Katalysejournal | Artikel Nr.: 18778

Aminosäuren in der Orthomolekularen Medizin


Marktheidenfeld, 30.12.2011: Zu den Mikronährstoffen gehören neben den Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Fettsäuren auch die Aminosäuren. Aminosäuren sind nicht nur Proteinbausteine, sondern haben darüber hinaus verschiedene weitere Funktionen, z.B. sind sie Ausgangssubstanz für die Bildung wichtiger Stoffwechselprodukte wie Glutathion, Kreatin, Carnitin, Kollagene etc.

Einige Aminosäuren wie z.B. Glutaminsäure und Glycin sind Neurotransmitter im ZNS, andere wie Tryptophan und Tyrosin sind Vorstufen für die Neurotransmitterbildung. Eine gute oder schlechte Versorgung mit diesen Aminosäuren kann deshalb die psychische Befindlichkeit und auch die Hirnleistungsfähigkeit beeinflussen. Aminosäuren wirken auch als Regulatormoleküle im Stoffwechsel - so ist die verzweigtkettige Aminosäure Leucin ein wichtiger anaboler Signalgeber für die Proteinsynthese. Deshalb werden die verzweigtkettigen Aminosäuren, zu denen Isoleucin, Leucin und Valin gehören, gerne zur Verbesserung des Muskelstoffwechsels beim Sport eingesetzt. Auch für die Erholungsphase nach Operationen können die verzweigtkettigen Aminosäuren von Nutzen sein.

Bei körperlichen und psychischen Stresszuständen kommt es gerne zu einer Glutaminverarmung des Organismus . Daraus resultiert dann auch eine Schwächung des Immunsystems, da Glutamin ein lebenswichtiges Nährsubstrat für die Immunzellen ist. Auch die Regeneration der Schleimhautzellen des Magen-Darm-Trakts ist bei einem Glutaminmangel beeinträchtigt, so dass es z.B. zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand, zu einem so genannten Leaky-Gut-Syndrom, kommen kann.

Verschiedene Aminosäuren werden auch für Entgiftungsreaktionen in der Leber benötigt, wie z.B. Cystein, Glycin, Glutamin und Arginin.
Zunehmend wird auch untersucht, inwieweit sich die Konzentrationen der Aminosäuren im Blut als Früherkennungsmarker für Erkrankungen eignen, z.B. für Diabetes mellitus und verschiedene Tumorarten.

Auch bei Erkrankungen wie Angststörungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Störungen und Immunschwäche wurden und werden Aminosäuren oder Aminosäure-Kombinationen mit Erfolg eingesetzt.

Einen Mangel an Aminosäuren sieht man einem nicht ohne weiteres an. Nur aufgrund einer Blutuntersuchung kann ermittelt werden, welche Aminosäuren in welcher Konzentration dem Stoffwechsel zugeführt werden sollten.

Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH führt seit nahezu 20 Jahren Aminosäuren-Bestimmungen mit ärztlicher Befundung durch. Hierbei werden immer die neuesten wissenschaftlichen Facts berücksichtigt.

Weitere Infos:
www.diagnostisches-centrum.de


© Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler

Autor: Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH
Aufrufe seit August 2009
Stand: 30. Dezember 2011
Erstellt: 30. Dezember 2011

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