im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Gesundheit und Kosmetik
Aminosäuren in der Orthomolekularen Medizin
ÖKO-TEST Zink plus Vitamin C: Falsche Erwartungen
Süßholzpflanze wird Arzneipflanze des Jahres 2012
Männergesundheit – war da etwas, Herr Bahr?
Weltdiabetestag 2011: Diabetes verstehen, aktiv werden und handeln
Versorgungsstrukturgesetz: zusätzliche Kosten statt Verbesserungen
Welttag der geistigen Gesundheit: "Unvergleichliche" Suizidrate bei Guarani-Indianern
ÖKO-TEST Mousepads: Giftmatten unterm Handgelenk
EU-Bericht über Alternativen zu Tierversuchen im Bereich Kosmetik
Die älteste Frau der Welt: Indigene Brasilianerin wird 121
Inserate

Protein schuld an Herzversagen


München, 12.06.2009: Ein einziges Molekül ist für die Umstellung von Fett- auf Zuckerverbrennung im Herzen und damit für tödliches Herzversagen verantwortlich. Das haben jetzt Schweizer Wissenschaftler herausgefunden. Wenn Sauerstoffmangel den Stoffwechsel im Herzmuskel verändert, entsteht Stress für das Herz.


Es verbrennt dann nicht mehr wie im gesunden Zustand Fett, stattdessen gewinnt der Herzmuskel Energie aus Zucker und lagert Fett in Zellen ein. Die Zellen verfetten und sterben ab. So wird die Herzmuskelkontraktion gestört, was zu tödlichem Herzversagen führen kann.

Zellbiologen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben nun herausgefunden, dass ein einziges Molekül für die Umstellung von Fett- auf Zuckerverbrennung verantwortlich ist. Das Protein heißt HIF1-alpha und führt nicht nur zu verändertem Stoffwechsel, es aktiviert auch Gene, die den negativen Prozess unterstützen.

Ein Gen davon wirkt HIF1-alpha-regulierend. Schalten die Forscher bei Mäusen dieses Gen aus, wird das Protein nicht aktiv und die Mäuse leiden nicht an Herzkrankheiten. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Mäuse erhöhten Blutdruck haben. Ihre Herzen werden unter diesen Krankheitsbedingungen nicht größer im Unterschied zu Herzen von normalen Mäusen. Sie verbrennen Fett statt Zucker und ihre Herzfunktion ist vergleichbar mit der eines gesunden Herzens.

Um Herzversagen zu bekämpfen, müsste nun ein Stoff gefunden werden, der sich an das Protein HIF1-alpha bindet und es blockiert. Obwohl bereits an der Entwicklung eines entsprechenden Moleküls gearbeitet wird, kann mit einem Erfolg nach Meinung der Wissenschaftler vorerst noch nicht gerechnet werden

Dennoch könnte ein wirksames Gegenmittel das Zivilisationsleiden Herzversagen deutlich mindern.


Bild: © Gerd Altmann, PIXELIO
Autor: Natur + Kosmos
2130 Aufrufe
Stand: 12. Juni 2009
Erstellt: 12. Juni 2009

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Herzinfarkt":

Über die Folgen ökonomisierten Denkens im Gesundheitswesen oder: Anbieter und Käufer von Gesundheit Über die Folgen ökonomisierten Denkens im Gesundheitswesen oder: Anbieter und Käufer von Gesundheit
Frankfurt a.M., 17.06.2011: Stellen Sie Sich vor, Sie werden krank. Nicht einfach unpässlich, sondern richtig krank. Niemandem will man es wünschen, aber leider kommt es vor. Sie haben einen schweren Unfall gehabt oder einen Herzinfarkt erlitten und werden hilf- und bewusstlos in eine Klinik transportiert.
Unterdrückter Ärger schlägt aufs Herz Unterdrückter Ärger schlägt aufs Herz
Berlin, 15.12.2009: Es ist eine bewundernswerte Fähigkeit, seinen Ärger bewältigen und auflösen zu können. Männer haben nämlich ein doppelt so hohes Herzkreislaufrisiko, wenn sie Ärger immer nur unbewältigt verdrängen. Auch spielt es keine Rolle, ob der unverdaute Ärger sich etwa durch Kopf-, Magenschmerzen oder Verdauungsbeschwerden zeigt – die psychische Anspannung bleibt und schlägt aufs Herz, wie ...
Gefäßschäden durch Rauchen sind nicht umkehrbar Gefäßschäden durch Rauchen sind nicht umkehrbar
Düsseldorf, 11.10.2009: Rauchende Bluthochdruck-Patienten haben häufiger atherosklerotische Gefäßschäden als nichtrauchende Hypertoniker. Wer mit den Zigaretten aufhört, kann das Risiko zwar reduzieren, aber nicht mehr normalisieren, zeigt eine Studie des Universitätsklinikums des Saarlandes, die heute bei der Herbsttagung der Deutschen Kardiologengesellschaft in Dresden präsentiert wurde.
Weltweit erste Schwangerschaft im Wachkoma erfolgreich beendet Weltweit erste Schwangerschaft im Wachkoma erfolgreich beendet
Erlangen, 10.10.2009: Eine 40-jährige Schwangere erlitt in der 13. Schwangerschaftswoche einen Herzinfarkt mit Herz-Kreislauf-Stillstand. Nach der Reanimation wurde sie im Koma in die Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen verlegt. Den Ärzten und dem Pflegeteam gelang es mit Unterstützung der Angehörigen, die Schwangerschaft auf der Intensivstation über 22 Wochen bis zur Entbindung eines gesunden Kindes fortzusetzen. Weltweit ist kein vergleichbarer Fall bekannt, bei dem Ärzten bei einer hirntoten oder Wachkoma-Patientin nach ...
Plötzlicher Herztod - Sport ist Mord Plötzlicher Herztod - Sport ist Mord
Frankfurt, 18.06.2009: Sport ist Mord, sagen manche (insbesondere Sportmuffel) und verweisen auf Hobby- und Leistungssportler, die vom plötzlichen Herztod dahingerafft werden. Tatsächlich steigt das Risiko nach dem 35. Lebensjahr deutlich an. Häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod ist aber nicht der Sport, sondern eine vorbestehende Herzerkrankung.
Protein schuld an Herzversagen Protein schuld an Herzversagen
München, 12.06.2009: Ein einziges Molekül ist für die Umstellung von Fett- auf Zuckerverbrennung im Herzen und damit für tödliches Herzversagen verantwortlich. Das haben jetzt Schweizer Wissenschaftler herausgefunden. Wenn Sauerstoffmangel den Stoffwechsel im Herzmuskel verändert, entsteht Stress für das Herz.
Schock zum Welt-Nichtrauchertag Schock zum Welt-Nichtrauchertag
Köln/Brühl, 31.05.2009: Heute ist Welt-Nichtrauchertag. Schockbilder auf Zigarettenschachteln sollen Raucher zum Nachdenken anregen und zum Rauchstopp beitragen. Das Aktionsbündnis Nichtrauchen hat zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai solche Motive vorgestellt. Der Tag steht dieses Jahr ...
Neue Erkenntnisse über Bluthochdruck Neue Erkenntnisse über Bluthochdruck
Erlangen, 08.05.2009: Die Haut ist offenbar ein wichtiger Salzspeicher des Körpers, und der Transport von Körperflüssigkeit im Hautgewebe wird durch die Salzzufuhr beeinflusst und hat Auswirkungen auf den Blutdruck. Diese neuen und unerwarteten Erkenntnisse veröffentlichen Forscher an den Kliniken für Nieren- und Hochdruckkrankheiten am Universtätsklinikum Erlangen und ...
Genetische Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod identifiziert Genetische Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod identifiziert
Neuherberg, 23.03.2009: Ein internationales Wissenschaftskonsortium mit Dr. Arne Pfeufer vom Helmholtz Zentrum München an der Spitze hat im menschlichen Genom häufig vorkommende Genvarianten identifiziert, welche die elektrische Aktivität des Herzmuskels beim Menschen beeinflussen und damit in Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen und plötzlichem Herztod gebracht werden können.
Cleverer kleiner Helfer für Erste Hilfe Cleverer kleiner Helfer für Erste Hilfe
Karlsruhe, 03.02.2009: Ein neues System gibt bereits nach zehn Sekunden Auskunft darüber, ob eine bewusstlose Person reanimiert werden muss. Der Sensor passt an jeden Schlüsselbund. In den Industrieländern sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache. Allein in Deutschland erleiden jährlich etwa 100 000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Häufige Ursachen sind ein Herzinfarkt, schwere Verletzungen ...
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012