KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 10105
Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft
Berlin, 14.03.2006: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt das neu vorgestellte Branchenbild der Deutschen Wasserwirtschaft. "Ich freue mich sehr, dass die deutsche Wasserwirtschaft selbst die Initiative ergreift, um ihre Leistungen transparent zu machen und weiter zu optimieren", sagte Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand des vzbv. Gleichzeitig forderte sie die wasserwirtschaftlichen Verbände auf, den nächsten Schritt zu gehen:"Die Verbraucher wollen nicht nur wissen, was die Branche insgesamt leistet, sondern sie wollen präzise Informationen zu ihrem siehe Trinkwasseraufbereitung. Wasserwerk ". Der vzbv schlägt deshalb vor, als weiteren Schritt eine "Kundenbilanz" einzuführen. In dieser Kundenbilanz soll jedes Unternehmen die für Verbraucher entscheidenden Leistungsmerkmale offenlegen, um so Vergleiche zu ermöglichen.
Ein ähnliches Modell hat sich in den Niederlanden als sehr erfolgreich erwiesen. Alle drei Jahre müssen die niederländischen Wasserversorger Angaben über ihre Wassergüte, Serviceleistungen und ökologische Standards machen und die Kubikmeter-Preise und die Kosten pro Hausanschluss erläutern. Die so erzielte Transparenz der Wasserbetriebe hat die Preisunterschiede der Unternehmen deutlich verringert. Betrug im Jahr 1997 die Preisspanne der Gesamtkosten pro Anschluss noch 100 Euro (kostengünstigster Anbieter: 133 Euro, teuerster Anbieter: 233 Euro), konnte die Differenz im Jahr 2003 auf 37 Euro gesenkt werden (kostengünstigster Anbieter: 173 Euro, teuerster Anbieter: 210 Euro).
"Transparenz über die Leistungen der einzelnen Unternehmen brauchen wir nicht zuletzt, um die fortwährenden Diskussionen über die Liberalisierung und Ausschreibungspflichten in der Wasserversorgung zu beenden", sagte Edda Müller mit Blick auf die Europäische Kommission. "Wir sind bereit, mit den Verbänden der deutschen Wasserwirtschaft für das bewährte Modell der deutschen Wasserwirtschaft zu kämpfen: Die Kommunen sollen selbst entscheiden, wie sie die Wasserwirtschaft organisieren und dafür eigene Unternehmen oder private Auftragnehmer einsetzen." Dieses Konzept sei jedoch nur dann erfolgreich zu verteidigen, wenn belegt wird, dass öffentliche Unternehmen genauso gut und effizient wirtschaften wie private.
Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Stand: 14. Maerz 2006
Erstellt: 14. Maerz 2006
Stand: 14. Maerz 2006
Erstellt: 14. Maerz 2006
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