KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 14423
Krebsgefahr durch künstliche Mineralfasern - Asbest-Fehler werden wiederholt
Nürnberg/Hennef, 23.07.2008: Alle Prozesse, die hohe Temperaturen benötigen, müssen gegenüber der normalen Umgebungstemperatur isoliert werden um Wärmeverluste zu vermeiden und Energie einzusparen. Die Anwendungen für feste oder faserförmige Wärmedämmstoffe reichen von Industriehochöfen, über Abgaskatalysatoren, Kaffeemaschinen, Ceran-Kochfeldern bis hin zu Brandschutztüren. Vor allem die Hochtemperaturwollen (HTW) bieten im Vergleich zu Feuerfeststeinen zahlreiche Vorteile, doch ihre Risiken sind nicht unerheblich.Selbst krebserregendes A. ist ein natürliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren für vielfältige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Gebäuden und Geräten als Brand- und Isolierschutz. Asbest kommt wieder ins Gespräch. Statt eines weltweiten Asbestverbots plädieren Produzentenländer wie Russland, Kasachstan, China und Kanada derzeit dafür, das Chrysotil, auch Weißasbest genannt, weltweit wieder zuzulassen. Trotz zahlreicher schwerer Asbesterkrankungen und vielen asbestbedingten Sterbefällen, soll Weißasbest wieder hoffähig gemacht werden. Obwohl die Auch Asbeststaublunge. Spezifische Erkrankung (Fibrose) durch Einatmen von Asbeststaub. Asbestose als Krankheit schon um 1900 entdeckt wurde, erließ man in Deutschland erst im Jahr 1993, in der EU sogar erst 2005, ein endgültiges Verbot für nahezu alle Asbestprodukte.
Aus Fehlern sollte man eigentlich lernen. Als Ersatzwerkstoffe für Asbest haben sich im Laufe der Jahre neben den festen Wärmedämmstoffen, wie etwa Feuerfeststeinen und -platten, die künstlichen siehe Mineralwolle. Mineralfasern (KMF) etabliert. Das sind zumeist Mineralwollen, wie Stein- und siehe Mineralwolle
Glaswolle , Aluminiumsilikatfasern, Polykristalline Wolle oder AES-Wolle (Alkaline Earth Silicate). Vor allem die in der Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie häufig eingesetzten Hochtemperaturwollen bergen große Risiken, die derzeit ganz bewusst verharmlost werden. Vielleicht wurde der bekannte wissenschaftliche Fachausdruck der Fasern auch deshalb in dem harmlos klingenden Begriff Wollen umbenannt, kritisiert der Nürnberger Fachjournalist Robert Ruthenberg im
Interview mit dem Onlinemagazin NeueNachricht. Aufgrund der Erfahrungen mit Asbest hat die Weltgesundheitsorganisation}: World Health Organisation (WHO). Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Definition der lungengängigen Fasern vorgenommen. Bei Faserstäuben, die eine längliche Form aufweisen, sind Faserabmessungen dann besonders kritisch, wenn die Fasern eine Länge von mehr als 5 Mikrometer, einen Durchmesser von weniger als 3 Mikrometer und ein Längen-Durchmesser-Verhältnis von mehr als 3 zu 1 aufweisen. Denn in diesem Fall können sie in die tieferen Atemwege sehr leicht vordringen. Einige Faserstäube gelten als Risikofaktoren für L. (Bronchial-Karzinom) macht 25% aller Karzinome (Ca) aus; Männer sind häufiger betroffen (4:1); der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen 55 und 60 Jahren. Lungenkrebs , unter anderem A. ist ein natürliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren für vielfältige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Gebäuden und Geräten als Brand- und Isolierschutz. Asbest , siehe Mineralwolle
Glaswolle , siehe Mineralwolle. Steinwolle , S. gehört zu den Mineralwolle-Dämmstoffen. Schlackenwolle und Aluminiumsilikatfasern. Für die Verarbeitung und siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung
Entsorgung gelten besondere Anforderungen, die in Deutschland in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe sind im Chemikaliengesetz (ChemG) definiert. Hierzu gehören all jene gefährlichen Stoffe, die mindestens eine der insgesamt 15 definierten Eigenschaften besitzen. Gefahrstoffe TRGS = Abkürzung für Technische Regeln für Gefahrstoffe, siehe Stichwort Gefahrstoffe
TRGS festgelegt sind.
Allerdings werden einige Hochtemperaturwollen, analog zu Asbestfasern, erst im Körper zu gefährlichen so genannten WHO-Fasern, da sie sich dort längs spalten. Diese Fasersorten sind vor dem Einatmen messtechnisch als WHO-Fasern gar nicht erfassbar. Dieses Problem und andere wurden auf dem Fachkolloquium Hochtemperaturwollen" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung http://www.dguv.de in Hennef intensiv erörtert. Veranstalter war die Berufsgenossenschaft Maschinenbau und Metall.
Analog zur Asbestdiskussion behaupteten die P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf. Produzenten auf diesem Fachkolloquium, dass die künstlichen siehe Mineralwolle. Mineralfasern für den Erhalt der Arbeitsplätze in den Anwenderindustrien unverzichtbar wären. Vor allem der damit erzielbare Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz aufgrund hoher Wärmedämmung wurde hervorgehoben. Dabei gibt es zahlreiche gute Alternativen, die nicht sehr viel mehr kosten. Substitution wird selbst in der Technischen Regel TRGS = Abkürzung für Technische Regeln für Gefahrstoffe, siehe Stichwort Gefahrstoffe
TRGS 619 gefordert. Häufig lässt sich durch einfache konstruktive Maßnahmen der Einsatz von Hochtemperaturwollen komplett vermeiden. Immerhin dämmen doppelt- oder dreifach verglaste Fensterscheiben auch den Wärmefluss ohne Einsatz von HTW, weiß der Branchenexperte Ruthenberg. So seien zahlreiche Vakuum-Isolationsprodukte in der Bauindustrie schon heute verfügbar. Nicht brennbare Keramikschäume mit einem Porenanteil von über 96 Prozent sind völlig faserfrei und sogar temperaturbeständiger als HTW.. Die Schäume sind hervorragende Wärmeisolatoren. Zudem lassen sie sich passend zu den Anwendungen gut formen, so Ruthenberg.
Im Automobilbau könnten die bewährten Drahtgestricke zur Lagerung der K.-Geschirr, insb. buntes und farbiges aus dem Ausland, enthält manchmal Glasuren und Farbstoffe, die Blei oder Cadmium enthalten. Keramik -Katalysatoren und Dieselpartikelfilter die krebserzeugenden Aluminiumsilikatmatten optimal substituieren. Oder Automobilhersteller setzen gleich Katalysatoren und P. (auch Rußfilter genannt) vermindern die bei der dieselmotorischen Verbrennung entstehenden Rußpartikel (Dieselmotor, Schadstoffe aus Kfz) um bis zu 90%. Partikelfilter aus Metallfolien und Metallvliesen ein, die gar keine Lagerungsmatten benötigen. Damit lässt sich sogar viel Geld sparen, wie zahlreiche Automobilhersteller dokumentiert haben, erklärt Ruthenberg. Eine Substitution könne häufig sehr leicht realisiert werden und schützt vor unliebsamen Spätfolgen oder gar Regressansprüchen. Das Beispiel der so genannten Betrugs-Dieselrussfilter und die ergriffenen Maßnahmen zeigen, dass Regressforderungen heute recht schnell eintreten können, weitaus schneller als bei den Asbestgeschädigten, resümiert Ruthenberg.
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Autor: neue nachricht
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Stand: 23. Juli 2008
Erstellt: 23. Juli 2008
Stand: 23. Juli 2008
Erstellt: 23. Juli 2008
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