KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 17008
Walschützer gehen in die Höhle des Löwen auf den Färöer-Inseln
Hagen-Westf., 28.07.2010: Der Oscar-prämierte Film Die Bucht mit Richard OBarry brachte die grausamen Delfintreibjagden in Japan mit jährlich rund 20.000 abgeschlachteten Delfinen an das Licht der Weltöffentlichkeit. Jetzt wollen Wal- und Delfinschützer der blutigen Waljagd auf den europäischen Färöer-Inseln ein Ende setzen.Alljährlich fallen dem blutigen Treiben vor der skandinavischen Inselgruppe mehrere Hundert Meeressäuger in volksfestähnlichen Ritualen zum Opfer. Die Färöer betreiben diese Art des Walfangs seit mehr als 500 Jahren. Die Fischer schlagen in ihren Booten auf Eisenstangen, die mit dem anderen Ende im Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser versenkt werden, um die vorbeiziehenden Tiere vor der Küste orientierungslos zu machen. Dann werden ganze Walschulen in die engen Buchten der zerklüfteten Inselgruppe getrieben und barbarisch abgeschlachtet. Das empfindliche Sonar der Grindwale wird durch das Stoßen einer Eisenstange in das Blasloch zerstört. Anschließend wird die Halsschlagader aufgeschlitzt. Die Sauerstoffatmer färben in ihrem bis zu 20 Minuten dauernden Todeskampf das Wasser der Buchten blutrot.
Im Juni und Juli wurden jetzt wieder mehrere Hundert der Grindwale, die zur Art der Delfine gehören, von den Färingern erlegt. Das Fleisch wurde, wie immer nach einer Jagd, unter polizeilicher Aufsicht an Bevölkerungsteile der Inselgruppe mit rund 48.000 Einwohnern kostenlos verteilt. Gesundheitswarnungen von Wissenschaftlern, die erhebliche Belastungen des Walfleischs mit Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter. Quecksilber und anderen Umweltgiften bis zum hundertfachen oberhalb der vom Mutterland Dänemark festgesetzten Toleranzgrenzen festgestellt haben, werden von der autonomen Regierung der Färöer weitgehend ignoriert.
Das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Gründer Jürgen Ortmüller und der Leiter der Walschutzorganisation ProWal, Andreas Morlok, haben sich zusammen geschlossen, um eine Aufklärungskampagne auf den Färöer-Inseln zu starten. Der WDSF-Chef: Wir werden in der kommenden Woche auf die Inseln fliegen, um Gespräche mit dem Leiter der Gesundheitsbehörde, Dr. Pál Weihe, dem Premierminister Logmand Johannsen, mit Parteien und den Medien zu führen. Wir wollen auf die Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr des kontaminierten Walfleischs insbesondere gegenüber den Kindern der Färöer hinzuweisen. Allerdings haben wir auch eine eigene Petition im Gepäck, die sich mit rund 60.000 Unterschriften aus aller Welt gegen den grausamen und nicht mehr zeitgemäßen Walfang richtet. Wir gehen sozusagen in die Höhle des Löwen, denn Kritiker sind auf den Inseln nicht willkommen und werden auch schon mal bedrängt.
Der WDSF-Gründer Ortmüller war bereits vor 10 Jahren schon einmal mit seinem damals 18-jährigen Sohn auf der Inselgruppe, um zusammen mit dem legendären Walschützer und Ex-Greenpeace-Mitbegründer Paul Watson gegen die Waljagd zu demonstrieren. Unter ständiger Polizeibeobachtung konnten sie durch Kontrollfahrten an den Küsten zumindest erreichen, dass während ihres Aufenthalts kein Wal getötet wurde. Jetzt wollen die Organisationen WDSF und ProWal, die auch von Oscar-Preisträger OBarry unterstützt werden, einen diplomatischen Versuch starten, dem blutigen Treiben ein Ende zu setzen.
Bisher hatten sich Tierschützer noch nie getraut, offiziell auf die Färöer zu reisen, da sie mit Angriffen aus der Bevölkerung rechnen mussten. Das Risiko gehen wir zum Schutz der Wale gerne ein, denn sonst wird sich nie etwas ändern, so Ortmüller.
Autor: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF
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Stand: 29. Juli 2010
Erstellt: 29. Juli 2010
Stand: 29. Juli 2010
Erstellt: 29. Juli 2010
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