KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 12251
Keine extra Portion Eiweiß nötig
Leipzig, 25.04.2007: Wenn ein Chemnitzer Fitnessclub für Eiweißdrinks mit der Behauptung wirbt, dass man zum Abnehmen 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich benötigt, weil bei Sport die Energieverbrennung gesteigert wird, kann Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen nur die Stirn runzeln. "Auch bei erhöhter körperlicher Aktivität im Breitensport sind 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag ausreichend.Laut der 2. Sächsischen Verzehrstudie nimmt der "durchschnittliche" Sachse ohnehin mehr Eiweiß als empfohlen auf, sagt die Expertin. Auch Vegetarier sind Anhänger einer alten alternativen Ernährungsform- dem Vegetarismus. Bei dieser Form werden nur pflanzliche Produkte und teilweise auch Produkte vom lebenden Tier konsumiert. Vegetarier müssen sich um die Eiweißaufnahme keine Sorgen machen: Ernährungsphysiologisch ist Milch wegen ihres wertvollen Eiweiß, ihres hohen Calciumgehaltes und ihres leicht verdaulichen Fettes von großer Bedeutung für die menschliche Ernährung. Milch und Milchprodukte sind gute Proteinlieferanten. Zusätzliches Eiweiß in Form von Shakes, Drinks oder Tabletten ist für Breitensportler, seien sie übergewichtig oder schlank, unnötig.
Der Fitnessclub Linie Eins hat nun gegenüber der Verbraucherzentrale Sachsen eine Erklärung abgegeben und sich dazu verpflichtet, nicht mehr zu behaupten, dass man durch Sport aufgrund der gesteigerten Energieverbrennung zum Abnehmen 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich benötigt. Ansonsten droht für jeden Fall der Zuwiderhandlung eine zu zahlende Vertragsstrafe.
Sport und Bewegung tragen langfristig erheblich zur Reduzierung und Stabilisierung des Gewichts bei. Empfehlenswert ist eine Kombination aus Ausdauersport und Kraftsport. Ausdauertraining mobilisiert die Fettsäurenverbrennung und begünstigt damit den Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau. Abbau von Fettgewebe. Kraftsport, also Training der Muskelausdauerkraft, fördert demgegenüber den Aufbau des Muskelgewebes. Einerseits erhöht sich der Energieverbrauch im Körper, da Muskelgewebe stoffwechselaktiver ist als Fettgewebe, und andererseits unterstützt die verbesserte Muskelkraft den Stützapparat. Erfolgversprechend ist aber nur die dauerhafte sportliche Betätigung.
Zur Gewichtsreduzierung gehört also neben der Veränderung der Ernährungsweise auch mehr aktive körperliche Bewegung.
Autor: Verbraucherzentrale Sachsen
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Stand: 30. April 2007
Erstellt: 25. April 2007
Stand: 30. April 2007
Erstellt: 25. April 2007
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