im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Legehennen: Kommission greift durch
Trügerische Landidylle bei Teekanne & Co
Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt
Demonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
Gentechnik-Industrie will umstrittenen "Goldenen Reis" ohne ausreichende Prüfung der Risiken einführen
Sonntagsbraten für die Mülltonne
Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Veranstaltung: Dörfer im Wettbewerb
Inserate

Antioxidationsmittel: In fast allen Fertigprodukten enthalten


Bonn, 26.05.2003: Was passiert, wenn geschälte Äpfel oder Möhren ein paar Stunden herumliegen? Sie verfärben sich und werden braun. Chemisch gesehen findet eine so genannte Oxidation statt. Der Luftsauerstoff reagiert mit den Inhaltstoffen der Lebensmittel. Durch die Zugabe von ein paar Tropfen Zitronensaft kann dieses verhindert werden.


Die im Zitronensaft enthaltene Ascorbinsäure (Vitamin C) hat eine antioxidative Wirkung. Ganz ähnlich wirken die Tocopherole (Vitamin E) in den Samen vieler ölhaltiger Pflanzen und Getreidearten. Antioxidantien werden einer Vielzahl von verarbeiteten Lebensmitteln bei der Herstellung zugesetzt, um Oxidationsprozesse zu verhindern.

Ascorbinsäure (E 300) schützt z. B. Margarine vor dem Ranzigwerden, viele andere Produkte schützt sie vor Verbräunungen. Ein zusätzlicher Nutzen für den Hersteller: Mit dem Zusatz antioxidativ wirkender Vitamine kann geworben werden, z. B. bei Müsli mit einem Verpackungshinweis auf einen angeblich gesundheitlichen Zusatznutzen wie „reich an lebensnotwendigen Vitaminen“. Neben den natürlich vorkommenden Ascorbaten und Tocopherolen zählen Gallate (E 310-E 312)sowie Buthylhydroxianisol (BHA, E 320)zu den synthetisch hergestellten Antioxidantien. Letztere dürfen im Unterschied zu den allgemein zugelassenen Ascorbaten und Tocopherolen nur in begrenzten Mengen verwendet werden.

Synthetische Antioxidantien werden ebenfalls bei der Herstellung einer großen Bandbreite von Produkten eingesetzt. Sie sind erlaubt für:
  • Suppen, Brühen, Saucen (Trockenprodukte),
  • Kartoffeltrockenerzeugnisse auf Basis gekochter Kartoffeln, verzehrfertige Kartoffeltrocken-Erzeugnisse, tiefgefrorene, vorfritierte Kartoffelerzeugnisse,
  • Knabbererzeugnisse auf Getreidebasis,
  • Kuchenmischungen,
  • Kaugummi,
  • Fette und Öle für die gewerbliche Herstellung von Lebensmitteln,
  • Verarbeitete Nüsse.
Außer den speziell als Antioxidantien gekennzeichneten technologischen Hilfsstoffen wirken noch andere Zusatzstoffe wie Schwefeldioxid , Sulfite und Lecithine antioxidativ.
Autor: AID Infodienst
1514 Aufrufe
Stand: 26. Mai 2003
Erstellt: 26. Mai 2003

Weiterführende Informationen:

    @Umweltlexikon?
  • Antioxidantien , Zusatzstoffe

Die letzten 5 Meldungen zum Thema "Zusatzstoffe":
Mehr Transparenz bei Lebensmittelzusätzen Mehr Transparenz bei Lebensmittelzusätzen
Brüssel, 15.11.2011: Verbraucher können sich zukünftig leichter darüber informieren, welche Zusatzstoffe für ein bestimmtes Lebensmittel zugelassen sind.
Weltvegantag 2011 (Mit Video Weltvegantag 2011 (Mit Video "Erdlinge" in voller Spielfilmlänge)
Bad Orb, 29.10.2011: Am 1. November ist Weltvegantag, geeigneter Anlaß für Tierrechtsorganisationen wie "Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus" darüber aufzuklären, was Unveganismus anrichtet: "Wer nicht vegan lebt - auch Vegetarier - ist für die Ermordung unzähliger Tiere verantwortlich", so Achim Stößer von Maqi, "obwohl diese einfach zu vermeiden wäre."
Anti-Pilzmittel Natamycin versteckt sich im Käse - Saint Albray ignoriert Verzehrwarnungen Anti-Pilzmittel Natamycin versteckt sich im Käse - Saint Albray ignoriert Verzehrwarnungen
Berlin, 05.10.2011: Aller Verzehrwarnungen zum Trotz behandeln viele Käsehersteller ihre Produkte mit dem Anti-Pilzmittel Natamycin (E 235) und nehmen dadurch gesundheitliche Folgen für ihre Kunden in Kauf.
Nach foodwatch-Kritik: Deutsche Bahn kennzeichnet Zusatzstoffe in Bordrestaurants Nach foodwatch-Kritik: Deutsche Bahn kennzeichnet Zusatzstoffe in Bordrestaurants
Berlin, 15.12.2010: die Deutsche Bahn erfüllt die Forderung der Verbraucherorganisation foodwatch nach mehr Transparenz im Speisewagen. Das Staatsunternehmen hat heute angekündigt, künftig Zutaten und Zusatzstoffe der Gerichte in der Bordgastronomie in einer Broschüre anzugeben und auf den Tischen auszulegen.
Mehr als sieben Siegel: Akzeptanz und Nutzung von Labels auf Lebensmitteln Mehr als sieben Siegel: Akzeptanz und Nutzung von Labels auf Lebensmitteln
Bonn, 24.11.2010: Das deutsche Bio- Siegel ist mit 90 Prozent das bekannteste Gütesiegel bei Lebensmitteln, gefolgt von denen der Stiftung Warentest (82%) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) (75%). Dagegen ist die Bekanntheit vieler anderer Siegel, wie der geschützten geographischen Angabe mit 13 Prozent, deutlich geringer.

Komplette Suchausgabe zum Thema "Zusatzstoffe"

Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012