im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Ernährung und Landwirtschaft
Josef Ackermann bricht sein Versprechen: Keine Entscheidung über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln
Legehennen: Kommission greift durch
Trügerische Landidylle bei Teekanne & Co
Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt
Demonstration „Wir haben es satt!“ – 23000 verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
Grüne Gentechnik und Grüne Woche: Regierung fördert mit 400 Millionen Euro
Gentechnik-Industrie will umstrittenen "Goldenen Reis" ohne ausreichende Prüfung der Risiken einführen
Sonntagsbraten für die Mülltonne
Landesregierung NRW startet Datenbank für Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast – Kritik an Bundesministerin Aigner
Veranstaltung: Dörfer im Wettbewerb
Inserate

Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest


Gerlingen / Hannover, 16.08.2010: Im Putenmastskandal um Ministerin Astrid Grotelüschen haben die Landwirtschaftsministerien von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern lange die Authentizität der Videoaufnahmen wiederholt bezweifelt.

Die Ministerien stützten sich dabei auf „Eidesstattliche Versicherungen“ von den Inhabern der beiden Betriebe der Putenerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern, in denen die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. gefilmt hatte. Beide Inhaber bestreiten in ihren Versicherungen, dass die Aufnahmen in ihren Betrieben entstanden sind. Doch laut PETA handelt es sich dabei nicht um echte „Eidesstattliche Versicherungen“, da die Schriftsätze nicht gerichtsfest abgefasst sind. Die Texte wurden den Mästern am 6. August von der „Mastkükenbrüterei Ahlhorn“ übermittelt – sie sollten sie nur noch unterschreiben. Jeder Punkt dieser so genannten „Eidesstattlichen Versicherungen“ enthalte falsche Tatsachenbehauptungen, ist PETA empört. Ministerin Grotelüschen, die bis vor kurzem als Geschäftsführerin/Gesellschafterin der „Mastkükenbrüterei Ahlhorn“ tätig war, und alle anderen Beteiligten werden sich dafür zu verantworten haben. Dass die beiden Landwirtschaftsministerien die „Eidesstattlichen Versicherungen“ ohne Überprüfung weiter verbreitet haben, hat deren Glaubwürdigkeit vollends zerstört, so PETA.

„Das sind Lug- und Trug- Ministerien, die mit Till Backhaus und Astrid Grotelüschen jeweils von massiven Befürwortern der Massentierhaltung angeführt werden,“ so Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck von PETA. „Spätestens nachdem der NDR in „Menschen und Schlagzeilen“ in einem 6-minütigen Beitrag unser nicht geschnittenes Videomaterial ausgestrahlt hat, hätten die Ministerin aufhören müssen zu verbreiten, die PETA-Aufnahmen seien nicht von den angegebenen Betrieben! Sie hätten sich offiziell korrigieren müssen, was bislang nicht geschehen ist.“ Durch ihre anhaltenden Lügen zum Nachteil der gemeinnützigen Tierrechtsorganisation hätten sich die Ministerin auf die Seite der Tierquäler gestellt, so Dr. Haferbeck. Dies werde weitreichende Konsequenzen haben: „Auch in einem aktuellen Parallelfall, in dem PETA eine Undercover-Recherche in einer Putenmastanlage in Niedersachsen veröffentlicht hatte, wurde von den Tätern zunächst jede Verantwortung abgestritten – doch das Gericht hat die Tierquäler dennoch verurteilt!“ Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat inzwischen ein offizielles Straf-Ermittlungsverfahren gegen einen der Betriebe, die Knops oHG eingeleitet, welches unter dem Aktenzeichen 552 Js 16794/10 geführt wird. Die Tierrechtsorganisation kündigt weitere Enthüllungen aus dem Massentierhaltungsland Niedersachsen an.

Zur NDR-Sendung „Menschen und Schlagzeilen“ mit ungeschnittenem PETA-Material: http://www3.ndr.de/sendungen/menschen_und_schlagzeilen/musch102.html
Autor: PETA Deutschland e.V.
1761 Aufrufe
Stand: 16. August 2010
Erstellt: 16. August 2010

Weitere Meldungen zum Thema "Putenmast":

QS-zertifizierter Putenmastbetrieb rechtskräftig verurteilt QS-zertifizierter Putenmastbetrieb rechtskräftig verurteilt
Bösel / Gerlingen, 17.01.2011: Der Putenmastbetrieb „R & S / Bösel“ wurde 2010 aufgrund einer Undercover-Recherche der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. vom Amtsgericht Cloppenburg rechtskräftig wegen schwerer Tierquälerei verurteilt.
Einmalig in Deutschland: Rücktritt einer Ministerin auch wegen Tierschutz-Vorwürfen Einmalig in Deutschland: Rücktritt einer Ministerin auch wegen Tierschutz-Vorwürfen
Hannover / Gerlingen, 19.12.2010: Am 9. August strahlte „REPORT Mainz“ (ARD) Undercover-Bilder der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. aus. Die Aufnahmen entstanden in Putenmastställen, mit denen Astrid und ihr Ehemann Garlich Grotelüschen in engster geschäftlicher Beziehung stehen. Schon vor der Sendung stritt Grotelüschen alle Vorwürfe ab, behauptete, die Aufnahmen wären manipuliert.
Putenmastskandal Grotelüschen: PETA veröffentlicht neue Undercover-Recherche Putenmastskandal Grotelüschen: PETA veröffentlicht neue Undercover-Recherche
Gerlingen / Hannover, 25.09.2010: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. stellte in Hannover ihre brandneue Undercover-Recherche auf einer Putenmastanlage im Landkreis Cloppenburg vor. Die Videoaufnahmen zeigen erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und das Seuchenrecht: Verletzte und kranke Tiere, zum Teil mit enorm großen Brustblasen, vegetieren über Tage qualvoll dahin.
Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest Putenmastskandal: Eidesstattliche Versicherungen der Betriebe nicht gerichtsfest
Gerlingen / Hannover, 16.08.2010: Im Putenmastskandal um Ministerin Astrid Grotelüschen haben die Landwirtschaftsministerien von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern lange die Authentizität der Videoaufnahmen wiederholt bezweifelt.
Ministerin Grotelüschen in Tierquälerei-Skandal verwickelt Ministerin Grotelüschen in Tierquälerei-Skandal verwickelt
Gerlingen, 11.08.2010: In ihrer neuen Undercover-Recherche hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. in zwei Putenställen der Putenerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern gefilmt, die in enger Beziehung zur Mastkükenbrüterei Ahlhorn stehen.
Minister Uhlenberg knickt vor Putenlobby ein und billigt tierschutzwidrige Praxis des Schnabelkürzens Minister Uhlenberg knickt vor Putenlobby ein und billigt tierschutzwidrige Praxis des Schnabelkürzens
Düsseldorf, 24.11.2005: Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg dazu auf, die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen für Mastputen zu beenden. Insbesondere die rechtswidrige Praxis, nahezu allen Puten die Schnäbel zu kürzen, sei sofort zu stoppen.
BUND begrüßt Initiative für mehr Tierschutz bei Putenhaltung BUND begrüßt Initiative für mehr Tierschutz bei Putenhaltung
Düsseldorf/Berlin, 24.01.2005: Angesichts gravierender Missstände bei der Haltung von Mastputen appelliert der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) an die Landesregierung, auf Bundes- wie Landesebene aktiv den Tierschutz in der Putenmast zu stärken.
Puten würden Biobauern wählen! Puten würden Biobauern wählen!
Mainz, 29.05.2004: Putenfleisch ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 17 Kilogramm auch in dieser Grillsaison ein Klassiker unter den Grillstückchen. Der geringste Anteil stammt hierbei mit knapp 2 Prozent aus der Bioputenhaltung. So ist die Erzeugung der jährlich insgesamt 9,5 Millionen deutschen Puten nicht unumstritten.
Lebensmittelskandal: Puten aus Italien mit Antibiotika gedopt Lebensmittelskandal: Puten aus Italien mit Antibiotika gedopt
Hamburg, 13.07.2002: Lebensmittelskandale gehen derzeit in Serie: Diesmal sind es Putenprodukte der italienischen Firma "A.I.A." (Agricola Italiana Alimentare, Sitz in Verona/Italien), die mit dem Antibiotikum "Tetracyclin" belastet sind. Dies ergaben Laboruntersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Auftrag von Greenpeace.
Agrar: Extensive Putenmast ist der erste Schritt Agrar: Extensive Putenmast ist der erste Schritt
Hamburg/Garrel, 01.07.2002: Gemeinsam mit dem zweitgrößten Putenmäster in Deutschland, der Firma Heidemark, hat Greenpeace am Freitag eine Pressekonferenz abgehalten. Dort kündigte Heidemark an, einen Teil seines Mastbetriebes auf die so genannte extensive Haltung umzustellen. Greenpeace-Sprecher Christoph Then begrüßte die Entscheidung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012