KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 14697
Düngen bis zum Umkippen
Berlin/Meißen, 24.09.2008: WWF Studie: Agrarpolitik versagt beim Gewässerschutz. Die Bauern dürfen sich in diesem Jahr über gute Ernten freuen. Doch die hohen Erträge wurden teuer erkauft. Sie gehen auf den massiven Einsatz von Stickstoffdüngern zurück. Gülle und Mineraldünger sorgen aber nicht nur für gefüllte Scheunen, sondern sie belasten die Gewässer, versauern die Böden, verursachen maßgeblich das Artensterben und stellen eine wachsende Belastung des Klimas dar."Mit der derzeitigen Festgeschriebenes Ziel der Agrarpolitik in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik ist eine Lösung des Problems nicht in Sicht. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen WWF-Studie, die die verschiedenen Ansätze, die Stickstoffbelastung zu reduzieren, unter die Lupe genommen hat. Eine Stickstoffsteuer in Kombination mit einer effizienteren Kontrolle der bestehenden Gesetze wäre der beste Ansatz die Wasserbelastung zu reduzieren, betont Tanja Dräger de Teran, Landwirtschaftsreferentin des WWF. Zudem sei eine Verbesserung der bestehenden Instrumente dringend erforderlich. An der Reduktion des Düngers führe auch aus Klimaschutzgründen kein Weg vorbei. Übermäßige Düngung führt zu erhöhten Emissionen von Lachgas, ein Treibhausgas, das rund 310-mal so schädlich ist wie Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen. Kohlendioxid .
Eine Umkehr des Trends ist nach Einschätzung des Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF nicht in Sicht. Im Gegenteil: Steigende Preise für Agrarprodukte und eine zunehmende Nachfrage nach Als B. wird die auf der Erde vorhandene organische Substanz in lebenden, toten oder zersetzten Organismen bzw. deren Exkrementen bezeichnet. Biochemische Grundlage jeglicher B. ist der Kohlenstoff. Alle B. ist durch die von grünen Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie entstanden. Biomasse haben zu einer weiteren Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion geführt. In den letzten zwölf Monaten stieg der Absatz von Stickstoffdüngern um 13 Prozent. Dabei wird gerade einmal 50 Prozent des Düngers von den Pflanzen aufgenommen, der Rest belastet Böden, Atmosphäre und Gewässer. Wenn die Politik nicht endlich entsprechende Rahmenbedingungen schaffe, sei eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft mit fatalen ökologischen Folgen zu befürchten.
Die WWF-Studie überprüft, inwieweit die Agrarpolitik in der Lage ist, die notwendigen Reduktionen durchzusetzen. Klares Ergebnis der Untersuchung: Die existierenden Instrumente reichen bei weitem nicht aus, die gesetzten Umweltziele zu erreichen. Der Handlungsdruck ist groß, erläutert Tanja Dräger de Teran vom WWF. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibe vor, dass bis 2015 alle Gewässer den guten Zustand erreichen sollen. Nährstoffe aus der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft seien nach wie vor das Haupthindernis zu diesem Ziel. Wenn man die eigenen Ansprüche ernst nehme, führe deshalb kein Weg daran vorbei, neben einer Verschärfung des Ordnungsrechts über ökonomische Instrumente nachzudenken. Notwendige Weichen müssten jetzt gestellt werden. Der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF fordert die Agrarminister der Bundesländer auf, sich bei ihrer Herbsttagung rückhaltlos für eine striktere Kopplung der Milliardensubventionen an Umweltanforderungen, insbesondere emissionsmindernde Maßnahmen, einzusetzen. Es könne nicht sein, dass die Bauern Gelder für umweltbelastende Produktionsweisen erhalten, und der Staat auf der anderen Seite Mittel bereitstelle, um die entstandenen Schäden wieder zu reduzieren.
Bild: © Michel Gunther / WWF-Canon
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 24. September 2008
Erstellt: 24. September 2008
Stand: 24. September 2008
Erstellt: 24. September 2008
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