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Aufbruch zu neuen Ufern


Frankfurt, 02.06.2004: Das WWF-Auen-Institut zieht zur Universität Karlsruhe. Es wird dort als eigenständige Forschungs-einrichtung in das neue "Institut für Wasser und Gewässerentwicklung" eingegliedert, das neben dem WWF-Auen-Institut zwei weitere Abteilungen, nämlich die Universitätsinstitute für Siedlungs-wasserwirtschaft sowie für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik umfassen wird.

Von der neuen Konstellation erwarten beide Partner erhebliche Synergien in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der akademischen Ausbildung des Naturschutznachwuchses. Durch das geballte Know-how im Süßwasserbereich erhofft man sich zugleich noch größeres Gewicht und Einfluss, wenn es um die naturschutzfachliche Beratung öffentlicher Entscheidungsträger geht.

Zunächst wechseln vier der acht Mitarbeiter des Auen-Instituts aus Rastatt an die Universität nach Karlsruhe. Die Personalkosten werden weiter vom WWF finanziert. Das frisch gebackene Uni-Institut wird sich im Rahmen von Auftragsarbeiten für den WWF auf die Flüsse Donau und Rhein konzentrieren. Die Universität Karlsruhe stellt die Räume sowie die Infrastruktur der Hochschule zur Verfügung und beteiligt sich an der Ausstattung der neuen Forschungseinrichtung.

Vier Mitarbeiter des Auen-Instituts bleiben beim WWF und werden dort weiter für den Fachbereich Süßwasser arbeiten. Dieser Bereich soll künftig stärker Kampagnen orientiert agieren und sehr eng mit den internationalen Wasserfachleuten der Naturschutzorganisation zusammenarbeiten. Als Beispiel nannte WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch einen geplanten Kanalbau im Donaudelta in der Ukraine. Hier reiche es nicht, die ökologischen Folgen zu analysieren, sondern man müsse darüber hinaus mit plakativen Aktionen die breite Öffentlichkeit auf seine Seite bringen. Nur so lasse sich das Schlimmste verhindern. Für die Leitung dieses neuen Fachbereiches werde in Kürze eine neue Stelle in der Frankfurter WWF-Zentrale geschaffen.

Der WWF-Geschäftsführer versicherte, dass man sich nicht vom Thema Flüsse und Auen verabschieden werde. Im Gegenteil: man wolle die Arbeit auf eine breitere Basis stellen. Man setze auf eine Doppelstrategie: Stärkung der Wissenschaftlichkeit durch eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit der Universität einerseits. Andererseits will der WWF die Chancen in seinem internationalen Netzwerk verstärkt nutzen, um durch Kampagnen und gemeinsame politische Aktionen Feuchtgebiete in anderen Regionen der Welt zu retten.

"Die Übernahme des WWF -Auen-Instituts durch die Uni Karlsruhe bietet die ideale Möglichkeit, unsere wissenschaftliche Arbeit zum Thema Fluss- und Auenökologie in engerem Schulterschluss mit einer Universität fortzusetzen", so Dr. Peter Prokosch. Er begrüße zudem, dass durch die Zusammenarbeit den Studierenden der Ingenieurwissenschaften der Naturschutzgedanke professionell nahe gebracht werde.
Autor: WWF Deutschland
735 Aufrufe
Stand: 13. April 2011
Erstellt: 2. Juni 2004

Weiterführende Informationen:

    @Umweltlexikon?
  • Naturschutz , Umweltschutz

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