KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16249
Giftige Tomaten im Garten
Bonn, 03.11.2009: Eine der größten Herausforderungen in Unterglaskulturen ist das richtige Pflanzenschutzmanagement gegen Schadinsekten und Pilzbefall. Ziel dabei ist es, einen auftretenden Befall rechtzeitig zu erkennen, um möglichst wenig Pflanzenschutzmittel einsetzen zu müssen. Zurzeit bieten sich dafür nur zeit- und arbeitsaufwändige Inspektionen der Pflanzen an. Die Entdeckung eines niederländischen Doktoranden der Universität Wageningen könnte den Pflanzenschutz im Unterglasanbau revolutionieren.Er konnte zeigen, dass Tomatenpflanzen unter Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt. Glas bestimmte Aromen abgeben, sobald sie mit Botrytispilzen infiziert sind. Bei der Substanz handelt es sich um Methyl-Salicylat, ein Pflanzenhormon, das unter Gewächshausbedingungen schon in geringen Mengen nachweisbar ist. Mit diesem Wissen könnten Infektionsherde des Pilzes künftig mit einem Detektor frühzeitig erkannt werden, ohne aufwändige Kontrollen der Einzelpflanzen.
Zudem ließe sich der Bedarf an Fungiziden deutlich reduzieren, weil nur die betroffenen Bereiche der Kulturen behandelt werden müssten. Da der Trend zu weniger, aber immer größeren Treibhäusern geht, könnten die Kosten mit dieser Methode erheblich verringert werden. Botrytis tritt weltweit bei den verschiedensten Kulturen unter Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt. Glas auf und verursacht große Schäden, wenn er nicht bekämpft wird.
Die Erkenntnis, dass Pflanzen bei Angriffen durch Schaderreger Aromen bilden, ist nicht neu. Andere Wissenschaftler der Universität Wageningen konnten diesen Effekt bereits an Pflanzen nachweisen, die von Insekten befallen waren. Die abgegebenen Substanzen haben die Aufgabe, Feinde der Schadinsekten anzulocken.
Jürgen Beckhoff
Autor: AID Infodienst
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Stand: 3. November 2009
Erstellt: 3. November 2009
Stand: 3. November 2009
Erstellt: 3. November 2009
Weiterführende Informationen:
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