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Handy im Ausland: Billiger Sprechen, Simsen, Surfen


Düsseldorf, 01.07.2009: Innerhalb der EU werden die Höchstgrenzen für Tarife und Gebühren bis Mitte 2011 vereinheitlicht und nach und nach gesenkt. Die nächste Phase zum günstigeren Sprechen, Simsen und Surfen startet pünktlich zu den Sommerferien. Dadurch sparen beispielsweise deutsche Handykunden im EU-Ausland bei Anrufen nach und von zu Hause rund drei Cent pro Minute.


So sieht`s ab 1. Juli aus:

Auslandstelefonate: Ob man selbst anruft oder angeklingelt wird: Im Ausland fallen Kosten an. Für die Beruhigung, dass man gut angekommen ist, reichen künftig 51 Cent statt 54 Cent brutto pro Minute. Der freudige Rückruf von zu Hause schlägt mit 22 statt 26 Cent brutto im Minutentakt zu Buche. Jeweils zum 1. Juli 2010 und 2011 werden die Minutenpreise weiter fallen: für abgehende Anrufe von jetzt 51 Cent über 46 auf 41 Cent. Bei ankommenden Telefonaten werden Nutzer von 22 über 17 Cent im übernächsten Jahr immer noch mit 13 Cent zur Kasse gebeten.

Simsen: Preiswerter ist und bleibt bis Juli 2011 der flinke Tastendruck. Ganz gleich aus welcher Länderecke die Nachrichten kommen: Bei allen EU-Mitgliedern werden die SMS-Kosten auf 11 Cent plus jeweiliger Mehrwertsteuer vereinheitlicht. Wer sich in den Niederlanden abstrampelt oder in der Sonne aalt, dem bringt dies eine Ersparnis von 17 Cent pro Meldung, bei einem Aufenthalt in Portugal sogar 24 Cent.

Kostenkontrolle: Spätestens ab März 2010 müssen die Mobilfunkgesellschaften abgehende Gespräche im Ausland nach den ersten 30 Sekunden und eingehende Anrufe ab der ersten Sekunde genau abrechnen. Sobald ein Rechnungsbetrag von 50 Euro während eines Auslandsaufenthalts erreicht wird, können Kunden ab April 2010 zudem automatisch auf die Kostenbremse treten und den mobilen Dienst vorübergehend deaktivieren lassen. Vieltelefonierer haben jedoch die Möglichkeit, ein höheres Limit zu wählen.

Datenroaming: Auch die Roaming-Gebühren, die bei den ausländischen Netzbetreibern fürs Surfen im Web per Handy anfallen, werden ab 1.Juli im Schnitt auf 1,68 Euro gesenkt. Diese Preisgrenze wird im nächsten Jahr auf 80 Cent und ab 2011 auf 50 Cent weiter fallen.

Sonderoptionen: Die verbilligten Konditionen gelten nicht nur für Kunden mit Mobilfunkvertrag, sondern auch für Nutzer von Prepaid-Karten. Speziell für Vertragskunden bieten viele Mobilfunkbetreiber über die europaweit gültigen Roaminggebühren hinaus noch spezielle Auslandstarife für Mobilfunkgespräche an. Diese warten häufig mit günstigeren Minutenpreisen, aber auch mit zusätzlichen Verbindungsgebühren pro Gespräch auf. Meistens lohnen sich solche Optionstarife erst bei längeren Telefonaten oder bei Auslandsaufenthalten außerhalb der EU. Daneben gibt es auch spezielle Prepaid-Produkte für günstige Handygespräche im Ausland. Auch wer im Urlaub auf die mobile Internetnutzung - also aufs Runterladen von Mails oder Weitersenden von Daten - nicht verzichten will, sollte sich ebenfalls nach besonderen Offerten der Netzbetreiber erkundigen. Nähere Hinweise zu den Bedingungen und Tarifen bietet zum Beispiel das Internetportal Teltarif.

Kostenfalle Mailbox: Im Ausland kann auch das Anspringen der Mailbox leicht zur Kostenfalle werden; denn wer angerufen wird, der trägt sämtliche Auslandsgebühren. Deshalb empfiehlt sich, die Mailbox auszuschalten. Dann werden Anrufer aus Deutschland direkt auf die Mailbox geführt, und zusätzliche Auslandskosten fallen nicht an.

Weitere Informationen zum mobilen Telefonieren im Ausland gibt's hier.
Autor: Verbraucherzentrale NRW
2085 Aufrufe
Stand: 1. Juli 2009
Erstellt: 1. Juli 2009

Weiterführende Informationen:

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