KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16761
Visionäres Wohnen: Wie aus Sperrmüll Designerstücke werden
Köln, 17.04.2010: Wohnen im Müll? Das will keiner, sollte man meinen. Doch in Köln ist aus einem ehemaligen Stunden- ein Schrott-Hotel entstanden. Eingerichtet ist es nur mit Gegenständen, die andere weggeworfen haben. Das Design soll trotzdem stimmen. In einer Doku-Soap hat ZDF-Neo das Projekt verfilmt. Ab dem 20. April ist der 18-tägige Umbau im Fernsehen zu sehen.Mit dabei ist Schrott-Designer Oliver Schübbe. An Erfahrung mangelt es ihm nicht. Bereits 2006 war er mit der Recyclingbörse Herford Mitbegründer von ZweitSinn einem Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt.
Netzwerk aus Designern und Handwerksbetrieben. Sie bündeln ihre Erfahrungen rund um die Wi ederverwertung von Möbeln in einem gemeinsamen Internet-Portal. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist aus dem von der Technischen Universität (TU) Dortmund entwickelten Ansatz das Konzept Wohn-Visionen 2020 erwachsen. Der Erfolg des Projekts auch auf der Internationalen Möbelmesse Köln zeigt: Leben in recycelten Möbel ist Trend.
Durch Recycling Kreislaufwirtschaft stärken
Der verborgene Sinn weggeworfener Dinge, den der Dadaist Kurt Schwitters in seinen künstlerischen Arbeiten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts thematisierte, wird bei ZweitSinn zu realen Produkten. Aus Möbeln vom Sperrmüll entwickeln die Netzwerk-Designer moderne und qualitativ hochwertige Unikate zum Teil schon bei Wettbewerben prämiert. Dadurch wird die Abfallmenge verringert und der Gedanke der Kreislaufwirtschaft gestärkt, erklärt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Die Zeit ist überfällig, dass gebrauchte Materialien nicht achtlos entsorgt, sondern systematisch als Rohstoff angesehen werden. Damit werde auch die Neuproduktion mit Primärrohstoffen beschränkt. Das schont Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen. Ressourcen und mindert den Ausstoß von Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen. Kohlendioxid , so Brickwedde. Insgesamt 29 umweltschonende Möbel-Kleinserien haben di e kreativen Köpfe von ZweitSinn bereits entworfen, die sie über ihre Homepage vertreiben.
Ganze Raumkonzepte aus gebrauchten Materialien
Das 2006 gestartet Konzept hat sich auf Initiative des Instituts für Umweltforschung der TU Dortmund mittlerweile zu Wohn-Visionen 2020 weiterentwickelt. Ganze Zimmereinrichtungen und Raumkonzepte aus gebrauchten Materialien entwerfen die beteiligten kleinen und mittelständischen Betriebe. Auch in der Wissenschaft hat der Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R. Recycling -Gedanke Einzug erhalten und steht jetzt auf den Lehrplänen dreier an dem Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt teilnehmender Hochschulen für Design (Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Akademie Gestaltung im Handwerk Münster, Kunsthochschule Kassel). Die DBU förderte das Netzwerk "ZweitSinn mit 120.000 Euro und unterstützt aktuell Wohn-Visionen 2020 mit weiteren 192.000 Euro.
Neben ökologischer auch soziale Dimension des Nachhaltigkeitsgedankens stärken
Ein wichtiger Bestandteil beider Vorhaben ist aber nicht nur, die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt zu entlasten, sondern auch Berufsperspektiven für sozial benachteiligte Menschen zu schaffen, betont Verena Exner, DBU-Referentin für Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft. So werde neben der ökologischen auch die soziale Dimension des Nachhaltigkeitsgedankens berücksichtigt. In den Projekten würden Ausbildungsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen etwa für Tischler, Polsterer oder Glaser geschaffen. Damit soll die Chance für Jugendliche und Langzeitarbeitslose erhöht werden, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden, so Exner.
Bauteilbörsen an elf Standorten in Deutschland entstanden
Ob Fenster sind Teile der umschließenden Außenhaut eines Gebäudes und damit Grenzflächen zwischen innen und außen. Fenster , Treppen oder Dachziegel, gut erhaltene Bauteile sind genauso wie Möbel zu schade für den Schredder. Das bauteilnetz Deutschland bietet eine Plattform, wieder verwendbare Bauteile in die Kreislaufwirtschaft zurück zu führen. Durch finanzielle Unterstützung schob die DBU auch dieses bundesweite Kooperationsprojekt erfolgreich an. Seit Beginn 2006 sind mittlerweile an elf Standorten in Deutschland Bauteilbörsen entstanden. Brickwedde: Die innovativen Ideen unserer Projektpartner zeigen, wie der Wohn- und Bausektor maßgeblich dazu beitragen kann, Als A. werden bewegliche Gegenstände bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.
Abfall zu vermeiden, Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen. Energie einzusparen und den Kohlendioxidausstoß zu mindern. So sei auch eine im März durchgeführte Tagung im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DB U zum Thema Wiederverwendung von Bauteilen national und international auf großes Interesse gestoßen.
Weitere Infos unter:
http://www.zweitsinn.de/
http://oekopro.de/wohn-vision-2020/
http://www.bauteilnetz.de/
Autor: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
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Stand: 17. April 2010
Erstellt: 17. April 2010
Stand: 17. April 2010
Erstellt: 17. April 2010
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