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Nachhilfe für Klimaskeptiker


München, 25.11.2007: Anfang Dezember treffen sich in Bali einige tausend Politiker aus aller Welt, um den Fahrplan für den langfristigen Schutz des Klimas auszuhandeln. Noch immer wollen uns einzelne Skeptiker weismachen: Alles halb so schlimm!
"Das Klima ist durch von Menschen verursachte CO2-Emissionen nicht nachweisbar zu beeinflussen."



Das ist die zentrale These im "Klimamanifest von Heiligenroth", veröffentlicht Mitte September von Bürgern, die Klimaschutz in welcher Form auch immer für blanken Unsinn halten. Kurz darauf erklärte der dänische Statistik-Professor Björn Lomborg im "Spiegel": "Wenn wir heute versuchen, unsere CO2-Emissionen zu drosseln, wird dies das Problem nicht lösen. Es wird uns eine gewaltige Menge kosten, aber die Aufheizung der Erde nur ein winziges Bisschen lindern."

RTL strahlte bereits im Juni den Fernsehfilm "Der Klimaschwindel" aus. Seine Kernaussage: Nicht der Mensch, sondern die Aktivität der Sonne sei für den Anstieg der Temperaturen verantwortlich. Ende August erschien bei Bertelsmann ein gleichnamiges Buch, das den "wahren Ursachen des Klimawandels auf den Grund gehen" wollte und in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" warten u.a. der ehemalige natur-Chefredakteur Dirk Maxeiner und der Zoologe Josef Reichholf mit dem Vorwurf auf: "Heute ist die Klimakatastrophe auf dem besten Weg, zu einer säkularen Religion zu werden, die mit ideologisierter Schuld-Sühne-Buße-Thematik alles über einen Leisten schert."

Was ist dran an den Argumenten der Klimaskeptiker?

Wie funktioniert der Treibhauseffekt?

Niemand bestreitet: Ohne unsere Atmosphäre wäre es auf der Erde unwirtlich kalt bei Temperaturen von minus 18 Grad. Im Mittel ist es auf der Erdoberfläche aber 15 Grad warm. Der Grund: Vor allem Wasserdampf und CO2-Moleküle halten die Wärmestrahlung zurück, die sonst von der Erde ins All reflektiert würde.

Was hat der Mensch damit zu tun?

Mit der Industrialisierung haben die Menschen damit begonnen, Öl, Gas und Kohle zu verbrennen und damit den CO2-Gehalt in der Atmosphäre erhöht - um rund ein Drittel. Genauer gesagt: von 280 CO2-Partikeln pro Million Gasteilchen (ppm, parts per million) im Jahr 1850 auf inzwischen 385. Der CO2-Gehalt ist damit so hoch wie nie in den vergangenen 600000 Jahren. Damit verstärken die Menschen den an sich lebenswichtigen Treibhauseffekt . Wissenschaftler sprechen vom anthropogenen Treibhauseffekt, der auf den natürlichen aufgesattelt wird.

Horst Hamm

(Weiter lesen können Sie in der Dezember-Ausgabe von natur+kosmsos.)
Autor: Natur + Kosmos
1897 Aufrufe
Stand: 25. November 2007
Erstellt: 25. November 2007

Weiterführende Informationen:

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