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Eurocodes: Gemeinsame Normen für Bauwerke


Brüssel, 20.02.2008: Zehn neue europäische Normen für die Auslegung von Bauwerken werden die Geschäftstätigkeit im Baugewerbe ankurbeln. Ab 2010 wird damit ein gemeinsamer Normungsrahmen für die Konstruktion von Bauwerken des Hoch- und Tiefbaus vorliegen. Die so genannten "Eurocodes" räumen technische Handelshemmnisse für Bauprodukte und –dienstleistungen in der EU aus dem Weg und verbessern die Qualität der Produkte und Dienstleistungen.


Gleichzeitig werden neue Beschäftigungsmöglichkeiten im Baugewerbe entstehen, das derzeit 28 Prozent der Industriearbeitsplätze in der EU bereitstellt.

EU-Kommissionsvizepräsident Verheugen, zuständig für Unternehmen und Industrie , sagte: „Der neue Normungsrahmen liefert die Grundlage für die erfolgreiche Übernahme hochwertiger Produkte, Dienstleistungen und Innovationen durch den Markt und wird so den internationalen Wettbewerbsvorteil der europäischen Bauindustrie verstärken, die im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen eine der wichtigsten Branchen ist.“

EU-Forschungskommissar Potocnik ergänzte: „Ein intensiverer Wettbewerb auf gleichberechtigter Basis in der EU wird zu Kosteneinsparungen, Qualitätssteigerung und technologischen Innovationen führen"

Die Eurocodes wurden 2007 vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) veröffentlicht. Es handelt sich um Normen, die bestimmte technische Aspekte betreffen, etwa Feuerbeständigkeit, Brückenauslegung, Sicherheit, Wartungsfreundlichkeit, Robustheit und Dauerhaftigkeit.

Mit den Eurocodes werden gemeinsame technische Regeln für die Auslegung von Bauwerken in den Mitgliedstaaten eingeführt. Die Bestimmung des Sicherheitsniveaus von Bauwerken, einschließlich der Aspekte „Dauerhaftigkeit“ und „Wirtschaftlichkeit“, obliegt weiterhin den Mitgliedstaaten.

Die Anwendung der Eurocodes ist das empfohlene Vorgehen, um die Übereinstimmung von Bauwerken und Bauprodukten mit CE-Kennzeichnung mit den grundlegenden Anforderungen der Bauprodukte-Richtlinie nachzuweisen. Außerdem sind die Eurocodes in den technischen Spezifikationen öffentlicher Aufträge vorzugsweise als Referenz anzugeben. Die Normen gewährleisten höchste technische Qualität der Baupläne und werden außerdem Arbeitsplätze schaffen.

Ingenieure, Bauunternehmen, Konstrukteure und Hersteller werden ihre Dienste in allen EU-Mitgliedstaaten ungehindert anbieten können. Das nächste Ziel der EU ist die Ausdehnung des Gegenstandsbereichs der Eurocodes auf Nachhaltigkeitsaspekte wie Umweltschutz , Ressourceneinsatz, Energieeinsparung, Gesundheitsschutz und Sicherheit.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
1946 Aufrufe
Stand: 20. Februar 2008
Erstellt: 20. Februar 2008

Weiterführende Informationen:

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