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Bessere Luft durch Euro-VI-Norm



Brüssel, 22.12.2007: Mit der so genannten Euro-VI-Norm will die Europäische Kommission den Ausstoß von Stickoxiden und Rußpartikeln bei LKW und Bussen drastisch verringern. Die Norm stellt einen Fortschritt bei der weltweiten Harmonisierung dar, weil darin ähnliche Grenzwerte vorgesehen sind wie in den USA.


Sie sorgt auch für eine schlankere Gesetzgebung, da sie Richtlinien (die jeweils von 27 Mitgliedstaaten in ihr nationales Recht umgesetzt werden müssen) durch Verordnungen ersetzt, die direkt anwendbar sind. Vor ihrem Vorschlag hatte die Kommission Interessenvertreter befragt und Internetkonsultationen durchgeführt. Stimmen das Europäische Parlament und der Ministerrat zu, kann die Euro-VI-Abgasnorm voraussichtlich 2013 in Kraft treten.

„Schärfere Emissionsgrenzwerte sind die Voraussetzung für sauberere LKW und Busse", sagte der für Unternehmen und Industrie zuständige Kommissionvizepräsident Günter Verheugen. "Damit schützen wir die Gesundheit unserer Bürger und die Umwelt . Die Industrie erhält Planungssicherheit und genügend Vorlauf, um die Produktion sauberer, hochwertiger Fahrzeuge vorzubereiten, ohne dadurch an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.“

Der Euro-VI-Vorschlag legt EU-weit einheitliche Vorschriften für den Schadstoffausstoß von schweren Nutzfahrzeugen fest. Gegenüber den zurzeit geltenden Euro-V-Abgasnormen soll der Ausstoß von Stickoxiden um 80 Prozent sinken und jener von Rußpartikeln um 66 Prozent.

Der Vorschlag enthält auch Vorschriften über Off-Cycle-Emissionen, On-Board-Diagnosesysteme, den Zugang zu Wartungs- und Reparaturinformationen, die Haltbarkeit von emissions­mindernden Einrichtungen, die Übereinstimmung in Betrieb befindlicher Fahrzeuge und Motoren, die Kohlendioxidemissionen und die Messung des Kraftstoffverbrauchs. Außerdem ist vorgesehen, dass Grenzwerte für die Partikelzahl eingeführt werden.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
4293 Aufrufe
Stand: 22. Dezember 2007
Erstellt: 22. Dezember 2007

Weiterführende Informationen:

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