KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 13683
Schwere Altlast: Trinkwasserleitungen aus Blei jetzt vollständig austauschen
Dessau-Roßlau, 06.02.2008: Bleihaltiges Wasser vor allem für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere nicht geeignet. Seit Jahrzehnten ist bekannt: Blei ist gesundheitsschädlich. Dennoch sind Wasserleitungen aus Blei in vielen Altbauten noch weit verbreitet. Die Folge können erhöhte Bleikonzentrationen im Trinkwasser sein, teilweise sogar über dem ab 2013 in Kraft tretenden Grenzwert von 10 Mikrogramm Blei/Liter Trinkwasser (µg/L).Es gibt deutliche Hinweise, dass knapp 3 Prozent der Haushalte mit 3- bis 14-jährigen Kindern diesen künftigen Grenzwert nicht einhalten. Dies zeigt jüngst der Kinder-Umwelt-Survey des Umweltbundesamtes (UBA). Säuglinge und Kleinkinder sind besonders empfindlich gegenüber Blei wird zur Herstellung von Akkumulatoren, Batterien, Kabelummantelungen, Rohren, Legierungen und Farben eingesetzt. Blei ist chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Pb (lat.: plumbum) und zeigt an frischen Schnittstellen bläulich glänzendes, weiches (mit dem Fingernagel ritzbares) Schwermetall. Blei . Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen. Trinkwasser aus Bleileitungen ist daher für die Zubereitung ihrer Nahrung nicht geeignet; Schwangere sollten es auch nicht konsumieren. Dies gilt für Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser , das längere Zeit in den Leitungen stand, und für frisch abgelaufenes Wasser.
Wer alte Bleileitungen im Gebäude hat, kann die Gesundheitsbelastung jedoch zuverlässig vermeiden, indem er oder sie die alten Rohre durch neue Leitungen aus zertifizierten Materialien ersetzt: Geeignete Leitungsmaterialien sind In Europa werden K. mehrheitlich auf Erdölbasis (Naphtha, Erdöl) hergestellt, während in den USA hauptsächlich Erdgas als Rohstoff eingesetzt wird. Kunststoffe , Edelstahl oder Chemisches Element der I. Nebengruppe, Symbol Cu, Ordnungszahl 29, Schmelzpunkt 1.083 Grad C, Siedepunkt 2.395 Grad C, ist ein Schwermetall und Halbedelmetall. Kupfer , falls sie ein Zertifizierungszeichen der DVGW (Deutsche Vereinigung des Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften. Gas - und Wasserfachs e.V.) aufweisen. UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge: "Die anstehenden Sanierungen zur besseren Wärmeisolierung sind eine gute Gelegenheit, um das Blei endlich aus den Altbauten zu verbannen". Was dabei zu beachten ist, erläutert der kostenlose UBA-Ratgeber: "Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn".
Hauseigentümer sollten sich an fachkundige Installationsfirmen wenden, die dann die allgemein anerkannten siehe Stand der Technik. Regeln der Technik befolgen und die richtigen Materialien auswählen. Erfahrungen des UBA zeigen: Was billig ist, muss nicht preiswert sein, denn falsch installierte oder nicht zertifizierte Materialien können andere Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen. Schadstoffe an das Trinkwasser abgeben oder das Bakterienwachstum fördern.
Trinkwasserleitungen müssen auch zur Wasserzusammensetzung vor Ort passen. Trinkwasser ist ein Naturprodukt und seine chemischen oder korrosiven Eigenschaften sind regional unterschiedlich. Vor dem Einbau von Kupferrohren sind die Einsatzbeschränkungen zu beachten. So können bei saurem oder hartem Trinkwasser erhöhte Kupferkonzentrationen im Trinkwasser auftreten. Die örtlichen Wasserversorger führen Listen kompetenter Installationsfirmen. Diese Firmen erhalten neben Fortbildungen und Schulungen auch regelmäßig Informationen über die Wasserzusammensetzung vor Ort. So können Haus- und Wohnungseigentümer die Auswahl des Materials genau auf ihr Trinkwasser abstimmen.
In manchen Regionen Deutschlands - vor allem in Nord- und Ostdeutschland - kamen Bleileitungen noch bis Anfang der 1970er Jahre zum Einsatz. Dort lässt sich weder der - noch bis 30. November 2013 gültige - Trinkwassergrenzwert für Blei wird zur Herstellung von Akkumulatoren, Batterien, Kabelummantelungen, Rohren, Legierungen und Farben eingesetzt. Blei ist chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Pb (lat.: plumbum) und zeigt an frischen Schnittstellen bläulich glänzendes, weiches (mit dem Fingernagel ritzbares) Schwermetall. Blei in Höhe von 25 µg/L noch der ab 01. Dezember 2013 gültige in Höhe von 10 µg/L überall einhalten. Da Bleileitungen sehr haltbar sind und eine komplette Erneuerung zu kostspielig erscheint, zögerten viele Hauseigentümer die vollständige Erneuerung der Trinkwasserleitungen immer wieder hinaus. Die alten Das Problem B. ergibt sich in Altbauten. B. wurden in den alten Bundesländern bis 1960 verlegt. Bleirohre müssen jedoch ganz raus, damit die Bleibelastung wirklich sinkt - von Teilsanierungen rät das UBA dringend ab: "Die Mischung verschiedener (griechisch: metallon = Bergwerk) Lichtundurchlässige, stark glänzende, elektrischen Strom gut leitende chemische Elemente. Metalle kann besonders hohe Belastungen an gelösten Metallen im Trinkwasser verursachen", so UBA-Präsident Troge.
Der UBA-Ratgeber: "Trink was - Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen. Trinkwasser aus dem Hahn" informiert Mieter und Hauseigentümer darüber, woran sie Mängel der Bauausführung und ungeeignete Installationsmaterialien erkennen können. Der Ratgeber kann unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3058.pdf heruntergeladen werden.
Autor: Umweltbundesamt
3722 Aufrufe
Stand: 6. Februar 2008
Erstellt: 6. Februar 2008
Stand: 6. Februar 2008
Erstellt: 6. Februar 2008
Weiterführende Informationen:
Weitere Meldungen zum Thema "Blei":
| EU-Analyse unterstreicht wirtschaftliche Vorteile von stärkerem Klimaschutz Berlin / Brüssel, 31.01.2011: Eine gestern in Brüssel vorgestellte Analyse der Europäischen Kommission über die ökonomischen Auswirkungen stärkeren Klimaschutzes ist laut Oxfam ein wichtiger Meilenstein für die längst überfällige Anhebung des EU-Klimaschutzziels auf 30 Prozent Treibhausgasreduktion bis 2020. |
| DER SPIEGEL als Spiegelbild propagandistischer Kultur - Eine Rezension von Wahid Ben Alaya Tübingen, 28.01.2012: Die vorliegende Rezension ist im Vorfeld einer Wirkungsanalyse angesiedelt. Es geht mir nicht darum, mit großem Aufwand medienwissenschaftlicher Methoden zu beweisen, daß propagandistische Medienkultur eben propagandistisch ist. |
| Fischen ohne Grenzen: Ein Drittel der Weltmeere durch Fischerei geschädigt Hamburg, 25.01.2012: Die Fangflotten der Weltfischerei breiten sich über den gesamten Globus aus und hinterlassen dabei Spuren. Seit 1950 haben sie ihren zerstörerischen Aktionsradius verzehnfacht: 100 Millionen Quadratkilometer werden so intensiv befischt, dass die Ökosysteme bereits stark geschädigt sind. Das entspricht einem Drittel der Oberfläche des gesamten Weltmeeres. |
| Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können Köln, 25.01.12: Jeder kennt sie, die kleine Stimme aus dem Inneren. In der Tür zum Vorstellungsgespräch, vor der Begegnung mit dem Chef, oder der Verhandlung über eine Gehaltserhöhung, flüstert sie uns zu: Und Du glaubst wirklich, Du bist gut genug? Das hast Du doch gar nicht verdient! Bleib' auf dem Teppich ... |
| Containerwrack vor Neuseeland gesunken Hamburg, 10.01.2012: Erneut herrscht Öl-Alarm vor Neuseelands Küste: Das Wrack des Containerschiffs Rena ist in stürmischer See auseinandergebrochen, das Heckteil ist vom Astrolabe Riff abgerutscht und versinkt im Meer. |
| Hähnchenfleisch in Supermärkten mit antibiotikaresistenten Krankheitskeimen belastet Berlin, 09.01.2011: Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. |
| Sorgerecht: Keine Besserung für ledige Väter in Sicht! Hamburg, 04.01.2012: 2 Jahre sind vergangen, seit der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Diskriminierung deutscher Väter im deutschen Sorgerecht für menschenrechtsverachtend eingestuft hat. |
| Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein Berlin, 30.12.2011: Ein trauriger Rekord: Mit über 23 Tonnen wurde dieses Jahr weltweit mehr illegales Elfenbein bei großen Beschlagnahmungen (über 800 Kilogramm) sichergestellt als jemals zuvor. Dies teilt TRAFFIC mit, die internationale Artenschutzorganisation und Tochtergesellschaft des WWF. |
| PETA informiert über Silvester-Gefahren für Haustiere Gerlingen, 30.12.2011: Die geräuschvolle Begrüßung des neuen Jahres birgt für Tiere große Gefahren: Viele von ihnen werden verletzt, geraten in Panik oder gehen verloren. |
| HWNG Rhein sieht angesichts der enttäuschenden Ergebnisse des Weltklimagipfels den einzigen Ausweg in der Optimierung der Katastrophenvorsorge HWNG Rhein sieht angesichts der enttäuschenden Ergebnisse des Weltklimagipfels den einzigen Ausweg in der Optimierung der Katastrophenvorsorge Solidarischer Spendenaufruf für thailändische Hochwasserregion. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










