im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Legehennen: Kommission greift durch
Trügerische Landidylle bei Teekanne & Co
Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt
Demonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
Gentechnik-Industrie will umstrittenen "Goldenen Reis" ohne ausreichende Prüfung der Risiken einführen
Sonntagsbraten für die Mülltonne
Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Veranstaltung: Dörfer im Wettbewerb
Inserate

Vogelgrippe kommt aus Massentierhaltung


Gerlingen, 23.02.2006: Allen Beteuerungen der Politiker zum Trotz, dass der Verzehr von Geflügel und Eiern keine Gefahr darstelle: die Vogelgrippe wird auch virulent durch die nicht nur tierquälerischen, sondern auch katastrophalen hygienischen Bedingungen der Massentierhaltung weltweit. Während derzeit Aufregung wegen infizierter Wildvögel herrscht, werden die tausenden täglich in der Intensivtierhaltung sterbenden Hühner, Puten, Enten und Gänse einfach nicht getestet (Eine Sterberate von bis zu 10% ist in der Massentierhaltung, wo nach Kilogramm statt Einzelindividuen gerechnet wird, bereits einkalkuliert.)


Wie soll also festgestellt werden, ob sich infiziertes Fleisch bereits in der Nahrungskette befindet?

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden, WHO und UNO kann sich der Virus einfach durch nicht ganz durchgekochtes Fleisch oder Eier , durch Essen, das auf demselben Brett wie infiziertes Fleisch oder Eier zubereitet wurde oder sogar durch Berühren von infizierten Eierschalen übertragen. Es ist also nicht weit hergeholt, dass nur eine vegetarische Ernährung diese tödliche Krankheit wirklich verhindern kann.

„Die Tierfabrik- Industrie arbeitete förmlich auf eine Seuche hin, indem sie die Tiere schlimmer als Dreck behandelt. Das könnte in einer Art auf uns zurückfallen, die unsere schlimmsten Albträume übertrifft. Wer Tiere als reine Produktionsmittel sieht, muss mit massiven Auswirkungen auf den Menschen rechnen. Überbesetzte Ställe und drangvolle Enge sind ein guter Nährboden für Viren“, so Jürgen Faulmann von PETA.

PETA fordert in einem Schreiben Bundeskanzlerin Merkel auf, in jedem Fall bei Tötungsmaßnahmen zumindest auf die strikte Umsetzung humaner Tötungsmethoden mit Gas zu achten, damit nicht so grausame Bilder, wo lebende Tiere rücksichtslos in Säcke oder Mülleimer gestopft und angezündet oder lebendig begraben werden, auch bei uns Realität werden.

Wie PETA berichtet, werden in den Ställen der Massentierhaltung zehntausende von Hühnern oder Puten ständig in ihren eigenen Exkrementen eingepfercht gehalten. Auch Hühner in Legebatterien hält man in übereinander gestapelten Käfigen, so dass die Exkremente auf die Hühner darunter fallen. Und das Problem besteht nicht nur bei Geflügel. Schweine und Rinder, die unter ähnlich intensiven und unhygienischen Massentierhaltungen leben müssen, können ähnliche Viren (Stichworte: Schweinepest, BSE ) genauso verbreiten.

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei und Aufklärung der Öffentlichkeit, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Autor: PETA Deutschland e.V.
4517 Aufrufe
Stand: 23. Februar 2006
Erstellt: 23. Februar 2006

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Massentierhaltung":

Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Düsseldorf, 12.01.2012: Nordrhein-Westfalen zieht weitere Konsequenzen aus den Ergebnissen der Antibiotika-Studie. Als erstes Bundesland hat NRW heute die deutschlandweit erste Datenbank zum Einsatz von antimikrobiellen Substanzen in der Hähnchenmast gestartet.
Aigner-Plan schützt nicht gegen Antibiotika-Missbrauch Aigner-Plan schützt nicht gegen Antibiotika-Missbrauch
Berlin, 10.01.2012: Nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) reichen die vom Bundesagrarministerium geplanten Änderungen des Arzneimittelgesetzes bei Weitem nicht aus, um den massiven Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung und damit die Gefahr für Resistenzen gegen Antibiotika zu reduzieren.
Intensivtierhaltung nur durch den Einsatz von Antibiotika möglich Intensivtierhaltung nur durch den Einsatz von Antibiotika möglich
Gerlingen, 10.01.2012: Wie aktuelle Presseberichte bestätigen, enthält Geflügelfleisch resistente Bakterien. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. weist darauf hin, dass bei sämtlichen eigenen Undercover-Ermittlungen kilogrammweise Antibiotika-Mittel (vor allem Aviapen) in den Betrieben vorgefunden wurden.
Hähnchenfleisch in Supermärkten mit antibiotikaresistenten Krankheitskeimen belastet Hähnchenfleisch in Supermärkten mit antibiotikaresistenten Krankheitskeimen belastet
Berlin, 09.01.2011: Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet.
Putenfleisch: Vollgepumpt mit Antibiotika Putenfleisch: Vollgepumpt mit Antibiotika
Frankfurt a. M., 02.01.2011: Putenfleisch gilt als gesunde Alternative zu Schwein und Rind und kommt auch bei denen auf den Tisch, die Hähnchenfleisch wegen der unwürdigen Haltungsbedingungen ablehnen.
Antibiotika-Missbrauch in Massentierhaltungs-Anlagen stoppen und Einsatz generell drastisch reduzieren Antibiotika-Missbrauch in Massentierhaltungs-Anlagen stoppen und Einsatz generell drastisch reduzieren
Berlin / Düsseldorf, 15.11.2011: Nach Veröffentlichung der Studie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zum Antibiotika-Einsatz in der Intensivtierhaltung forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sofortige Konsequenzen.
Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen
Bonn, 09.11.2011 (aid): Bereits 3 Prozent der Bevölkerung, die aus Gründen zunehmender Distanz zu den Bedingungen in der Tierhaltung ihr Konsumverhalten ändern, würden eine ökonomische Reaktion in Gang setzen, die den Handel dazu veranlasst, Produkte aus seinen Fleischtheken auszulisten.
Massenhaft Antibiotikaeinsatz in der Hähnchenmast: VIER PFOTEN kritisiert merkwürdige Gesetzeslücke Massenhaft Antibiotikaeinsatz in der Hähnchenmast: VIER PFOTEN kritisiert merkwürdige Gesetzeslücke
Hamburg, 28.10.2011: Wie der Radiosender NDRInfo berichtet, werden in der Hähnchenmast große Mengen Antibiotika eingesetzt. Allerdings nicht aus medizinischen Gründen, sondern damit sie schneller Gewicht ansetzen.
320 Schweine sterben bei Feuer in einer Mastanlage 320 Schweine sterben bei Feuer in einer Mastanlage
Weeze (Kreis Kleve) / Hamburg, 19.10.2011: In Weeze starben Montagabend 320 Schweine bei einem Brand in einer Mastanlage. Die Tiere verbrannten qualvoll im Feuer oder mussten wegen ihrer schweren Verletzungen getötet werden.
EU-Kommissar Dalli unterstützt Käfighaltung von Legehennen EU-Kommissar Dalli unterstützt Käfighaltung von Legehennen
Hamburg, 12.10.2011: Völlig unerwartet hat sich EU-Kommissar Dalli letzte Woche gegen das Verbot der konventionellen Käfighaltung von Legehennen ausgesprochen. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist tief besorgt.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012