KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16886
Walfangtagung 21.-25.6.2010: Ende des Walfangverbots?
Wädenswil, 14.06.2010: Im Rahmen der kommenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) wird ein Kompromiss diskutiert, der zum Dammbruch im Walschutz führen könnte. Wird er angenommen, würden wichtige Erfolge im Walschutz geopfert: Jährlich könnten wieder bis zu 1400 Wale kommerziell bejagt werden selbst stark gefährdete Arten und das sogar im Schutzgebiet um die Antarktis.
OceanCare fordert die IWC-Mitgliedstaaten auf, diesen Kompromiss abzulehnen. Japan, Island und Norwegen sollen für ihre Missachtung des seit 1986 geltenden Walfangverbots nicht belohnt werden. Es wäre zudem zynisch, ausgerechnet im Jahr der Biodiversität das wichtigste Schutzabkommen für die Wale auszuhebeln.
Innerhalb der IWC ringen zwei etwa gleich starke Lager um den Schutz respektive die kommerzielle Nutzung der Wale. Mit dem Ziel, die festgefahrenen Positionen aufzubrechen, wurde in den vergangenen zwei Jahren hinter verschlossenen Türen ein Kompromiss ausgehandelt, der nun auf dem Tisch liegt. Er sieht vor, das kommerzielle Walfangverbot für zehn Jahre ausser Kraft zu setzen, und begünstigt die Walfangländer, welche seit langer Zeit ungestraft internationale Artenschutzvereinbarungen brechen:
Die Geschichte hat gezeigt, dass sich die Walfangländer nicht an Quoten halten. Es wäre blauäugig zu glauben, dass sie dies im Rahmen des vorgeschlagenen Kompromisses plötzlich tun würden. Das Walfangverbot bietet den Walen noch immer den besten Schutz, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Die Schweizer Organisation arbeitet im Vorfeld der Walfangtagung daran, möglichst viele IWC-Delegierte von den fatalen Konsequenzen des Kompromissvorschlags zu überzeugen.
Walfleisch: Ein giftiger Ladenhüter
Macht es überhaupt noch Sinn, Wale zu jagen? In den Kühlhäusern Norwegens, Japans und Islands türmen sich Tonnen von Walfleisch, das kaum mehr Abnehmer findet. In Island und Norwegen hofft man vergeblich auf einen Export nach Japan. Die japanische Regierung wiederum versucht verzweifelt, aber erfolglos, die Nachfrage anzukurbeln, indem sie die Preise senkt und das Walfleisch kostenlos an Schul- und Krankenhauskantinen verteilt. Was die Regierung in Tokio verschweigt: Walfleisch enthält häufig hohe Konzentrationen an Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter. Quecksilber , Chlorverbindungen und anderen Giftstoffen. Japanische Wissenschaftler warnen vor gesundheitlichen Folgen für die Verbraucher, doch die Medien in Japan greifen den Skandal nicht auf. OceanCare und Pro Wildlife fordern die IWC-Staaten auf, den Gesundheitsaspekt stärker zu berücksichtigen und eine Aufklärung der Verbraucher in den Walfangländern zu forcieren.
Weitere Informationen zum IWC-Kompromiss 2010
www.prowildlife.de/sites/default/files/Factsheet_Walfang_Kompromiss_IWC2010.pdf
OceanCare fordert die IWC-Mitgliedstaaten auf, diesen Kompromiss abzulehnen. Japan, Island und Norwegen sollen für ihre Missachtung des seit 1986 geltenden Walfangverbots nicht belohnt werden. Es wäre zudem zynisch, ausgerechnet im Jahr der Biodiversität das wichtigste Schutzabkommen für die Wale auszuhebeln.
Innerhalb der IWC ringen zwei etwa gleich starke Lager um den Schutz respektive die kommerzielle Nutzung der Wale. Mit dem Ziel, die festgefahrenen Positionen aufzubrechen, wurde in den vergangenen zwei Jahren hinter verschlossenen Türen ein Kompromiss ausgehandelt, der nun auf dem Tisch liegt. Er sieht vor, das kommerzielle Walfangverbot für zehn Jahre ausser Kraft zu setzen, und begünstigt die Walfangländer, welche seit langer Zeit ungestraft internationale Artenschutzvereinbarungen brechen:
- Norwegen fängt unter Berufung auf seinen Vorbehalt gegen das kommerzielle Fangverbot aktuell rund 556 Zwergwale pro Jahr. Der Kompromiss würde diesen Fang legitimieren und um jährlich 44 Tiere gar aufstocken.
- Island erhielte je 80 Finn- und Zwergwale pro Jahr zugesprochen und dürfte damit grössere Mengen Walfleisch anlanden als Norwegen und Japan zusammen. Eine solche IWC-Fangquote würde der Inselrepublik zudem bei den Verhandlungen um einen Beitritt in die EU, welche kommerziellen Walfang explizit verbietet, den Rücken stärken.
- Japan, das unter dem Deckmantel der Wissenschaft Wale fängt, bekäme die Jagd im Antarktis-Schutzgebiet legitimiert und würde in seinen Plänen zur Investition in ein neues Walfang-Fabrikschiff bestärkt.
Die Geschichte hat gezeigt, dass sich die Walfangländer nicht an Quoten halten. Es wäre blauäugig zu glauben, dass sie dies im Rahmen des vorgeschlagenen Kompromisses plötzlich tun würden. Das Walfangverbot bietet den Walen noch immer den besten Schutz, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Die Schweizer Organisation arbeitet im Vorfeld der Walfangtagung daran, möglichst viele IWC-Delegierte von den fatalen Konsequenzen des Kompromissvorschlags zu überzeugen.
Walfleisch: Ein giftiger Ladenhüter
Macht es überhaupt noch Sinn, Wale zu jagen? In den Kühlhäusern Norwegens, Japans und Islands türmen sich Tonnen von Walfleisch, das kaum mehr Abnehmer findet. In Island und Norwegen hofft man vergeblich auf einen Export nach Japan. Die japanische Regierung wiederum versucht verzweifelt, aber erfolglos, die Nachfrage anzukurbeln, indem sie die Preise senkt und das Walfleisch kostenlos an Schul- und Krankenhauskantinen verteilt. Was die Regierung in Tokio verschweigt: Walfleisch enthält häufig hohe Konzentrationen an Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter. Quecksilber , Chlorverbindungen und anderen Giftstoffen. Japanische Wissenschaftler warnen vor gesundheitlichen Folgen für die Verbraucher, doch die Medien in Japan greifen den Skandal nicht auf. OceanCare und Pro Wildlife fordern die IWC-Staaten auf, den Gesundheitsaspekt stärker zu berücksichtigen und eine Aufklärung der Verbraucher in den Walfangländern zu forcieren.
Weitere Informationen zum IWC-Kompromiss 2010
www.prowildlife.de/sites/default/files/Factsheet_Walfang_Kompromiss_IWC2010.pdf
Autor: OceanCare
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Stand: 14. Juni 2010
Erstellt: 14. Juni 2010
Stand: 14. Juni 2010
Erstellt: 14. Juni 2010
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