im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Politik und Wirtschaft
EU-Analyse unterstreicht wirtschaftliche Vorteile von stärkerem Klimaschutz
Wie wär´s mit einer grünen FDP, Herr Wirtschaftsminister? Offener Brief von Franz Alt an Philipp Rösler
EU will sich aus Tierschutz zurückziehen
Unilever schert sich nicht um Palmöl-Opfer
Klientelpolitik statt Energiepolitik
Letzter Akt für die ZDF-Serie „Unser Charly“
Erfolgreiche Kampagne des Umweltinstitut München: 36.000 Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm
Umweltschutz-Bilanz 2011: Fukushima, „halber“ Atomausstieg und die Untätigkeit einer Verbraucherschutzministerin. 2012 entscheidend für Agrarreform
Lacoma-Baumbesetzung: Polizei räumt rechtswidriges Vorgehen gegen ROBIN WOOD-Aktivisten ein
Outdoor-Konzern Patagonia setzt auf Tierquälerei: Patagonia-Daunen aus brutaler Stopfmast
Inserate

Köhler hat verstanden: Auto-Umweltkosten höher als der ADAC wahrhaben will


Berlin, 23.03.2010: Im Streit um die Kosten des Verkehrs und die zu große Abhängigkeit der Wirtschaft von der Automobilindustrie hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vorgeworfen, seine Rolle zu verkennen.

Indem er sich auf die Seite des ADAC stelle und die Vorschläge von Bundespräsident Horst Köhler für eine zukunftsfähige Mobilität zurückweise, wende er sich indirekt auch gegen die Autofahrer. Deren Mobilität sei nicht durch moderat steigende Benzinpreise wie im Falle der Ökosteuer bedroht. Sie sei bedroht, weil der weltweit explodierende Ölverbrauch die Preise nach oben treibe und das Öl zunehmend knapper werde.

Inzwischen steige deshalb die Nachfrage nach sparsamen Fahrzeugen. Deutsche Autohersteller würden diesen Trend jedoch weitgehend ignorieren, indem sie weiter auf übermotorisierte PS-starke Autos der sogenannten "Premiumklasse" setzten. "Es wäre hilfreicher, wenn Peter Ramsauer die Hersteller zur Produktion leichterer und sparsamerer Fahrzeuge auffordern würde", sagte der BUND -Verkehrsexperte Werner Reh. "Unterlässt er dies, dann trägt er Verantwortung dafür, wenn die nächste Ölkrise der deutschen Wirtschaft schweren Schaden zufügt", so Reh.

Die Öffentlichkeit werde auch getäuscht, indem die Produktion von "Premiumwagen" als Arbeitsplatz sichernde Zukunft der Autoindustrie gepriesen werde. Damit würden viele Politiker genauso wie die Manager der deutschen Autokonzerne erneut eine ökologische Herausforderung verschlafen - diesmal den Trend zu kleineren und leichteren Fahrzeugen. Für eine zukunftsfähige Mobilität seien entschlossene Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung, zur Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel und ein Ausbau von Radwegen und Fußgängerzonen erforderlich.

Reh warf der Industrie vor, die Probleme schwindender Ölreserven und des fortschreitenden Klimawandels auszublenden. Um den Erfordernissen des Klimaschutzes gerecht zu werden, müssten die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Pkw bis 2020 auf etwa 80 Gramm pro Kilometer sinken. Dies bedeute eine Verdoppelung der Effizienz neuer Autos. Gelinge dies nicht, würden die Anhebung der Mineralölsteuer oder eine CO2-Abgabe für Pkw und damit drastisch steigende Benzinpreise unvermeidlich.

Reh: "Die Autoindustrie muss handeln. Mit dem Einsatz von dreihundert Euro lassen sich die CO2-Emissionen eines VW-Golf um 40 Gramm - also um fast ein Viertel - senken. Diese Kosten kommen durch die Spriteinsparung in etwa zwei Jahren wieder rein. Wenn ein Kompaktwagen nur noch 800 Kilogramm statt 1,3 Tonnen wiegt, werden bei angepasster Motorleistung und entsprechender Fahrweise noch einmal vierzig Gramm CO2 pro Kilometer eingespart. Das Ziel heißt zukunftsfähige Mobilität. Das ist die Richtung, die Köhler meint, die dem Autofahrer nützt und in die Ramsauer offensichtlich getrieben werden muss."

Mehr Informationen:
Thema Verkehr beim BUND
Autor: BUND Freunde der Erde
2338 Aufrufe
Stand: 23. Maerz 2010
Erstellt: 23. Maerz 2010

Weitere Meldungen zum Thema "Automobil":

Ab heute gilt für Pkw „unsinnigstes Öko-Label Deutschlands“ Ab heute gilt für Pkw „unsinnigstes Öko-Label Deutschlands“
Berlin, 01.12.2011: „Wenn in den Autohäusern ab sofort das neue farbige Pkw-Verbrauchslabel auftaucht, sollten sich potentielle Autokäufer an allem orientieren, nur nicht an diesem Label“, so Jens Hilgenberg, Verkehrsexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Rote Laterne für deutsche Pkw Rote Laterne für deutsche Pkw
Berlin, 29.09.2011: Wenn es um saubere Autos geht, fahren die deutschen Hersteller der Konkurrenz immer stärker hinterher. Dies zeigt eine jetzt vorgestellte Studie von „Transport and Environment“, einem Bündnis europäischer Umweltorganisationen im Verkehrssektor.
BUND brandmarkt auf IAA geplante Pkw-Kennzeichnung als „hirnrissigstes Öko-Label Deutschlands“ BUND brandmarkt auf IAA geplante Pkw-Kennzeichnung als „hirnrissigstes Öko-Label Deutschlands“
Frankfurt / Berlin, 15.09.2011: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) protestierte auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt/Main gegen die ab Dezember geltende neue Verbrauchs-Kennzeichnung für Neuwagen.
Bestnoten für Spritschlucker? Bestnoten für Spritschlucker?
Berlin, 07.07.2011: Eine Irreführung der Verbraucher droht durch den Vorschlag der Bundesregierung für die CO2-Kennzeichnung von Autos. Das kritisiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und fordert den Bundesrat auf, in seiner morgigen Sitzung den Verordnungsentwurf abzulehnen.
Volkswagen: Greenpeace enthüllt die dunkle Seite des Automobilkonzerns Volkswagen: Greenpeace enthüllt die dunkle Seite des Automobilkonzerns
Wien, 28.06.2011: Mit einer Parodie des Werbespots „The Force“ zum neuen VW Passat wirft Greenpeace ein Licht auf die „dunkle Seite“ des Konzerns. Die unabhängige Umweltschutzorganisation veröffentlichte heute unter www.vwdarkside.com eine Weiterführung des Spots in der von VW....>
Spritverbrauch deutscher Firmenwagen - der DUH-Nachhaltigkeits-Glaubwürdigkeits-Check Spritverbrauch deutscher Firmenwagen - der DUH-Nachhaltigkeits-Glaubwürdigkeits-Check
Berlin, 21.06.2011: Kaum ein deutsches Unternehmen verzichtet heute darauf, sich in seiner Selbstdarstellung als nachhaltig und dem Klimaschutz verpflichtet darzustellen. Am Beispiel ihrer Dienstwagenflotten hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) 153 von ihnen einem Glaubwürdigkeits-Check unterzogen – mit insgesamt ernüchterndem Ergebnis. Den Nachhaltigkeits- und Transparenzbeteuerungen der in jedem Jahr aufwändigeren Firmenberichte hält die Realität der Dienstwagen und ihrer Kraftstoffverbräuche in den meisten Fällen nicht stand.
Erste internationale Flüge des Solar Impulse-Flugzeugs Erste internationale Flüge des Solar Impulse-Flugzeugs
Leverkusen, 14.05.2011: Es ist abgehoben und lässt zum ersten Mal die Schweizer Grenze hinter sich: Das Solar Impulse-Flugzeug, das nur mit Sonnenenergie fliegt, hat seine erste internationale Destination angesteuert, die europäische Hauptstadt Brüssel.
Generation Mietwagen - Neue Konzepte zur Zukunft der Mobilität Generation Mietwagen - Neue Konzepte zur Zukunft der Mobilität
München, 23.02.2011: Auf der Pariser “Expo Porte de Versailles” stellten Ende 2010 namhafte Automobilhersteller mit den neuesten Elektroautos und Hybridantrieben ihre Lösungen für die Zukunft unserer mobilen, globalisierten Gesellschaft vor. Der Wettbewerb um die Entwicklung des “umweltfreundlichsten Autos” ist in vollem Gange, denn auch die Autoindustrie hat inzwischen erkannt:
125 Jahre Auto: zu wenig für die Umwelt getan 125 Jahre Auto: zu wenig für die Umwelt getan
Stuttgart / Berlin, 30.01.2011: Anlässlich der morgen stattfindenden Jubiläumsfeier „125 Jahre Automobil“ in Stuttgart hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der Autoindustrie vorgeworfen, die negativen Folgen der Motorisierung für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit der Menschen weitgehend auszublenden.
Kraftstoffverbrauch senken dank effizientem Pumpensystem Kraftstoffverbrauch senken dank effizientem Pumpensystem
Würzburg, 24.11.2010: Die IGEL Ingenieurgemeinschaft Erich Leitner AG erhält für ihre Entwicklung einer energieeffizienten Kühlmittelpumpe für Automotoren den Innovationspreis des „Network of Automotive Excellence“ (NoAE).
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012