KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 17033
Russlands brennende Probleme
Berlin, 09.08.2010: Mehr als 7.000 Waldbrände lodern derzeit rund um Moskau und im russischen Fernen Osten. Daran ist nicht allein die aktuelle Hitzewelle Schuld, betont Aurel Heidelberg, Waldreferent beim WWF Deutschland. Die Gründe seien vielfältig, aber eine mangelhafte Vorsorge und ein miserables Waldmanagement seien die Hauptursachen für die Brandkatastrophen.Hier rächen sich die Fehler aus den vergangenen Jahrzehnten, befürchtet der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF . Illegaler Holzeinschlag, die Übernutzung der Wälder und großflächiger Kahlschlag hätten zu der aktuellen prekären Lage maßgeblich beigetragen.
Eine verfehlte Bewirtschaftung der Flächen, Kahlschlag und illegaler Holzeinschlag habe vielerorts zu einer Verbuschung und Versteppung geführt. Diese Wälder brennen jetzt wie Zunder. Darüber hinaus wurden vor allem im europäischen Teil Russlands im großen Stil Sümpfe trockengelegt. Ziel war es, den eingelagerten T. ist der Sammelbegriff für im Wasser zersetztes pflanzliches Material. Torf abzubauen und ihn als Brennstoff für Privathaushalte zu nutzen oder den Torf als Rohmaterial für Gartenerde nach Mitteleuropa zu exportieren. Geraten die ausgetrockneten Torfflächen in Brand, kann man sie kaum mehr löschen, so Heidelberg. Die Feuer ersticken wohl erst mit Einbruch des Winters. Die Rauchschwaden aus solchen trockengelegten Moorflächen enthalten K. (CO) ist ein Gas ohne Farbe, Geruch und Geschmack; Hauptquelle sind Verbrennungsprozesse.
Kohlenmonoxid , Staub weist eine Teilchengröße zwischen 1 und 10 Mikrometer. Als Feinstaub bezeichnet man winzige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Partikel mit einer Teilchengrößen unter 1 Mikrometer. Feinstaub , Die "Allround-Chemikalie" F. ist ein wasserlösliches, sehr reaktionsfreudiges, säuerlich-stechend riechendes Gas. Es gehört zur Gruppe der Aldehyde und kommt meist in 35 %iger wäßriger Lösung als Formalin in den Handel. Formaldehyd und andere giftige Verbindungen, die zu starken gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung führen können.
Der WWF sieht darüber hinaus große Versäumnisse in der Brandbekämpfung. Durch die Vergabe von Konzessionen auf vielen Flächen unterblieben Vorsorgemaßnahmen. Zudem habe ein 2007 verabschiedetes Forstgesetz dazu geführt, dass Kapazitäten bei der Brandbekämpfung massiv abgebaut wurden. Überwachungsflüge und der Einsatz von so genannten Feuerspringern, die Brände bereits im Frühstadium bekämpfen sollen, seien kontinuierlich zurückgegangen. In der Folge werden die Flammen später entdeckt und können viel schwieriger bekämpft werden.
Um künftige Brände zu reduzieren, fordert der WWF ehemalige Torfabbauflächen zu renaturieren. Die Überflutung dieser Flächen würde Mensch und Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen. Umwelt vor Bränden schützen und wertvolle Lebensräume zurückgewinnen. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung nach Richtlinien des Forest Stewartship Council FSC ( Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 in Toronto gegründet, mit dem Ziel einer weltweiten Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder. Forest Stewardship Council ) könne zudem einen Beitrag zur Prävention von Waldbränden leisten. Die Anlage von Waldbrandschutzstreifen aus feuerresistenten Lärchen habe sich vor allem im russischen Fernen Osten als Präventionsmaßnahme bewährt. Überdies müsse wieder ein Frühwarnsystem gegen Waldbrände aufgebaut werden.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 9. August 2010
Erstellt: 9. August 2010
Stand: 9. August 2010
Erstellt: 9. August 2010
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