im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Gesundheit und Kosmetik
Aminosäuren in der Orthomolekularen Medizin
ÖKO-TEST Zink plus Vitamin C: Falsche Erwartungen
Süßholzpflanze wird Arzneipflanze des Jahres 2012
Männergesundheit – war da etwas, Herr Bahr?
Weltdiabetestag 2011: Diabetes verstehen, aktiv werden und handeln
Versorgungsstrukturgesetz: zusätzliche Kosten statt Verbesserungen
Welttag der geistigen Gesundheit: "Unvergleichliche" Suizidrate bei Guarani-Indianern
ÖKO-TEST Mousepads: Giftmatten unterm Handgelenk
EU-Bericht über Alternativen zu Tierversuchen im Bereich Kosmetik
Die älteste Frau der Welt: Indigene Brasilianerin wird 121
Inserate

Kaufland und Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihren Regalen


Berlin, 04.11.209: Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern kündigen Umstellung der Produktion an. Die Handelskette Kaufland und Drogeriemärkte von Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihrem Sortiment. Die Umstellung der Produktion ihrer Schnuller auf Bisphenol-A-freie Ausgangsmaterialien kündigten die Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern an.

Damit reagieren die genannten Händler und Hersteller wie Mapa, dm-Drogerie Markt und Novatex auf Analysen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Anfang Oktober in einer Reihe von Babyschnullern die hormonell wirksame Chemikalie nachweisen konnte. Bisphenol A wird verdächtigt, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.

„Fast alle Schnullerhersteller haben auf unsere Untersuchungen reagiert und wollen auf Bisphenol-A-haltige Kunststoffe in ihren Produkten verzichten. Wir freuen uns über dieses prompte Handeln, denn nur so lassen sich die Risiken für Säuglinge und Kleinkinder künftig ausschließen“, sagte der BUND-Chemieexperte Heribert Wefers.

Noch keine Umstellung seiner Produktion hat hingegen das Unternehmen Philips, Hersteller der im Test am höchsten belasteten Schnuller der Marke AVENT, bisher angekündigt. Wefers: „Das Verhalten von Philips ist unverantwortlich. Hormonartig wirksame Chemikalien haben in Babyschnullern nichts zu suchen. Außerdem zeigen die Maßnahmen der anderen Firmen, dass man leicht darauf verzichten kann. Philips sollte schleunigst nachziehen und Bisphenol A ebenfalls aus seinen Produkten verbannen.“

Der BUND forderte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf, Bisphenol A in Babyartikeln und in Produkten, die Kontakt mit Lebensmitteln haben, generell zu verbieten. Besorgten Eltern empfiehlt der BUND, beim Schnuller-Kauf Produkte zu wählen, die als Bisphenol-A-frei gekennzeichnet sind.

Bei den Analysen Anfang Oktober waren in den Saugteilen von Latex -Schnullern der Marken Babysmile, Baby-Nova, Babylove und NUK sowie in einem der untersuchten Silikon-Produkte der Marke AVENT Bisphenol-A-Konzentrationen zwischen 80 und 400 Milligramm pro Kilogramm gefunden worden. In einer zweiten Untersuchung konnte der BUND zudem nachweisen, dass sich die Chemikalie durch Kontakt mit Speichelflüssigkeit aus den Schnullern löst, so dass mit einer Aufnahme durch Babys und Kleinkinder zu rechnen ist. Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bestätigten inzwischen, dass eine große Zahl von Schnullern Bisphenol-A-belastet ist.

Hintergrundpapier zu den Reaktionen der Schnuller-Hersteller finden Sie im Internet bzw.
als Kurzlink unter: http://i8t.de/j9wle8ht
Autor: BUND Freunde der Erde
2559 Aufrufe
Stand: 4. November 2009
Erstellt: 4. November 2009

Weitere Meldungen zum Thema "Schnuller":

Kinodokumentarfilm sorgt für viel Gesprächsstoff: PLASTIC PLANET Kinodokumentarfilm sorgt für viel Gesprächsstoff: PLASTIC PLANET
Berlin, 30.01.2010: Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar!
Kaufland und Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihren Regalen Kaufland und Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihren Regalen
Berlin, 04.11.209: Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern kündigen Umstellung der Produktion an. Die Handelskette Kaufland und Drogeriemärkte von Schlecker nehmen Bisphenol-A-belastete Babyschnuller aus ihrem Sortiment. Die Umstellung der Produktion ihrer Schnuller auf Bisphenol-A-freie Ausgangsmaterialien kündigten die Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern an.
Schnuller geben Hormone ab Schnuller geben Hormone ab
Berlin, 15.10.2009: Neue Testergebnisse von handelsüblichen Babyschnullern, die Bisphenol A (BPA) enthalten, haben ergeben, dass die hormonell wirksame Chemikalie in den Speichel der Babys übergehen kann. Fünf von sechs untersuchten Schnullerfabrikaten, darunter vier mit Latex-Saugern und eines mit Silikon-Saugteil hätten bereits nach einer Stunde Bisphenol A in Mengen zwischen ein und zehn Mikrogramm pro Liter in eine speichelähnliche Salzlösung abgegeben, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute mit.
Babyschnuller sind Bisphenol-A-belastet Babyschnuller sind Bisphenol-A-belastet
Berlin, 01.10.2009: Viele Babyschnuller sind mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet. In allen zehn durch ein Testlabor im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) untersuchten Schnullern wurde Bisphenol A gefunden. Diese Substanz steht im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.
Treibgut aus Plastik Treibgut aus Plastik
München, 11.05.2004: Tüten, Flaschen, Gummischnuller – in den Weiten der Ozeane treiben die Reste der Zivilisation Jahre, wenn nicht gar Jahrhunderte lang. Britische Wissenschaftler der Universität Plymouth haben den Müll und seine Überreste erforscht und sind über seine weite Verbreitung erstaunt.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012