Weihnachtstradition - Die Geschichte einer Tanne
Berlin, 15.12.2009: Jedes Jahr um die Weihnachtszeit beginnt der Wettlauf um die schönste Tanne, die der naheliegende Baumhändler in seinem Sortiment anzubieten hat. Doch woher stammt eigentlich der Brauch, sich zum Weihnachtsfest das ja eigentlich die Geburt Jesu Christi feiern soll - eine Tanne ins heimische Wohnzimmer zu stellen und ihn zu schmücken? Denn in Betlehem dürfte es vor 2.000 Jahren doch schwierig gewesen sein, eine Tanne aufzutreiben.Wie kommt es also, dass jedes Jahr nahezu 30 Millionen Bäume den Weg in die Wohnzimmer der Deutschen finden? Der Ursprung der Tradition, sich das Haus mit Grünem zu schmücken, reicht bis in die Zeit der alten Römer zurück. Sie hängten sich zur Jahreswende einen grünen Lorbeerzweig im Haus auf. Im germanischen Raum war es zur Wintersonnenwende Brauch, sich grüne Zweige ins Haus zu holen, die zur Beschwörung des Sonnengottes zum Sieg über den Winter dienten. Damals galten die immergrünen Zweige der Nadelbäume als Sitz der Götter. Damit verbunden war die Hoffnung auf den eigenen Lebenserhalt. Die Menschen wollten sich also Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit ins Haus holen. Auch beim Richtbaum- und beim Maifest war es stets Brauch einen Baum aufzustellen.
Ein genaues Jahr, in dem der Weihnachtsbaum zum ersten mal Verwendung fand, ist heute nicht mehr klar auszumachen. Einer der ersten urkundlichen Belege beweist jedoch, dass im Jahre 1570 zur Winterzeit die Zunfthäuser mit Süßigkeiten geschmückte Bäume aufstellten, die später von Kindern geplündert werden durften. Der kirchliche Brauch einen Baum aufzustellen stammt aus dem 17. Jahrhundert, als es üblich war, vor dem eigentlichen Krippenspiel ein Paradiesspiel aufzuführen, bei dem ein grüner, mit Äpfeln geschmückter Baum den Baum symbolisierte, an dem sich Eva an der verbotenen Frucht versündigt haben soll. Der geschmückte Baum fand somit auch in die Wohnzimmer der Gläubigen Einzug und wurde zum Symbol der Weihnachtszeit.
Doch fand der immer reichlicher geschmückte Baum nicht nur Freunde unter der Christenheit. Der Weihnachtsbaum galt lange als Symbol des Protestantismus, mit dem man sich deutlich von der Tradition des katholischen Krippenspiels abheben wollte. 1870 in Frankreich eingeführt, beklagte zwei Jahrzehnte später auch so mancher Franzose die Annäherung an das Deutschtum.
Das Schmücken des Baumes trieb bisweilen seltsame Blüten. Ist durch Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien im Jahre 1611 der erste Kerzenschmuck bekannt, berichtet der preussische König Friedrich der Große davon, den Baum mit vergoldeten Kartoffeln zu schmücken, die die Paradiesfrucht auf besondere Art darstellen sollte.
Das erste gläserne Symbol des verbotenen Apfels wurde 1830 zur Christbaumkugel geblasen. In Amerika wurden Ende des 19. Jahrhunderts Christbäume aus Eisen hergestellt, durch dessen Äste
Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften.
Gas
lief und an den Stellen, wo sonst Kerzen standen, züngelten kleine Gasflammen hervor.
Tobias Hofmann
Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 46
Stand: 15. Dezember 2009
Erstellt: 15. Dezember 2009
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