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Wärme aus Abwasser


Dresden, 13.10.2008: "Wir wollen Energie aus Abwässern gewinnen", so beschreibt Christian Micksch, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH, das Ziel eines Pilotprojekts in Schkeuditz. Mittels einer neuartigen Wärmerückgewinnungsanlage soll dort zukünftig ein neu entstehender Hort beheizt werden.


„Die Temperatur des Abwassers beträgt zwischen 10 und 14 Grad Celsius. Diese Temperatur reicht aus, um das Hortgebäude mittels eines Abwasser-Wärmeaustauschers zu beheizen oder im Sommer zu kühlen“, betont Micksch.

Erfahrungen mit ähnlichen Anlagen in der Schweiz zeigen, dass aus einem Kubikmeter Abwasser , das entspricht etwa fünf gefüllten Badewannen, ein Wärmeaustauscher zwei bis drei Kilowatt Wärmeleistung gewinnen kann. Diese Leistung würde reichen um ein Einfamilienhaus in Passivbauweise im Winter zu beheizen“, so Micksch.

Die Abwasser-Wärmeaustauscher-Anlage wird in einem Abwasserkanal in der Nähe des Hortgebäudes installiert. Eine 39 Meter lange spezielle Edelstahlrinne nimmt die Wärmeenergie des Abwassers auf. Mittels einer Wärmepumpe wird die Energie des Abwassers auf ein nutzbares Temperaturniveau für die im Hort zu installierende Fussbodenheizung gehoben.

Mit dem Neubau des Schkeuditzer Horts soll bereits im Oktober 2008 begonnen werden. Die Kosten für diese Pilotanlage betragen 130 000 Euro. Die Wärmerückgewinnungsanlage wird sich nach Schätzungen der SAENA innerhalb von acht Jahren amortisieren.

Die SAENA wurde im Juni 2007 vom Freistaat Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank gegründet. Als wirtschaftsinteressenunabhängiges Kompetenzzentrum informiert und berät SAENA sächsische Unternehmen, Kommunen und private Haushalte rund um die Themen Energie , Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien.


Bild: © Günter Z., PIXELIO
Autor: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
3488 Aufrufe
Stand: 13. Oktober 2008
Erstellt: 13. Oktober 2008

Weiterführende Informationen:

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