragischerweise real und endet nicht vor den Toren Hollywoods.
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Baden-Baden, 20.01.2007: Die Internationalen Seefahrtorganisation (IMO) geht davon aus, dass 40 Prozent aller Ölverschmutzung von den zehntausenden Schiffen stammt, die täglich auf dem Weltmeeren unterwegs sind. Der Kapitän eines Hamburger Luxus-Kreuzfahrtschiffes, auf dem die Passagiere bis zu 1.000 Dollar pro Tag bezahlen, war sauer: Ein Passagier hatte ihn gefragt: "Sie fahren mit Schweröl - muss das sein?"
Leinen los für Kids for Oceans Leinen los für Kids for Oceans
Timmendorfer Strand/Hamburg, 18.09.2006: Rund 50 Kinder aus Norddeutschland engagierten sich am Sonntag für den Schutz der Meere auf dem Sealife-Aktionstag in Timmendorfer Strand. Die Kids for Oceans informieren an der Ostsee über die Bedrohungen der Weltmeere und sammeln Meeresschützer. Mit diesem Aktionstag starten bundesweit Kinder und Jugendliche, die sich als Greenteams engagieren, ihre ....
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Hamburg, 08.06.2006: Leergefischt, vollgemüllt und vergiftet - der Zustand der Weltmeere ist dramatisch. Besonders bedroht ist die Tiefsee, der größte Lebensraum der Erde, jedoch weniger erforscht als der Mond. Während morgen der internationale World Ocean's Day, der Welttag der Meere, begangen wird, durchpflügt eine Flotte von Grundschleppnetzfischern die Hohe See und zerstört einen der ....
Plünderung der Meere Plünderung der Meere
Hamburg, 20.05.2006: Die internationalen Fischereiabkommen, mit denen die Überfischung auf hoher See gestoppt werden soll, haben bislang weitgehend versagt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue WWF-Studie, die die Praxis der insgesamt 16 regionalen Fischereiabkommen untersucht. Diese Abkommen regeln die Fischerei auf den Weltmeeren außerhalb der nationalen 200 Seemeilen-Zonen.

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