KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 15317
Persönlicher Schutzengel für Senioren
Kaiserslautern, 21.02.2009: Viele Menschen wollen auch im Alter noch lange selbständig in den eigenen vier Wänden leben. Intelligente Umgebungen können helfen, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Wie das geht, zeigen die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand B36 sowie auf dem Stand B40 des Bundesforschungs-ministeriums - beide in Halle 9 der diesjährigen weltgrößten Computermesse CeBIT.Technologie wird in den Wohnungen der Zukunft aus Sicht der Forscher am Fraunhofer IESE eine immer größere Rolle spielen. Die Wissenschaftler entwickeln derzeit informationstechnologische Konzepte für ein System, das über ein Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt.
Netzwerk vieler unaufdringlich montierter Sensoren detaillierte Umgebungsinformationen sammelt, diese analysiert und situationsbezogen darauf reagiert.
"Wir machen auf diese Weise quasi die Umgebung intelligent. Über viele nahezu unsichtbar angebrachte Sensoren beobachtet das System den Tagesablauf der Bewohner", erläutert Dr. Martin Becker, der Leiter des Forschungsbereichs "Ambient Assisted Living" am IESE. "So kann erkannt und beurteilt werden, welches Risiko im jeweiligen Fall besteht, ob sich ein Trend zur Verschlechterung abzeichnet und vor allem, ob ein akuter Notfall vorliegt."
Eine besondere Herausforderung ist es, das System so aufzubauen, dass es einerseits sicher und zuverlässig arbeitet und andererseits kontinuierlich an sich ändernde Bedürfnisse angepasst werden kann. Neben konventioneller, d.h. passiv arbeitender Sensorik, die ihre Daten z.B. via Funk zur weiteren Verarbeitung an eine Zentrale melden, werden eingebettete Miniatursysteme entwickelt. Die vollständigen Kleinstcomputer lassen sich überall in einer Wohnung unterbringen, arbeiten autonom und kommunizieren selbstständig miteinander. In ihrer Gesamtheit präsentieren sie sich einem Bewohner als homogene, intelligente Umgebung. Dabei bleibt die auf Wunsch weitgehend bedienungsfreie Technik stets dezent im Hintergrund - bis sie gebraucht wird.
Wichtige Daten:
Stand der Fraunhofer-Gesellschaft: Halle 9, Stand B36
Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Halle 9, Stand B40
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen, Telekommunikationseinrichtungen und Telematikanlagen über Informationssysteme und medizintechnische Geräte bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe - vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik, dem auch das Fraunhofer ITWM angehört, engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 57 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Das Institut ist als Teil des Fraunhofer-Zentrums Kaiserslautern offiziell "Ausgewählter Ort 2009" im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen".
Bild: © RainerSturm, PIXELIO
Autor: Fraunhofer-Gesellschaft
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Stand: 21. Februar 2009
Erstellt: 21. Februar 2009
Stand: 21. Februar 2009
Erstellt: 21. Februar 2009
Weiterführende Informationen:
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