KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16828
Agrarreform: Ein Euro - drei Ziele
Frankfurt a. M., 18.05.2010: Auf der am Montag stattfindenden öffentlichen Anhörung des Bundestag-Agrarausschusses zur Zukunft der europäischen Landwirtschaftspolitik wird Prof. Isermeyer, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, ein Gutachten vorstellen, in dem die Abschaffung der derzeitigen Direktzahlungen gefordert wird.Der Vorschlag des Beirates, die heutigen Direktzahlungen abzuschaffen ist konsequent und richtig. erklärt Matthias Meißner, Agrarreferent des Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF . Eine bloße Umetikettierung der deutschen Direktzahlungen in Höhe von 5,7 Milliarden Euro jährlich wird den ökologischen Problemen nicht gerecht.
Außerdem begrüßt der WWF die vorgeschlagene Umwidmung der Direktzahlungen zu Gunsten einer zielorientierteren Förderung, wie zur Umsetzung eines Gesamtkonzeptes zu Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft und Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel . Anstatt jedoch einen flächendeckenden Ressourcenschutz und Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz in der Festgeschriebenes Ziel der Agrarpolitik in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik zu verfolgen, schlage der BMELV-Beirat lediglich vor, sich auf naturschutzfachlich hochwertige Gebiete zu konzentrieren und sehe die angeblich überbordende Regelungsdichte mit Sorge. Wir brauchen echte Der Begriff Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Forstwirtschaft verwendet: Danach soll nur soviel Holz aus dem Wald entnommen werden, wie in dem jeweiligen Gebiet nachwachsen kann. Nachhaltigkeit in der Agrarfläche und nicht nur dort, wo sie nicht weh tut, so Meißner. Vielmehr müssten für alle Betriebstypen und Gebiete angemessene, modular aufgebaute Förderinstrumente angeboten werden, die den Landwirten ein zusätzliches Einkommen bieten und die gegebenenfalls durch verschärfte Gesetze unterstützt werden.
Wir müssen in der europäischen Landwirtschaftspolitik weg vom Gießkannenprinzip, so Meißner. Die Agrarreform muss dazu genutzt werden, flächendeckend eine nachhaltigere Landwirtschaft zu entwickeln.
Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Situation müsse die zukünftige Europäische Agrarpolitik Verbrauchern und Steuerzahlern zeigen, dass sie mit einem Euro mehrere Ergebnisse gleichzeitig erreichen können. Ein gut genutzter Euro kann dem Gewässer- und Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Klimaschutz dienen und dabei noch ein Einkommen für den Landwirt bieten, erklärt Meißner. Der WWF fordert die Bundestagsabgeordnete auf, dies in ihre Überlegungen für eine neue Agrarpolitik einzubeziehen.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 18. Mai 2010
Erstellt: 18. Mai 2010
Stand: 18. Mai 2010
Erstellt: 18. Mai 2010
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