KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 12994
Klimaticket muss verbessert werden
Berlin, 18.09.2007: Heute bringt die Lufthansa ein so genanntes Klimaticket auf den Markt. Die Passagiere können durch einen Aufpreis einen Teil der durch den Flug entstandenen klimaschädlichen Emissionen wieder ausgleichen. Für den WWF ist diese freiwillige Abgabe "nur ein erster Schritt auf einem langen Weg". Es dürfe nicht bei solchen kosmetischen Maßnahmen bleiben. "Wichtiger wäre es, Kerosin zu besteuern und so die Fluggesellschaften zu Investitionen in effizientere Flugzeuge und Routen zu bewegen", betont WWF-Klimareferentin Juliette de Grandpré.Entsprechende Pläne der EU versuchen zahlreiche Luftlinien darunter auch Lufthansa abzuschwächen. Die Lufthansa erkenne mit dem neuen Klimaticket immerhin an, dass die Fluglinien mehr tun müssen, um den Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel zu bekämpfen, so der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF . Noch ist unklar, ob die gesammelten Mehreinnahmen nur in hochwertige, nach dem sogenannten Gold Standard zertifizierte Projekte fließen werden. Dieses Qualitätssiegel gewährleistet, dass die Einsparung der CO2-Emissionen sorgsam geprüft und ökologische und soziale Aspekte beachtet werden. Der WWF bemängelt den Klimaaufschlag der Lufthansa als zu niedrig. Emissionen in großen Höhen heizen den Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben. Treibhauseffekt weitaus stärker an als der Kohlendioxidausstoß am Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden , erläutert Juliette de Grandpré. Ein realistischer Klimaobolus müsste deshalb etwa drei Mal so hoch ausfallen*.
Die Bedeutung des Flugverkehrs für den Klimawandel wächst. In den vergangenen 15 Jahren haben sich der globale siehe Flugverkehr. Luftverkehr und damit die Emissionen mehr als verdoppelt. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Flüge sind bislang zwar nur für etwa drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich, ihre Klimawirkung ist aber zwei bis vier Mal so hoch, weil Die Gase Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid werden unter dem Begriff zusammengefasst. Stickoxide und andere Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen. Schadstoffe hinzukommen. Auch der emittierte Wasserdampf, sichtbar als Kondensstreifen am Himmel, fördert die Erderwärmung.
Der Der F. ist der Verkehrsbereich mit den größten Wachstumsraten. Flugverkehr wächst wie kein anderer Verkehrssektor. Gleichzeitig nimmt damit die Verantwortung der Branche für den Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Klimaschutz zu, resümiert Juliette de Grandpré vom WWF. Ein freiwilliger Klimaaufschlag reiche nicht aus. Die Steuersubvention des Kerosins sowie die fehlende Mehrwertsteuer auf Flugtickets müssten mittelfristig korrigiert werden. Die Anwendung des Verursacherprinzips sei hier die beste Lösung. Aus diesem Grund befürwortet der WWF die Einbeziehung des Flugverkehrs in das Europäische Emissionshandelssystem.
* Um die die Klimafolgen des Flugverkehrs zu berücksichtigen hat das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 1999 den Metrik Radiative Forcing Index eingeführt. Mit dem RFI-Wert muss die ausgestoßene Menge CO2 mit einem Faktor 2 bis 5 multipliziert werden, um die gesamte Klimawirkung aller unterschiedlichen Schadstoffe eines Fluges zu berechnen.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 18. September 2007
Erstellt: 18. September 2007
Stand: 18. September 2007
Erstellt: 18. September 2007
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