KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16889
Ampel auf Grün schalten!
Berlin, 14.06.2010: Ein breites Bündnis von Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen fordert die Ampel. Und zwar für die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Am Mittwoch (16. Juni) entscheidet das Europaparlament in erster Lesung über die sogenannte Lebensmittelinformationsverordnung.Bereits im Februar hatte das Bündnis in einem Schreiben an alle EU Parlamentarier appelliert, für die Ampelkennzeichnung als leicht verständliche Entscheidungshilfe bei der Auswahl von Lebensmitteln zu votieren. Im März gab es eine hauchdünne Entscheidung im zuständigen Umweltausschuss. Mit 30:30 Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde der Änderungsantrag zugunsten der Ampel nicht angenommen. Das Bündnis hofft nun auf das Plenum.
Zu den Bündnispartnern gehören der Verbraucherzentrale Bundesverband, der GKV-Spitzenverband, die AOK, die Bundesärztekammer, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Herzstiftung, die Deutsche Adipositas-Gesellschaft sowie die Gesamtorganisation diabetesDE.
Jeder zweite Erwachsene übergewichtig oder adipös
Laut Nationaler Verzehrsstudie (2008) sind mehr als die Hälfte der erwachsenen Deutschen übergewichtig oder adipös. Bei den Frauen ist es jede zweite, bei den Männern sogar zwei von drei. Zudem gibt es 1,9 Millionen übergewichtige Kinder und Jugendliche in Deutschland (KIGGS-Studie, 2007). Angesichts dieser Zahlen und der durch Fehlernährung mitverursachten Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und vorzeitigem Gelenkverschleiß halten es die Organisationen für dringend notwendig, dass Verbraucher eine klare und auf einen Blick verständliche Orientierung über die Zusammensetzung von Lebensmitteln erhalten. Sie fordern daher ergänzend zu einer ausführlichen Nährwerttabelle auf der Rückseite eine europaweit verpflichtende Ampelkennzeichnung für die Nährstoffe Fett, gesättigte Fettsäuren, Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker und Salz auf der Vorderseite der Lebensmittelverpackung.
95 Prozent verstehen die Ampel
Das von der Lebensmittelwirtschaft präferierte sogenannte GDA-Modell, bei dem für Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen. Energie , Fett, gesättigte Fettsäuren, Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker und Salz der Anteil einer Portion am Tagesbedarf dargestellt wird, lehnen die Verbraucher- und Gesundheitsverbände ab, da es laut wissenschaftlichen Untersuchungen schwer verständlich ist. So hatte die Fachhochschule Münster im direkten Vergleich zwischen Nährwertampel und GDA-Kennzeichnung herausgefunden, dass mit der GDA-Kennzeichnung weniger als die Hälfte der Verbraucher erkennen konnten, in welchem von zwei vergleichbaren Lebensmitteln weniger Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker enthalten war. Mit der Ampelkennzeichnung konnten dies hingegen 95 Prozent der Befragten identifizieren. Außerdem gaben drei Viertel der Befragten an, dass sie die Ampel bei Kaufentscheidungen für hilfreicher und verständlicher halten und diese im Vergleich zur GDA-Kennzeichnung bevorzugen würden.
Zitate der Organisationen (in alphabetischer Reihenfolge)
AOK-Bundesverband: " Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa sollte grünes Licht gehört zur elektromagnetischen Strahlung, es umfasst den für Menschen sichtbaren Spektralbereich zwischen UV-Strahlung und Infrarotstrahlung. Licht geben für die Lebensmittel-Ampel. Mit der Ampel kann man unkompliziert gesünder einkaufen und braucht dazu weder eine Leselupe noch ein "Lebensmittel-Abitur ". (Jürgen Graalmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands: "Mangelnde und unverständliche Nährwertkennzeichnungen sind mit Schuld an ernährungsbedingten Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes." (Dr. med. Wolfram Hartmann, Präsident)
Bundesärztekammer: "Sehr viele Menschen ernähren sich ungesund, weil sie gar nicht darüber informiert sind, wie hoch der Nährwert mancher Produkte ist. Eine klar verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln würde helfen, ein Produkt als gesund' oder ungesund' einzuordnen, um es besser mit anderen Produkten zu vergleichen. Die Ampelkennzeichnung kann dazu eine entscheidende Hilfestellung geben." (Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident)
Deutsche Herzstiftung e.V.: "Die Ampelkennzeichnung hilft, Lebensmittel gesundheitsbewusster auszuwählen, ungesunder Ernährung und Übergewicht entgegenzuwirken und damit sehr wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten zu reduzieren. Es geht dabei nicht darum, bestimmte Lebensmittel zu erlauben oder zu verbieten. Vielmehr soll eine nutzerfreundliche Kennzeichnung die Verbraucher dazu motivieren, über ihre Ernährung nachzudenken und Lebensmittelherstellern einen Anreiz geben, die Zusammenstellung ihrer Produkte zu verbessern. Wir fordern die Ampel-Methode auch, weil sie von vielen Kindern verstanden wird - denn Übergewicht erhöht bereits in jungen Jahren das Risiko für eine gefäßschädigende Arteriosklerose." (Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker, Vorstandsvorsitzender)
Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG): "Um den zunehmenden ernährungsmitbedingten Erkrankungen bei steigendem Kostendruck im Gesundheitswesen zu begegnen, will die Politik die Eigenverantwortung der Bürger für ihre Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit stärken. Daher sollte sie Ihnen auch Hilfen an die Hand geben, die es ihnen ermöglichen, in einer Übergewicht fördernden Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt gesundheitsbewusstere Kaufentscheidungen zu treffen. Aktuelle Umfragen haben gezeigt, dass Ampel-Kennzeichnungssysteme für die Mehrheit der Verbraucher am verständlichsten sind. Es macht deshalb keinen Sinn, den Verbrauchern die visuellen Informationen vorzuenthalten, die sie nachgewiesen als zusätzliche Entscheidungshilfe wahrnehmen. Wir fordern Transparenz der Information für den einfachen Bürger, der mit der von der Nahrungsmittelindustrie favorisierten Regelung in abstrakten Zahlen überfordert ist." (Prof. Dr. med. Hans Hauner, Präsident)
diabetesDE: "Menschen mit Diabetes müssen ohne Umschweife erkennen können, welche Nährwerte in verpackten Lebensmitteln stecken. Sie sollten zum Beispiel wissen, wie viele Kohlenhydrate in ihrer Nahrung enthalten sind, um ihren Blutzuckerspiegel einschätzen oder ihre Insulineinheiten berechnen zu können. Auch wenn die Ampel keine Kohlenhydrate ausweist, ist sie dennoch hilfreich bei der Kaufentscheidung. Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker oder Organische Verbindungen, die aus Glycerin und Fettsäuren aufgebaut sind. Fette sie zu sich nehmen und werden durch falsche Nährstoffzufuhr erst Kandidaten für einen Typ 2 Diabetes." (Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender)
GKV-Spitzenverband: "Einfach und eindeutig sollten Lebensmittel künftig gekennzeichnet sein, damit sich Verbraucher ganz bewusst für oder gegen ein Produkt entscheiden können. Uns ist wichtig, dass auf einen Blick zu sehen ist, wie viel Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker , Salz und Fett in einem Sahnepudding oder einem Naturjoghurt enthalten sind. Die Lebensmittelampel ist ein sinnvoller Schritt auf dem Weg zur gesunden Ernährung."(Gernot Kiefer, Vorstand)
Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv): "Wir brauchen eine europaweit verbindliche Nährwertkennzeichnung, die auf einen Blick und ohne Taschenrechner sichtbar macht, welches Produkt wie viel Der Begriff Z. ist laut EWG-Vorschriften und Z.-Arten-Verordnung geschützt und bezeichnet Weiß- und Raffinade-Z. Zucker , Fett oder Salz enthält. Nach einer so knappen Entscheidung im zuständigen Ausschuss appelliere ich nun an alle EU-Abgeordneten, für die Ampelkennzeichnung zu stimmen." (Gerd Billen, Vorstand)
Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Stand: 14. Juni 2010
Erstellt: 14. Juni 2010
Stand: 14. Juni 2010
Erstellt: 14. Juni 2010
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