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Wie wird in Deutschland an den Heizkosten gespart?


Zellingen, 02.11.2009: Mehr als 50% aller Bundesbürger sparen Heizkosten in dem sie in nicht genutzten Wohnräumen die Heizung vollständig abdrehen. Fast ein Drittel will mit weniger Lüften die Heizkosten deutlich drosseln. Derzeit glauben nur wenige das durch Dämmung und neuer Technik, die Kosten effektiv gesenkt werden. Zudem bieten Banken wegen der Wirtschaftskrise, derzeit nur wenige Kredite und KfW Förderungen an.

Zwar wird durch das Konjunkturpaket 2 die energetische Sanierung von Häusern gefördert, doch leider nur an öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Behörden. Die Investition der Bundesregierung ist bei Wohnhäusern deutlich sparsamer. Nachdem die Abwrackprämie für Privatfahrzeuge von der Bevölkerung so gut angenommen wurde, sollte nun verstärkt und deutlich die energetische Sanierung von nicht öffentlichen Gebäuden gefördert werden. Sinnvolle Förderungen wie der Austausch von Nachtspeicheröfen sollen derzeit Ende des Jahres auslaufen. Da in vielen dieser Öfen noch Asbest schlummert und daher die Entsorgung teuer wird, ist eine finanzielle Stütze von 250,- Euro pro Ofen, durchaus sinnvoll angelegt. Die Förderung ist an neue und effektive Heizungstechnik gebunden, dadurch wird der CO2 Ausstoß deutlich reduziert.

Ein weiteres Plus sind die geringeren Verbrauchskosten, wodurch eine schnelle Amortisierung gegeben ist. In fast 1,5 Millionen Bundesdeutschen Haushalten sollen die meist gesundheitsschädlichen Stromfresser und CO2 Schleudern zu finden sein. Im Jahre 2020 sollen laut Bundesregierung, Nachtspeicheröfen endgültig verboten werden.


Schon lange sind Kredite, direkt von der KfW und ohne blockierender Hausbank im Gespräch. Diese sollte aber deutlich besser als bei der Abwrackprämie organisiert werden, denn diese hat die Online Seite der BAFA über Wochen völlig lahmgelegt. Alternativ haben viele Autohändler und Hersteller, die Abwrackprämie aus eigener Tasche oder über hauseigenen Banken vorgestreckt. Nach diesem Vorbild ist eine bessere Umsetzung der neuen EnEV und ein schnelleres Wachstum des Binnenmarkts zu erwarten. Die energetische Sanierung ist eine Mittelstandsförderung mit Substanz mit weitreichenderen Folgen, weil derzeit durch Wohnen, deutlich mehr CO2 als durch den Straßenverkehr in die Atmosphäre gelangt. Somit würde Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen profitieren.
Autor: Institut Wendepunkt
1742 Aufrufe
Stand: 2. Dezember 2009
Erstellt: 2. Dezember 2009

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