KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 14487
Heizöl sparen mit Pappeln und Weiden
Rottenburg am Neckar, 09.08.2008: In diesem Jahr hat die Hochschule Rottenburg in Kooperation mit Landwirten vier weitere Versuchs- und Demonstrationsflächen mit schnell wachsenden Baumarten angelegt. Zwei Flächen befinden sich in der Umgebung von Rottenburg, eine im Kraichtal und eine im Schwarzwald. Damit stehen nun neben dreißig waldbaulichen Versuchs- und Trainingsflächen insgesamt fünf so genannte Kurzumtriebsflächen für Untersuchungen und für die studentische Ausbildung zur Verfügung.Auf diesen Kurzumtriebsflächen wurden im Frühjahr Stecklinge verschiedener Die Pappel - auch Espe genannt - ist ein Pionierbaum mit geringen Ansprüchen an Boden und Klima. Sie bruacht viel Lichtund steht häufig auf freien Flächen.
Die Pappel wird meist um 20 Meter hoch und hat ihr Wachstum bereits mit 60 Jahren beendet. Die vegetative Vermehrung findet über Stecklinge oder Gewebekultur statt.
Pappel - und Weidensorten ausgebracht. Als "Schnellstarter" sind einige Sorten in der Lage, bei geeigneten Bedingungen bereits im ersten Jahr Höhentriebe von deutlich über 1,5 m zu leisten. Je nach Standort soll auf den Versuchsflächen pro Jahr und Hektar eine Holzmenge zuwachsen, bei deren Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet. Verbrennung mindestens 4000 - 5000 Liter Heizöl eingespart werden können.
Geplant ist, dass die Bäumchen je nach Flächenkonzeption in 3 bis 8 Jahren das erste Mal geerntet werden. Die Wurzelstöcke treiben erneut aus, so dass nach einmaliger Pflanzung eine mehrfache Nutzung möglich ist. Das geerntete Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz kann z.B. in Form von Hackschnitzeln zur Energieerzeugung genutzt werden. Bei längeren Erntezyklen ist eine alternative Verwendung als Rohstoff für die P. kann aus Zellstoff, Holzstoff, Alt-P. und Lumpen (Anteil ca. 70 Prozent) bestehen. Füllstoffe sind z.B. Kreide, Bariumsulfat, Titandioxid und Kaolin. Papier - oder In dem Bereich der Holzindustrie führen insb. die H. und die Holzschutzmittelindustrie zu relevanten Umweltbelastungen. Holzwerkstoffindustrie möglich.
Kurzumtriebsflächen mit schnell wachsenden Baumarten bieten eine Reihe von Vorteilen. Der Arbeits- und Energieaufwand für den Anbau ist gering und konzentriert sich auf das erste Jahr und die späteren, im Winter stattfindenden Ernten. Durch ihre sehr günstige Kohlendioxidbilanz leisten diese Flächen einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Klimaschutz . Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und von Dünger ist im Vergleich zu Ackerflächen deutlich geringer. Der Naturschutzwert wurde in bisherigen Studien stets höher bewertet als der von herkömmlich bewirtschafteten, benachbarten Ackerflächen. Auch wenn Kurzumtriebsflächen der früher verbreiteten Niederwaldnutzung ähneln, bleiben die Flächen unter bestimmten Bedingungen landwirtschaftliche Nutzfläche.
Auf den Versuchsflächen laufen zurzeit mehrere Diplom- bzw. Bachelorarbeiten von Studenten der Hochschule Rottenburg. Dabei werden verschiedene Fragestellungen bezüglich geeigneter Sorten und Begründungsvarianten untersucht. Ziel ist es, konkrete Anbauempfehlungen für die regionalen Verhältnisse ableiten zu können. Außerdem dienen die Flächen der praktischen Die gesellschaftlich organisierte Wissensvermittlung ist in erster Linie unser Bildungssystem mit Schule, Berufausbildung und Studium.
Wissensvermittlung an Studenten aller Studiengänge. Insbesondere in dem 2007 gestarteten Bachelorstudiengang "BioEnergie" spielt die Thematik des Anbaus von schnell wachsenden Baumarten eine wichtige Rolle.
Bild: HFR
Autor: Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
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Stand: 9. August 2008
Erstellt: 9. August 2008
Stand: 9. August 2008
Erstellt: 9. August 2008
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