Katalysejournal | Artikel Nr.: 17689

Genfood: Kommission untersucht sozioökonomischen Auswirkungen


Brüssel, 16.04.2011: Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Anbaus genveränderter Kulturpflanzen sind das Thema eines vorgelegten Bericht der Europäischen Kommission.

John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik , sagte dazu: "Ich glaube, dass der Bericht eine echte Chance bietet: Es ist jetzt an den Mitgliedstaaten, der Kommission, dem Europäischen Parlament und allen Interessengruppen, mit den Ergebnissen des Berichts im Hintergrund bewusst eine objektive Diskussion über die mögliche Rolle sozioökonomischer Faktoren beim Management des GVO-Anbaus in der Europäischen Union auf den Weg zu bringen.“

Der Bericht wurde aus Daten und Informationen von 25 Mitgliedstaaten zusammengestellt und macht auch die Grenzen einer objektiven Bewertung deutlich. Unter anderem sind statistische Daten nur begrenzt verfügbar, denn in der EU wird lediglich ein Bruchteil der Anbaufläche für genveränderte Kulturen genutzt.

Die Auswertung zu Deutschland zeigt, dass die Bedenken der Öffentlichkeit die meisten Landwirte trotz wirtschaftlicher Vorteile davon abhält, genverändertes Getreide oder Gemüse anzubauen. So sind zum Beispiel die Produktionskosten der genveränderten Lebensmittel geringer, weil die Landwirte weniger Geld für Pestizide ausgeben, da schädlingsresistente Kulturpflanzen trotz starker Gefährdung durch Unkraut oder Schädlinge zu einer ertragreichen Ernte führen. Als große Einschränkung empfanden die wenigen deutschen Landwirte, die genveränderte Kartoffeln oder Mais anbauen, allerdings die vielen technischen Auflagen, sowie den größeren Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Kosten.

Die vollständige Informationen finden Sie hier.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
Aufrufe seit August 2009
Stand: 23. September 2011
Erstellt: 16. April 2011

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