KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 12522
Aktionsplan gegen Allergien
Berlin, 25.06.2007: Der im März dieses Jahres von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer vorgestellte "Aktionsplan gegen Allergien" erhält nun deutliche Konturen auch bei den Maßnahmen gegen die hochallergene Pflanze Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia). Das Bundesverbraucherministerium hat die Bundesländer informiert, dass die Beifuß-Ambrosie im Rahmen des Pflanzenschutzgesetzes bekämpft und somit ihre weitere Ausbreitung mit Nachdruck eingedämmt werden kann.Das Bundesministerium für Ernährung, Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat damit die zuständigen Behörden der Bundesländer benachrichtigt, wie sie nach den Regeln des Pflanzenschutzrechts handeln können. Bei Bedarf kann der Pflanzenschutzdienst jedes Bundeslandes Bekämpfungsmaßnahmen wie das Vernichten der allergenen Pflanzen oder eine Meldepflicht anordnen.
Vor allem wegen ihres immensen Allergiepotenzials wird die bereits im 19. Jahrhundert aus Nordamerika importierte Beifuß-Ambrosie in vielen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft. So bestehen in der Schweiz seit 2006 gesetzliche Regelungen, um die Ausbreitung der Pflanze zu stoppen. Aber auch als Ackerunkraut in der Landwirtschaft verursacht sie bereits in Ungarn und Frankreich Probleme.
Die Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft (BBA) gehen davon aus, dass auch jetzt wieder verstärkt Ambrosia-Pflanzen gefunden werden. Die Pflanze wächst vorzugsweise auf offenen Böden und Freiflächen, zum Beispiel an Straßenrändern, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. Mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter kann zu immer neuen Funden auch im eigenen Garten führen.
Um die weitere Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet. Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie zu verhindern, hat die Biologische Bundesanstalt, die das Thema seit einigen Jahren verfolgt, mit Ärzten, dem Deutschen Wetterdienst, Universitäten und anderen Behörden für 2007 ein Aktionsprogramm erarbeitet.
Hauptziel ist, die Pflanze möglichst vor der ab Juli beginnenden Blüte zu beseitigen. Daneben möchten die Wissenschaftler ein genaueres Bild über das Vorkommen der unscheinbaren, bisher bei Botanikern wenig beachteten Pflanze in Deutschland gewinnen. Auch die Bürger können Fundorte der Pflanze über ein Formular auf der Website der BBA melden. Ausführliche Informationen sind hierzu unter: www.bba.bund.de abrufbar. Für Mitteilungen und Fragen zum Thema Ambrosia wurde außerdem die E-Mail ambrosia@bba.de eingerichtet.
Autor: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Stand: 25. Juni 2007
Erstellt: 25. Juni 2007
Stand: 25. Juni 2007
Erstellt: 25. Juni 2007
Weiterführende Informationen:
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